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Der Israelit · 1887-01-03 · Heft 1 (3.1.1887) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 1 (3.1.1887)
Date
1887-01-03
Page
– (sequence 2)
Language
German
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(>inc aiidcre Erklärung schließt sich an die des Raw Ichndah im Namen Naws an. Dcrscibc erklärte: Was bedeutet der VcrS (Psalm SG): Thrrc mit mir ein Zeichen zum Guten. damit sehen meine Hasser und beschämt werden. David har gebetet vor dem Heiligen, gelobt sei Gr: Herr der Welt. verzeihe mir jene Schuld (mit Bat!) Scba>: Und Gott sprach: Sie sei Dir verziehen. Und David betete ferner: Gib mir wahrend meines Gebens ein Zeichen, daß Dv. mir verziehen hast. Und Gon sprach: 'Nicht während deines Lebens werde ich es kund thnn, aber während des Lebens deines Lohnes Salomo werde ich cs verkünden. — Als nun Lalomon den heiligen Tempel erbaut baue und ganz Israel der feierlichen Eröffnung harrte, als die heilige Lade in das Allerbeiligue gebracht werden sollte, oa hafteten die Thore aneinander, und keine menschliche Macht vermochte ne zu öffnen. Und Salomo betete zu Gon und sang 24 heilige Gesänge und wurde nicht erhört. Da nng er an und sprach: Erheber ihr Thore eure Häupter und erhebet euch, ihr Pforten der Ewigkeit, damit cinziche der ftfmfl der Ehre! Als er so gesprochen, Uesen die Thore ans ihn zu, ihn zu vcrjchlingcn (denn sic meinten, cr selbst bezeichne sich als den König der Ebre. Raschi). Und Lalöino sprach: Wer m der .König der Ehre- Der Ewige mächtig und park. Erheber, ihr Thorr' <"•*•? rimner und erhebet, Pionen der Ewigkeit, damit cinzicb.e der Mduiq der Edrc. Wer in der .König der Ehre- Ter Ewige Zebaoth, das in der .König der Ehre, Selah. — Trokdem wurde Salomo nicht erhön: crn, als cr svrach (2. K. d. Gbr. Gap. G): Ewiger Gott, weise nicht zurück das Amlitz deines Gesalbten, sei eingedenk der Liebe Davids, deines.Knechtes", fand cr Erholung. und die Pionen öffneten ffch. — Alsoglcrch wurden alle Hancr Davids beschämt, und es erkannte alles Volk und ganz Israel, daß der Heilige, gelobt sei (rr, David's Schuld vcrzichcu haue. Hat nun Lalomon nicht recht, indem er sagt: Und ich lobe die Todtcn. die schon, gestorben und. Lo heißt es auch sl.B. d. K. Gap. 5>): Am achten Tage (des Hüttensestes) entließ er das Bo!!, und sie segneten den König, und sic gingen zu ihren Zelten, fröhlich und vergnügten Herzens, ob au des Guten, welches der Ewige dem David, Seinem Knechte, und Israel, Lcinent Polkc, erwiesen hatte. Was nun Salomo ferner gesagt har: „Tenn dem lebendigen Hunde ist cs bester als dem todtcn Löwen", das erklärt sich ebenfalls durch eine Deutung des Naw Iedndah im Namen Raw's; denn dieser fragte: Was bedeutet der Vers (Psalm 29): „Düne mir kund. Ewiger, mein Ende und welches das Maaß meiner Tage sei; ich möchte wiffen, wann ich anfhörc zu sein". David wünschte zu wissen, ivie lange er leben würde; aber Gott verweigerte ihm die Auskunft und verkündete ihm nur, daß er an einem Sabbat sterben würde. Da verlangte David, Gott inöge ihn bis zum ersten Wochentage leben lassen; aber Gott schlug ihm diese Litte ad, da dann schon die Zen der Negierung Salomo's beraugekommcn sein würde und eine Regierung in die andere nicht übcrgrcifen dürfe; da betete David, daß Gott ihn schon am Rüsttagc zum Sabbat bittwcgnchmen möge. Gott aber sprach: Nicht einen Dag möchte ich dich missen auf dieser Welt; denn lieber ist mir. wenn du eine» Tag lang meinen Namen verherrlichst und dich mit der Thora beschäftigst, als jene tausend Ganzopfer, die einst dein Sohn salomo darbringen wird auf dem Altäre. — An jedem Sabbate, der nun heraukam, beschäftigte sich David ununterbrochen mit der Gotteslehre, auch an demjenigen, welcher seinem Leben ein Ziel setzen sollte, und dcßhalb konnte ihm der Todescngcl nicht nahen. Ta ging der Tödcsengcl in den Garten, der an das Gemach des Kömgs grenzte, und schüttelte die Bäume. David begab sich kn den Garte», um zu sehen, was das bedeute; als er die Treppe dinuntcrging, brach eine Stufe, und der .König fiel und starb. Leine Leiche lag im Garten, den Lonuermrahlen ausgcfttzt, und Salomo schickte zu den Weisen und ließ ansragen: Mein Vater ist gestorben und seine Leiche liegt in der Sonne, und die Hunde in meines Vaters Haus sind hungcrig, was soll ich thun am heutigen Sabbat- — Und die Westen antworrcien: Zerschneide ein todtcs Dbier und gib das^ Fleisch den Hunden, und was deinen Vaicr betrifft. so lege ein Lrod oder setze ein Kind auf die Leiche und laß sie ins Haus tragen. — Nicht allein, daß die Weisen die Anfrage in Bezug auf die Hunde früher beantworteten — den lebcuDigcn Hunden durfte man ohne Weiteres ihr Futter geben; um die Leiche des todtcn Königs ins Haus tragen zu dürfen, mußte man erst etwas Anderes darauf legen. Hat nun Salomo nicht recht, da cr sagt: »Denn dem lebendigen Hunde ist es besser als dem todtcn Löwen." — In Bezug auf die Frage, die ihr gefragt habt, enhelle ich euch die Aruworr: Die Seele wird ein Licht. Gottes genannt, wie es heißt (Mischle Gap. 20.).: „Ein Licht des Ewigen st: des Menschen Seele". So möge denn das vom Menschen angestiudete Licht ausgelöscht werden, damit das Gorreslicht erhalten bleibe. — Das ist der Vortrag, den einst Rabbi Tanchum

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