Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 98 (16.12.1886)
- Date
- 1886-12-16
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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ItlllfMflH'lllM’l'g. Iülivh <if’liM'ilnlriiJlcsIcii 'Plantl0'Ml«lli>«'!t i! M, Ilotli. Durch riHiii'iiiiNlIt, Höxter: I)**rhHllm0.r»0, l'.iMU'h Niitlmil l, Ww.IhililaHg SIitu 2, Adelheid Hanne Strin l. zus, l.5,0 M. Nrliwliiwborff, Durch l innu ind» » Sehnumberg: IsmvSrlmmnberg ’d. M« ndel Scliaumberg 1, Jacob Kutz l, Gustav Srlmumberg 1, Sam, Kiltss l. Gerson Simon l. Ww. Juda Schaumberg 0.30, Ww. Höxter Ö.äO, Marcus Höxt« r 1, zus. abz, Porto:' 9.00 M. Für ixrijrn p& l'rouliiiiiHcu. Simon l.oow nst, ln 3 M. IS»>1»»>^. Aus <it*r Büchse 10 M. Gesummt*. abz, Porto ti'ir Cimiluiro »de. 128 M. Marburg, 12. November 1880. l>r. Klinik, Provinzialrnbhiner, - £<<$>> —-»— Cliaifa und Carmol von LAÜRENCE OLIPHANT. (Schluss.) In der That, man kann die Hügel und Thäler, einst so berühmt wegen ihrer Vortrefflichkeit, dass ihre Fruchtbarkeit und Schönheit in alter Zeit sprichwörtlich waren, nicht durchforschen, ohne über die Spuren zu erstaunen, welche von der Dichtigkeit der früheren Bevölkerung Zeugniss ablegen. Fast ein jeder Hügel ist von Ruinen bedeckt, seine Abhänge zeigen noch die Spuren der alten Weinberg-Terrassen, aut dem Boden verschlingen sich noch die Wurzeln der schönen alten Waldbäume, von denen er einst dicht bestanden war. Ich habe selbst mehr als 80 Ruinen alter Städte oder Dörfer besuch*, tlieils auf dem Gebirge selbst, tlieils in den Ebenen an seinem Fusse;. diese liegen im Durchschnitt drei englische Meilen von einander, so dass wir die frühere. Bevölkerung des Gebirges auf mehr als 50,000 Seelen schätzen müssen. Da die Produetionskraft des Bodens sich nicht vermindert hat, so ist kein Grund vorhanden, wesshalb er nicht wieder dieselbe Anzahl ernähren sollte, obgleich seine gegenwärtige Bevölkerung nicht mehr als 1000 Seelen beträgt. Der Umfang des Gebirges beträgt ungefähr 35 engl. Meilen, seine Plateaus und seine breiten Thäler sind von fruchtbarer Erde bedeckt, während in seinen Schluchten Unterholz wächst, welches mir des Schutzes vor den Kohlenbrennern bedarf, um sich wiederum zu kräftigen und werthvolle Waldbäume zu entwickeln. Es giebt. auf dem Gebirge mehrere schöne Quellen, eine von ihnen hat Wasser genug um eine Mühle zu treiben; ausserdem die zahlreichen bereits erwähnten Cisternen. Die Oliven und Trauben, welche jetzt in den Drnsendörfern Dalieh und Esphie gewonnen werden, sind von ganz vorzüglicher Qualität, und es kann keinem Zweifel um erliegen, dass, wenn man es nur verstände Wein und Oel zu bereiten , wie es sich gehört , und wenn mehr Weinberge angelegt würden, dass dann das Oel und der Wein vom C arm ei wieder dem alten Kamen dieses Berges Ehre machen würden* Auch die fruchtbaren Ebenen, aus denen er sich erhebt, und die ihn von allen Seiten umgeben, sind einer verbesserten Cultur fähig. Erst seit wenigen Jahren sind sie den Beduinen abgewonnen worden, und schon zeigen sieh die Folgen in den reichen Ernten, welche aus den Ebenen des Kischon, Esdraelon und der Landschaft, welche sich vom Carmel nach Cäsaren erstreckt und den nördlichen Theil der Sa ronebene bildet, gewonnen werden. Leider ist die Dränirung des Landes noch sehr vernachlässigt. Es bilden sich Sümpfe, durch welche nicht allein die Ernten leiden, sondern auch das Klima verdorben wird. Daher kommt es, dass die Ernte an Qualität manches zu wünschen übrig lässt. Der Weizen kann die Concurrenz. welche ihm in den letzten Jahren von dem Jndäaweizen gemacht wird, schwer ertragen, dagegen unterliegt es keinem Zweifel, dass diese ganze Gegend für den Bau von Baumwolle vorzüglich geeignet ist, was bisher von den Belachen gänzlich ausser Acht gelassen wurde. Der grösste Theil der Kischon ebene liegt einfach aus dem Grunde brach, weil es dem Besitzer derselben an dem nöthigen Capital und an Energie mangelt. An der ganzen Küste giebt es keine schönere Lage für Orangen nnd Dattelhaine, als an den Ufern des Kischon in der Nähe von Charta; aber man lässt diesen Fluss, der dem Lande zum Segen werden könnte, sich in Lagunen nnd Sümpfe ausdehnen, so dass die wenigen Gärten an seinen Utem zu ungesund sind, um bewohnt zu werden. Dem könnte leicht abgeholfen werden, wenn man das Flussbett eanalisirte, so dass während des ganzen Jahres das eingeschlossene Wasser nach der See abfliessen könnte. Ausserhalb dieser sumpfigen Strecken, auf welchen Malarie erzeugt wird.