Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 90 (18.11.1886)
- Date
- 1886-11-18
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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eine Josehibnh »*ntst«*hoii würde. Doch seine Hoffnung erfüllie sieb nirht, Man forscht»' wohl, aber nicht in den Nü.lunn, solidem na».b «l.-n Büchei,r um sic heim zu tragen. Die Gemeinde der Set'ardim hat viele Bethäuser und manche, von diesen sind gross und angesehen, wie das Bethaiis des R. J. Ahuhab. Wenn dieselben auch erst nach den Erdbeben neu erbaut sind, so verleiht ihnen der Platz, aut dem sie errichtet sind, eine höhere Weihe und ihr Name giebt ihnen die Würde des Alters. Jedes Bethaus hat seine Geschichte, die mit Wundersagen geschmückt ist. Ein Bethaus heisst die R. J. Halaben-Synagoge. Wer dieser R. J. Halaben war, kann. Niemand sagen, aber sein Grab befindet sich in der Synagoge selbst und zwar in einem kleinen Raume, dessen Thüren nach der Synagoge zu geöffnet sind; jedes Aal nach dem Gebete treten die Besucher des Gotteshauses an das Grab und küssen dasselbe. Ich kann nicht, verhehlen, dass mich solches in Erstaunen versetzt liat. Ein Grab in der Synagoge! Ist das nicht ein heidnicher Gebrauch? Und wer gestattet denn den Ivo ha tiim diesen Bit zu betreten? Wie kann mau Solches durch mißverstandene. Stellen aus dein Sohar rechtertigen? Auch die Sefardim haben ein H«»>p!lrd; sein Zustand ist aber womöglich noch schlechter, als der des Hospitals der A sch ken asim. Die SetUrdim haben eine Talmud-Torah-Ansalt, worin sich ungefähr fünf Uhedarim befinden. Es macht sich unter den Sefardhn das Bestreben bemerkbar, den Unterricht zu verbessern. Jedoch vor einem muss ich warnen, nämlich vor der Einführung der spanischen Sprache in den Unterrichtsplan. Die Erlernung der spanischen Sprache hat wenig Zweck und lenkt den Geist der Schüler auf Abwege. Will man ausser der hebräischen noch eine andere Sprache lehren lassen, so sei es die arabische. Möge man aber bei allen Neuerungen oder Verbesserungen das Eine im Auge behalten, dass die Anstalt den israelitischen Geist bewahre. — Briefkasten. B. in Sp. Die 5 M. habe ich den arabisch-jüdischen Flüchtlingen in Jerusalem zugewiesen. A. F. in K. Die 6 M. haben jedenfalls in ihrer Zuweisung an Rubrik VIII eine bessere Verwendung als die von Ihnen beabsichtigte gefunden. Die zahllosen Briefe und Sendungen aus dem heiligen Lande bringen so Manchen zur Verzweiflung, die Schuld an deren sich noch immer steigernden Zahl tragen aber Diejenigen, die die einen und die anderen berücksichtigen und glänzend honorireu. Alle Warnungen und Bekanntmachungen meinerseits haben bisher noch nicht den gewünschten Erfolg gehabt, ganz besonders dadurch, weil die Sa mm eist eilen in der Beförderung der Spenden für C'TiV eine zu grosse Bereitwilligkeit an den Tag legen und dadurch indirect — gegen ihren Willen — den Glauben bei den edlen und frommen Spendern nähren, dass auch diese Spenden unterschiedslos gut angebracht seien. Auf die Dauer kann es unmöglich so weiter gehen, denn schliesslich wird jeder einzelne Bewohner des heil. Landes, um nicht durch die immer zahlreicher werdenden Correspondenz-Büreau’s ganz verdrängt und auf den Aussterbeetat gesetzt zu werden, sich zur Selbsterhaltung gezwungen sehen, denselben Weg der Geldbeschaffung einzuschlagen. Dieser unausbleiblichen Calamität kann einzig und allein mir durch ein vollständiges Unberiicksichtigtlassen aller aus dem heil. Lande einlaufenden Bittgesuche und Sendungen von E'-j'rp vorgebeugt werden. Die „Spendeii- Verzeichnisse“ umfassen dreizehn Rubriken, vondenen sich Jeder für seine Spenden die ihm am meisten zusagenden auswählen kann. — die Uorrespondenz-Büreaus in Jerusalem dagegen müssen aufs Entschiedenste bekämen und baldmöglichst zu Falle gebracht werden. Ungenannt in Tann. Ihre Spende ist m Nr. 164 veröffentlicht. Truck von Oscar Lehmann, Äarn;.