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Der Israelit · 1886-11-11 · Heft 88 (11.11.1886) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 88 (11.11.1886)
Date
1886-11-11
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Boden. iiljlnitUTtc. Ser 10 Beleidigte grin Uievaaf noch feinem Palagarr , Speer» und verfeme dem Inden einen lelnnsgesährlichen Stich in den »echten Schenkel. Darüber worden die Inden liöchn erbitten, während die Mitglieder der Karawane rvieder für ihren .Kollegen Partei ergriffen. Gs luütc daher zweifelsohne am Tischah - Beab im Indenvienel zum Blntvergieüen gekommen, wenn nicht der Stadtgouverneur schnell eine Truppcnablheilnng nach dem Indenvienel beordert hätte, die nun die Karawane zwang, sich nach einem Hatte (Ginkehrhans) aufrerhalb der Stadt znrückznziehen, woraus die Inden ihre Geschästsläden wieder öffnen konnten. Ter Muchtar (Indenmeitter) verfugte sich später zum Gouverneur und bat ihn. den Karawanen von nun au das Belrcteu des IndenvierrelS auf's Strengste zu verbieten, was dieser auch zu thuu versprach. Gs dürften indes; noch einige Wochen vergehen, bis die Zusage nuferes Gouverneurs sich erfüllt haben wird, da die Behörden in Bokhara sich selten überhatten, zumal, wenn es sich um das Wohl der Juden handelt. So schulde: noch heute das -triegsrninifrerimn mehreren jüdischen Zianflenten hier, welche während des rufnsch-bokharesischen. Feldzuges 1 SüT die Armee des Gmirs mit Lebensmitteln und .Kleidern versorgt harren, beträchtliche Summen, ohne an deren Rückzahlung zu denken. Au den. Gmir dürfen sich die Juden nicht wendenweil der.>triegsmiriisler sein Schwager in. Mehrere von diesen jüdischen Lierselanlen sind so, da ihnen das nöthige Geld zur Fottführung ihres Geschäftes fehlt, gänzlich verarmt und fallen der Gerneinde zur Lau. — Am Freitag, den 20. Tamns, schied hier Ghacham Atir Ben Berachja, beigenanut Gl - Schcch (der Greis) im Alter von ol Jahren aus dem Leben, von denen er mehr als siebzig der rrrayv Gem Thorattudinm und dem Gottesdienste) gewidmet hatte. Derselbe wurde, nachdem er fünf- Jahre unter der Leitung seines Bakers dem Thorafrudium obgelegen, irn Alter von 10 Jahren zum Hasan der hiesigen Synagoge Mikwah Iisroel ernannt, welchen Botten er dann bis zu seinem siedenzigsrcn Lebensjahre beibehielt. Sein Dienst als Hasan bestand jedoch darirr, blos an den Sabbaten und hohen Feiertagen vorzuberen, und so konnte er die Wochentage ansschlieszlich dem Studium der Thora und des Sohar widmen. Gr trug auch jeden 'Morgen und Abend in dem bei seiner Synagoge befindlichen Berh-Hamidrasch einen Schmr t Talmndabschuitt» für Handwerker.und .>ranslente vor, da selbe während des Tages doch keine Zeit haben, »uh mit der Thora zu beschäftigeu. Für feine Bo:träne nahm er keine Gutlohunug entgegen , obgleich sein Gehalt als Hasan ein ganz kleines war und kaum hinreichte, ihn und die Seinigen vor Roth zu schüneu. Seine Schüler hauen ihn daher oft ersucht, von ihnen doch wöchentlich eine kleine rzi: l Spende) enlgegenznnelnnen, was er aber stets refüsirte, da er die Thora lehre er? rr: r; (ohne dafür einen Lohn anzunehmen). Gr zog es daher vor, sich im alten Bazar einen Tabaksladen einzurichten^ und widmete er diesem (Geschäfte täglich zwei ^runden. Tie (Gemeinde von Gharniceh wählte ihn sogar zweimal zu ihrem Rabbiner. Gr aber in seiner Bescheidenheit lehnte jedesmal diese Ghrensrelle ab, um seine hiesigen Schüler nicht verlassen zu müssen. Mit seinem Gintritt in das 7>>. Lebensjahr, als er feine Stelle als Hasan wegen seines vorgerückterl AlrerS freiwillig niederlegte, lief; er sich endlich herbei, von der Gerneinde eine r.:?:? r,yo (Alterspension) anzunehmen. Als er dann sein 80. Lebensjahr erreicht hatte, kaufte er sich auf dem Friedhöfe einen Play und grub sich hier eigenhändig ein Grab, von dem er daun oft sagte: n: "!£■» -ap (Mein Grad, das ich mir selbst gegraben habe). Seine Leiche-wurdeunter strömendem Regen zu Grabe getragen, aber dennoch gaben ihr Hlmderre von Personen dabei das Geleite vitoc n>?». — Tie russische Regierung har hier notifieirr, das; sie gesonnen sei, auch hier, wie in jeder anderen Station der transkaspischen Bahn, sobald nur diese Bahn unsere Stadt erreicht haben wird, was schon in einigen Wochcrr der Fall sein dürfte, eine Herberge im Bahnhose zu erbauen, in der dann die fremden Reisenden, da man in Gcmral-AsKn Hotels noch nicht kennt, abtteiger: können. Daraufhin hat unsere Gerneinde beschlossen, gleichfalls eine srrwse-ps (Fremdenherberge) hier zu erbauen, damit die zugereisten Glaubensgenossen nicht gezwungen sein sollen, in einer nichtjüdnchen Wirlüfchaft zu übernachten. Diese Herberge wird von der Gemeinde verpachte: werden und wird deren Pächter auch die Kost an die Fremden verabreichen. Für arme Reifende wird die Gemeinde eine Gmschädiguug leisten. LTirhLige Tösrrrrgerr fanfcfirn ein: \uDor Roscnvw i:: 3. M. in Eturs Korn. Viiac jia'ttubiil irr iOton!e.

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