Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 86 (4.11.1886)
- Date
- 1886-11-04
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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Vlnimiicrii" (Mcö ist bii* Walivc!) „bewirkt, bcffcu Anilliuirniij] uiü flroi’jcm UUmljcil von „'.ebner" rumänischen Bauet nsaniilien betrieben wurde, der Tabak, der von der Regierung ato Monopol erklärt tvnrde, li m d e n B e r k a n s d e s selb e n durch „Rumänen" zu sichern, welche (die „Rumänen" ) auf die ll n t e r st üp u n g seit e u s d e s Staates (alleinik) ein Recht baden, der Tabak vertäu f sei ebenfalls in Händen der Juden, die „rumänischen" Händler und Pflanzer aber seien beseitigt." Tarüber weis; jedes Kind in Rumänien zu sagen, das; die Be rkä u f c r(Tebitanlen) Christen sind, und dazu kleine Ltaalspensiom'ire, und wenn darunter wirklich einige Israeliten sind, so ist cs nur unter christlichem Schm.', da die Herren Rumänen nun einmal am liebsten faulenzen und ihre Brcvete einem Juden übertragen, um ohne die geringste Anstrengung sich von diesen den Nutzen zu Helen. Ter Bortheil der Tebits besteht übrigens nur in 5 pEt. vom Bcrkauf.dcr mit staatlich festgesetzten Preisen versehenen Packete und der Reichtljuni, der dabei erzielt werden kann, ist bei der großen Zahl der Tebilanten, wahrlich nicht zu beneiden. Was die Pflanzer anbetrinr, so haben die Juden sie gewiß nicht ersevt, da Juden ziemlich selten Bauern sind, und noch dazu den wenig sich lohnenden Tabakbau, ill lliunlällieil^aNßerdei'.r ~iugar keiner Eigenschaft (auch als Buchhalter, Gntsvcrwaltcr n. s. w., also selbst unbestimmt) ans dem Tande nicht wohnen dürfen. Tie rumäuischeu Tabakpflanzer sind indes; allerdings zum größten Thci! verschwunden, sie wurden von der rumänischen bratianischen Regierung erseht, welche zwar selbst ans den' Staatsgütern nicht pflanzt, dafür aber ans der Türkei und auch ans andern Tündern i m p o r i i r r, weil der freie Bauer in Io! ge Richrbel ohnu» g seiner Mühe dc» Tabakbau anfgegcben hat. Tiefen wahren Tharfachen zum Trntzwrkcht der unantastbare Senator davon, das; „die Juden" Berränser und Pflanzer verdrängt haben und gelangt nach längeren Aufhaltungen schließlich dazu, ganz osten mit der Forderung anszntreren. die Regierung solle den Inden jedweden Handel verbieten (als ob dies im Einzelnen durch Ercseve, Beiordnungen und Berationen der Verwaltung nicht schon zur (Genüge geschehen wäre!), „um deren „ungesetzliche" Konkurrenz zu verhindern." Ter erleuchtete Herr scheint der Ansicht zu sein, das; ein solches Verbot, wenn überhaupt offen möglich, das; dieses nicht ungesetzlich, d. h. rächt verfastnngs- und vertragswidrig wäre! „Tie Regierung." meinr er. „bediene sich des Prinzips vom „kosmopolitischen" (!» Handel, in der Tage aber, in welcher das Tand sich besindet, müsse ne die „fremde" .uonknrrenz beseitigen (sehr einfach'.; und durch den der Eingebornen ersetzen." Natürlich sind die rumänischen Inden nicht eingeboren und unter „kosmopolitischem" Handel versteht der gelehrte Staatsmann 6-herghel den Handel, welchen die rumänischen „Fremden", wollte sagen Inden, i m T a n d e betreiben, nicht aber denienrgen Handel, welchen das Ausland mit, gleichgilrigwenn nach Rumänien und, im Umtausch, v o n Rumänken 11 ach d e m A u slande betreibt.! (Schluß folgt.) Zeitungsnachrichten und Eorrefpvnden.zen Oesterr. - Ungar. Bionarchie. Lemberg. Ter galizische Landtag hatte in einerResolution die Abschaffung der sogenannten verlangt. Tas Ministerium hat darauf erwidert, das; eine strenge Aufhebung dieser jüdischen Schulen Schwierigkeiten biete, und daß eine langsame Anflaffnng derselben nur durch Eröffnung neuer Bolksschnlen in den von Inden meist bewohnten Ortschaften erreicht werden kann. 3talic »i. Turin, 24. Oerober. Eine der sonderbarsten jüdischen (Gemeinden nicht nur Italiens, sondern vielleicht auch des ganzen Abendlandes ist die hiesige. Dieselbe, die Mitglieder zahlt, besitzt nämlich einen herrlichen Tempel, ein wahres (kleines Heiligthnm), einen Oberrabdiner. drei Rabbiner und mehrere Wohlthätigkeils-AnstaUen aber keine Snkkah (Tanbhntte). Tie Ursache davon ist, daß weder unser Borstand noch unser vierkövw ges Rübbiner-Eollegimn sich viel um die Erfüllung dieser Mizwah (Pflicht) kümmern, und unsere v»emcindeinitgUeder wieder so sehr von ihren (Geschäften und Beschäftigungen eingenommen sind, daß sie gar ntdir die Zeit finden, ein Paar Bretter und Balken hcrbeiznschleppen und so in der Schnelle eine Sukkah anfznstellen. Tas siebentägige Tandlrüttenfest wird daher hier nur abstract gefeiert und die junge (Generation wachst heran, ohne je cine Snkkab mir ihren 'Augen gesehen zu haben, oder wenigstens nur zu wisse», wie eine solche anssieür. Es ist dies sehr betrübend für jedes jüdische Herz und dies um so mehr, als man doch weist, daß unser verehrter p Oberrodbiner auf sehr vertrautem Fuße um unserem Borstande ftehr und cs ihn nur ein Wort m kosten brauchte, um auf Gemerndekoste» eine Smtaö