Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 86 (4.11.1886)
- Date
- 1886-11-04
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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XXVII. 3rtI)Vflansi. Erst»' Brilngr ju Nr. Ilfi örs üsindit. Xviteuber "Artikel. Offiziöse und osfiziesse Wafirlieil in Nnmänien. Von I-»-. (v. N. CToviuaii. (Fortsetzung.) Einmal aus dem »onzept gefallen mit der Angabe der EtcrblichkeilSkategorie, ruft er dem Regierungstische zu-. „Das Nächste hier zu thun, wäre Pflicht des Gesundheitsamtes" (so ist es recht, aber die Indenhctze gehört nicht mit dazu!) „Allein das geehrte Gesundheitsamt hat keine anderen als die gewöhnlichen Maßregeln ergriffen, nämlich beinahe gar nichts (dies heißt in Nnmänien gewöhnlich'), ja cs hat selbst das nicht beobachtet, was gesetzlich vorgeschriebe» ist, für normale Zeiten." Mit anderen Worten: Gherghel hat ein außerordentliches Lterblichkeilsjahr beim schöpf gefaßt, um seine antisemitischen Erpektorationeu los zu werden. „So, werden die Bluten, die gesetzlich von den Kreisärzten in den La ndgemeinden gemacht werden sollen, nicht ausgeführt." Also unter den Banernkindern wird gestorben, Herr Gh. aber hat seine Zuhörer bis hierher in den Glauben hinringelogeir, daß unter der noch unbekannten »rankheitsform „Juden" das Ansftcrben der „Rumänen" nur in den2 t ä d t e n erfolgt, da er in feiner „Statistik" nur von Städten spricht. „In Torohoj", klagt er weiter, „soll das Sanitätsamt 3 Inden als amtliche Aerzte ernannt haben, danmter ciucu Tr. »reiner, der sogar (!) nicht naturalisirt sei (schrecklich!), während Artik e l 29 des § a n i t a l s g e se v e S (eine Frucht des Art. 44 des Berliner. Vertrages mit seiner Gleichberechtigung der .Konfessionen!) vor schreibt, d a s; d i c Aerzte „Rumänen", (d. h. 15I>riften) sein in äffe il" Tas; die edlen „Rumänen nach Torohoj und anderen kleinen Nestern-gar nicht geben wollen,- weil sie daselbst keine noblen Passionen befriedigen können, übersieht der Herr Senator mir Willen. Er verweilt noch länger bei dem schweren Eams des leider nicht natnralisirten Tr. um dahin zu gelangen, daß die Sanitälsdircktion in Bukarest nur die jüdische Bevölkerung begünstige, (!?) durch Anstellung „jüdischer Aerzte" (des einen Tr. ». nämlich, die anderen Zwei nennt er nicht bei Namen und wrr rrmsiL« daher annehmen, da-> pe nur in seinem offiziösen Lügenhiru existiren'», welche seiner unmaßgeblichen Meinung nach „naturgemäß nur die „Inden" pflegen, die E husten aber ans dem Schmerzensbett im Stiche ließen......" An der üblichen Beschuldigung, daß die Indeil schädliche Substanzen und Gifte in die Nahrnngsgegenstünde hkneinthäten, kann Herr Gh. natürlich nicht unerwähnt Vorbeigehen,' er spricht aber von solchen Nahrungsmitteln „in Händen der Juden", die von Alters her stets rnmänisch bezw. griechisch waren, wie z. B. die Bäckereien. Tas Trefafleisch wird ja nicht von den Inden verschleißt, sondern der ganze Ochs geht kn christliche Hände über, während der Schnaps schon seit 1.S74 ans den Dörfern von Inden nicht vcrschänkt werden darf. Auch das in der Dresdner Zeitung s. Z. abgedruckt gewesene Gerücht von dem Ausschluß der Israeliten von der Lieferung an die königlich Sächsische Armee (der ganze Antisclnirismns ist uns ja leider von Tcutschland ans beschccrt worden!) diente dein Senator zu feinen antisemitischen Tiraden; nur das darauf gefolgte Tcmenti war für den Herrit nicht vorhanden. Als „historische" Thatsache (?) für beir angeblichen Rückgang des vorhanden geweseit sein sollenden „rumänischen" Handels führt Herr ('>!». an, daß vor 40 Jahren ans dem Alt markt in Bottuschan nur drei (wohlgemerkt!) jüdische >tansleute Geschäfte hatten, heute aber nur vier (man merke die Verdrehung.') rn m ä n i sch e Geschäftsinhaber dort vorhanden sind. Ta aber vor. 40 Iahreri sicher kein einziger rumänischer Händler in Bottnschan war, so sind die jetzige» vier, bei der rumänischen Firlefanz, Indolenz und'Ignoranz, nicht ein Rückgang, sondern ein riesiger Forlschril. Es folgt darauf nach öfterer Wiederholung des schon Gesagten, so daß man sich kaum zurecht - finden kann, ein Schwall von Lügen, deren Zweck schwer zu erkennerr wäre, wenn das ganze Gewäsch nicht gar zu augenscheinlich daraus angelegt wäre, die Regierung in ein gutes Licht zu stellen und dein Auslände zu zeigen, daß die „Inden" in Rumänien alles haben, was sie wünschen, (!?) ja, daß die Inden von der Regierung in ganz unerhörter Weise vor den Ehristen bevorzugt wurde». So führt er, auf's Reue^zum Handel -znrückkehrcnd, an, daß „der Tabak, denen Verkauf von „Rumänen" (uuui iiuiu vutyuvi ./f „{lim* vuu vnuu/ ui utur