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Der Israelit · 1886-11-04 · Heft 86 (4.11.1886) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 86 (4.11.1886)
Date
1886-11-04
Page
– (sequence 6)
Language
German
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MSS Irrii Mcibiit und ihm uom' ('iönner;u|iil)iTi!, auf dan Iut inTi’ui seine segensreiche Xbiiiialcit in uo.h ciijolucm cmfaltcii könne. I l a l i e n. Neapel, 1*2. Oktober. Bei den Ausgrabungen in dem nicht weit von hier gelegenen Pompeji, welche 3iat>r bekanntlich zur ^oit des *:u* n'2 (Zerstörung des zweiten Tempels) durch einen Aschen- und Mol)lcuvcflt’it vom Be luv her verschüttet wurde und die nun jem wieder blosgelegt wird, wurden an der Wand eines 2pctfcfaalc-3 die beiden lateinischen Worte: ,.Sw<l»ma Fomorrlia“ (znc entdeckt, was zur Bermmhung führte, das; das traurige Gnde dieser beiden Ltädte auch den alten Römer::, obgleich sie das Vorhandensein der Bibel gar nicht kannten, bekannt war. Ties darf uns jedoch nicht Wunder nehmen, wenn man bedenkt, das; schon zur Zeit Julius Gäsar's eine jüdische Kolonie in Nom vorhanden war und das; unter seinem Nachfolger aus dem Throne, dem Kaiser Augnstns, Inden in Neapel und dessen Umgebung ansässig waren. Tiefe Inden haben gewis; den Heldnischen Römern manch' interessante Geschichte aus der heiligen Lchrisr erzählt und so erhielten teurere auch ftcuuiiim von dem schrecklichen Gude, das genannte beide Ltädte gefunden haben. Uebrigcns waren Theile der Bibel schon längst in das lateinische übcrseot, bevor noch der Bischof Hierolnnnns eine vollständige Uebcrsevung der heltigen Lchrifr, die-unter'dem Namen „VulMaA allgemein bekannt in, angeserngl Hane. Tiefe ins lateinische übertragenen Bruchstücke der heiligen Lchrfft wurden „Irala" genannt undgeringe Ucberrcsre derselben sind noch Heine vorhanden. Tie llebersevung dieser Bruchstücke in wahrscheinlich nach der im ^cravcum zu Alcrandrien ausdcwahrtcn griechischen Uebcrsepnng der Licbzig (z'jjzz’n z :'r Leplnaginrai. die auch Sen Römern bekannt war. angeseriigl worden. Anzeichen sprechen auch dafür, das; Theile der Bibel schon dem griechischen Philosophen Bmbagoras bekannt waren, die es ihm genaueren, hellere und lichtere Ideen über das Wesen der Gottheit zn haben und auch Plaro. der Lehrer des Aristoteles, oer, wahrend seines Aufenthaltes in Gammen mir dein Brovhtten Jeremias verkehrt haben soll, dürste von. den in Hcliooolis *Z"Z's r z > und in anderen eg: mischen 'Hiaoien lebenden Inden Manches ans der Bibel mitgeiheilt erhalten haben. Auch das berühmte Won dieses Phstosorch-rr ^oas Wort in Aitinl) gewordendas die christlichen Theologen noch heute mir Borliebe eiliren und dasselbe auch als einen Beweis dafür aninbren. das; schon die Weisen 'Griechenlands eine Borahnnng von der bc vorstehenden Ankunft des Ltifkers des christlichen (Glaubens hatten, läfu seinen jüdischen Ursprung leicht errathen. Liehe Iesaias 6. B. N, wo dem Worte Gottes >tratt und Wirksamkeit beigelegt werden. Tie katholische Kirche har jedoch das citirte Wort Plato's in ihrem Linne anfgesastr und auch ansgebeutet und ans Tankbarkeir dafür haben auf dem (ooitäl von Pisa mehrere (Erzbischöfe sogar den Antrag Angebracht, der Palm möge diesen griechischen Philosophen, obgleich er Heide war, unter die Heiligen versehen. Rußland. , Die antisemitische „Romoje Wremja" begnügte sich nicht damit, das fchmueige und verlogene Pamphlet ..La. France juive*1 von Tr ums uv als Leitartikel zn veröffentlichen, sie behauptete auch, das; dasselbe eine Gollectivarbeir wäre, au welcher die bedeutendsten Schriftsteller Frankreichs, darunter auch Gmil Zola, sich betherligr hätten. Tics veranlagte den bekannten Kiewer Rechtsanwalt Herrn Supern ick. sich an Gmil Zola urii der Anfrage zu wenden, ob die Behauptung der „Rowoje Wremja" irgend welche Berechtigung hätte. Hierauf erhielt er folgende Antwort; „Hochgeehrter Herr: Lic schreiben mir, das; einige russische Journale mir eine Mitarbeiterschaft an dem Buche Trurrwud's -La Franc»- jum*- znschreiben. und Lic fragen, was daran Wahrheit sei. Run diese Reuigkeir m einfach — eine blödsinnige. Alle meine Werke sind Beweise genug, um meine Mitarbeiterschaft au einem Buche zu widerlegen, in welchem ich die Form, die Wettanschannng, die Mittel und die Tendenz gleich verdamme. (5*mi 1. Iota. # c n i i l c t o tu Wichset. c»r;L!;!ru!g von Kob». Bermner von Gabriel. '(Fortsetzung.) Golziugcrs. von grobkörnigen. weihrauchgefchwängerteü Schmeicheleien erfüllter Brief, hätte unter allen Umständen auf den dummen stolzen Major einen günstigen Eindruck gemacht, aber das Lchreiben war überdies zu einem Zeitpunkte augelangr, wie stch ihn Golstnger für feine Projekte, nicht günstiger darre wünschen können. — Major Baron Hvrnek war kein beliebter Mann und sübrre in Wien kein angeiwtmres hkcden. Adelige Greife, die ilun seine Mesalliance nie verzeihen konnten, wiesen ihn und ferne Frau zurück, in Bürgerkreistn

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