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Der Israelit · 1886-11-04 · Heft 86 (4.11.1886) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 86 (4.11.1886)
Date
1886-11-04
Page
– (sequence 4)
Language
German
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U'n-iT eit'sich. s-lUn|\i)vim’ii üIht bu~> Schluchten non '.Well und uder die Iluschbcichari, noch sulche Lider Thicc schul'., so das; dieses «besuch sich ans leine» einzigen Gesevespavagraphen mUu'i, kann. Merkwürdiger Weise wird in dem (besuche noch verlangt, es möchten die Schlachtungen in den öffentlichen 3d)Sav1)ibiinkiu und den Prwaüchrächlercien d:rrch Schlag oder Schuß geschehen. Cs wird diese den, engen Horizonte der Thierschulwereine entsprungene Forderung dnrch die Thalsache tlluftvirt, das; in den bedeutendsten Schlachtanstalten des >iontinents, wie in denjenigen von Paris, Brüssel, Amsterdam, Berlin, Dresden, München und Wien, also in wohlbeairssichtigttn (ytöMufniientcii, nirgends die Thiere weder dnrch die Driftnoch durch die Schußmaslc getödtet werden; überall wird die Beraubung der Schlachudiere mirtelst eines Schlages auf das Schädeldach hervorgerufen. Bon allen Schweizer Städten machen einzig Basel und 'Bern von diesem bis jetzt bewäbrresien Verfahren eine Ausnahme, indem in Basel die Tödnmg der Schlachtthkere mittelst der Schnßmaske und in Bern mittelst der Srifrmaske stattnndel. (y§ gehr aus dem Gcsagtcn zur Evidenz hervor, daß, so lange die Ansichten über die Vorzüge der verschiedenen Schlachwersahren in 'Wirklichkeit noch so stark dinerircn, an die Ciirführung einer einheitlichen Tödmugsart gar nichi gedacht werden kann. Cs rvixd nnßreirig das Schächten wegen des raschen Verblutens des LhiercS und wegen der damit in Verbindung stehenden sehr guten Ileischgnalität eine bevorzugte Stellung unter den sämrmlichcn Schlacht- Methoden cinnehmen. ' Zinn Schlüße noch die Bemerkung, daß der löbl. Thierschntzverein gegenwärtig ganz andere, viel fruchtbringendere und gememnnnigere (Gebiete bearbeiten könnte, für die ihm ein kompetentes Unheil vielleicht weniger abgesprochen werden dürfte. Zcitunasrrachrichtcrr n:rd 0 orresponVengLn. - De u t s ch l a n d. ÄtZürzdorg. . Die kgl. Regierung bestätigte dnrch Cntschlißnng vom üs. Sk:, den Beschluß des .Kuratoriums der isr. Prävarandenichule v.i Höchborg. daß dern deiner an genannter Anstalt. Rarban Cimwege, die Zeitung derselben in stets widerruflicher Weife übertragen werde, und daß Ciehwege Tire!, Rettne und Bstülneu eines Hauvtlebrers an den staatlichen Vravarandenschnlen. ebne das RcLr zur Tiiumlinu} bei der Verwaltung des Anstattsbermvgens, erhalte. «Gleichzeitig wurde genehuiigt, daß der Rabbimus Kandidat M. P. H. Wechsler ans Schlvabach als .'lleligionslehrer an genannter Anstalt ausgestellt werde. Berlin, :rl. Dktober. Das hiesige Rabbiner- Seininar har seine Vorlesungen am d. begonnen. Die Anstalt erhielt wiederum einenZuwachs von 5 deutschen Gymnasialabitnrienten, so daß die Iregnenz der gegenwärtigen Zöglinge die Höhe von -12 erreicht hat. — Die hiesige jüdische Gemeinde hat in der Friedrichstadt eine .zweite RcligionSschnle errichtet und zum weiter derselben Dr. Äpolant ernannt. — Lbic verschiedene hiesige Blätter melden, ist der Missionar Clias Cohn, eine der kölnischsten Figuren in der antisemitischen Hcykomödie, hi Silben verhaftet worden, da er in der dortigen Synagoge durch anhaltenden l'iinu den Gottesdienst störte. Herr Joachimstha l. das Haupt der Vcrlincr Anri-^chächt-Propaganba, den wir, dem Flamen nach zu schließen, „anscheinend für einen Juden" gehalten hallen, ist, wie man nnS mittheilt. schon seit langer Zeit aus seinem jüdischen Bekenntnisse geschieden — Die „Historische Commission" des D. T. G. B. hak, wie wir hören, zur Sichtung der zahlreichen hebräischen Materialien einen jüdischen, der Berliner Universität nahestehenden (belehrten gewonnen. ^rattkfrrrt a. M., l. November. In derselben Stunde, in welcher der Freiherr, Herr M ay e r Carl von Rothschild aus dem diesseitigen beben schied, hauchte hier mich ein Mann seine reine Seele aus, dessen ganzes irdisches Wirken ein echt jüdisches in des Wortes edelster Bedeutung gewesen ist. Herr Jacob Gans war ein w"iw‘ seltener Art und ein wirklich frommer und braver 'T>rr, seine rr*r\i suchte er besonders dadurch zu verhängen. daß er fters bernbefliffene in gastfreundlichster Weife an fein Haus heranzoa, um mit ihnen zusammen rrrrr zu lernen' dabei übte er -cn nach allen Richtungen hin, mehr als feine Verhältnisse cs ihm erlaubten. In der zweiten .-"i'i-Rachr wurde dieser wackere Mann plövlich von einem Gehirnschlage getroffen und -U 2Waben darauf ist er feinen beider: erlegen. Die aUgeureinc Theilnabme der ganzen r(7rp gab nc!i sowohl durch die nngewölmlrche Bcrheiligung. beim Leichenbegängnis; wie durch unaufhörliche Besuche während der r^zr kund. Möge 2"*rn der um ihren Gauen trauernden I-rcuff Trost senden und ihr verstehen. ihre zum Ther! noch kleinen minder in dem frommen Geiste des Tabruqes-LLedeueu weiter zu erziehen. 6.

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