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Der Israelit · 1886-11-04 · Heft 86 (4.11.1886) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 86 (4.11.1886)
Date
1886-11-04
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Hentrat - Hrgan für das orthodoxe Iudenthum. - HeranSgegebcnvon l»i'. Letzmattn D o n « t v ft a g, d e »« I. o v c m der S« 17 (I8dt«). . Leitende Artikel. AVrajjam. b M «ins,' I.. November.- Fn der von uns in>' vorigen (Gpitel angeführten Talmndstelle (Abodah faval) - I .s b.‘ n»d fnunj bcifjt eS iveiter: „Heil dein Moinic, bei.., mit beut SlU'fle der Sünder nicht stnnd daS ist' unser Vater Abraham, der unter den Männern van Sodom mcht verweilen wollte, wie es heißt: „Und die Männer von Sodom waren dose und sündig gegen de» Elvigen gar sehr" (I. Lv iti. (s. i:t. 'b. in), böse gegen die Rebenntensehen und sündig' gegen (Hott; sie kannten ihren Schöpfer und ginnen daraus silnS, sieh gegen Ihn zn empören. . VI18 Abraham seine Heimath verließ, »m das von (Hott ihm verheißene Land einfznsnchen, nahm er seinen Brndersohn und Schwager üot mit sieh. Und (Hott segnete den Abraham, und er ward sehr reich und er gelaugte in den Besitz großer Hcerden, und weil Lot mit Abraham zog, so wurde auch er des göttliche» Segens theilhaftig. Da entstand Streit zwischen den Hirten Abrahams uizd denen Lot's. ZLic der Herr, so die (knechte. Die Hirten Abraham's trieben das. Esieh nicht ans fremder Leute Felder. Die Hirten Lot's aber glaubten dazu daS Recht zu haben. Sie sprachen: (Hott hat dem Abraham da8 Land geschenkt; Abraham hat keine .(linder, und Lot ist sein,'Erbe; folglich ist das ganze Land unser. Roch /aber wohnte der (kenaani und der Perisi im Lande, itiib diese waren »och im Besitze desselben. ,Daher wollten die .Lnechtc Abraham's nicht zngebcn, daß die Hirten Lot's den Besitzern des Landes Schaden znfngten. So stritten die Hirten miteinander, und damit der Streit nicht größere'Ansdehnuiig/gewinne, beschloß Abraham sich von Lot zn trennen, und ließ ihm die Wahl, >vo er sein Aufenthalt nehmenwolle. DaS heilige Land war damals eines der gesegnetsten Länder der. Erde und innerhalb desselben warder schönste Landstrich der (kreis, dessen Hauptstadt Sodom war. Wo seht das tobte Meer seine schweren, salzigen 'Flgthen wälz!, befanck sich ein vom Jordan durchzogenes Thal. Zur Regenszeit überflnthete der Iordani das ganze Thal nnd tränkte es und machte es fruchtbar, ivie noch heute der anstretende Ril das Land Mizrajim befruchtet, lind Lot erhob seine Augen und sah dieses wunderbar schone, vom Jordan dnrchtränkte Thal, das da war >vie ein Gärten Gottes, ivie das Land Mizrajim. Aegpp teil »rar die Kornkammer der alten Welt.; aber die Frnchtbänme gedeihen nicht sonderlich daselbst, wie wir es' auch. erwähnt finden, daß Jakob . köstliche Banmfrüchte zum Geschenke für den Herrscher in Aegypten bestimmte, weil diese in .Mizrajim selten sind. Das Iordanthal aber hatte einen doppelten Vorzug; es glich in Bezug ans die Frnchtbänme dem Garten Gottes^ dem Paradiese, von dem es heißt: „Und es ließ wachsest der Ewige (Hott ans der Erde alle Bäume, lieblich zu schanen nnd gut znnr Essen." An Ackerland und Wiesenseid -glich das Iordanthal dem Lande Mizrajim, dem srnchtbarstcn Lande der Welt. Lot wählte dieses Thal zn seinem Aufenthaltsorte. Warum war Abraham nicht dorthin gezogen, um in dieser köstlichen Gegend, die ungefähr dreißig Onadratmeilen umfaßte, seinen ständige» Aufenthalt zn nehnrrn? Die heilige Schrift gibt uns ans diese Frage die Antwort, indem, sie uns berichtet: die Männer von Sodom waren böse und sündig gegen Gott gar'sehr. Durch die Fülle des Guten, das ihr Land ihnen lieferte, waren, sie übcrntüthig geworden. ES fehlte ihnen an gar nichts; Gold und Silber holten sie ans ihren Bergen, und.edle Steine.

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