Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 99 (20.12.1886)
- Date
- 1886-12-20
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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1727 ölen Interessen durch den ausgestellt gewesenen Herrn Verweser Distriktsrabbiner X Adler, >kitzi"geu. in Nester Weise gesorgt wurde, so herrscht ttt dein grössten Theile unserer Gemeinden ein tief religiöser Sinn, und wirken in denselben gesinmuigstüchtige, bcrnsscisrige Rcligionslehrer; es kann inithin von Wahrnehmung „vielfacher Mißftände" nnmöglich die Rede sein.. Auch wir wünsche,! innigst, das; Herr Rabbiner Vr. Deutsch Energie und Thatkraft entfalten möge, nicht, um die unseres Trachtens sich bisher nicht ergebenen vielfachen Mißftände zu beseitigen, sondern um den NavlnalS-Dtltrtkt und dessen Schule» auf jener Höhe zu erhalten, auf welche dieselben durch die gesegnete Wirksamkeit der Vorgänger des Herrn vr. Deutsch gebracht wurden. Tic» wird denk Letztgenannten sicher aber durch Wort und gutes Beispiel gelingen, ohne daß er dcßhalb „die Unterstützung der k. Distriktsbehörden" zu beanspruchen braucht. Berlin, 12. Dez. Der Verein „Esra", Verband „Berlin" hat seine Thätigkeit, die er mit dem Bortrag des Herrn vr. Herzberg begonnen, erfolgreich mit einem Eonccrt fortgesetzt, das einen überaus glänzenden Verlauf nahni. Auch die pecuniäre Seite war zufriedenstellend, da das Eonccrt eincu beträchtlichen Ueberschuß ergab. Das Eentral-Comitö hat wieder eine Sendung von 400 Mark durch Vermittelung des Herrn vr. Hildesheimer nach Palästina für das Torf Jeffud Hamaaloh gesandt und hofft, da. bereits weitere 400 Mark vorhanden und bei der Jahresabrechnung noch aus den Zweigvereinen größere Geldsummen zu erwarten sind, bald eine nochmalige Sendung machen zu können. Bisher sind in diesem Jahre 1000 Mark nach Palästina gesandt worden. Im Monat Januar wird ein ganz genau dctaiüirtcr Rechenschaftsbericht erscheinen. Cvltt. Dem Rechenschaftsbericht des Vereines des jüdischen Lehrer-Seminars in Rheinland zu Eöln für 1885, das neunzehnte Jahr seines Bestehens, entnehmen wir: In diesem Jahre haben wiederum II aus der Anstalt hervorgegangene Zöglinge die staatliche Prüfung bestanden und als Religion»- und Elemeniarlehrer Verwendung gefunden. Die zahlreichen Lehrergesuche, welche von Gemeinden in allen Theilen unseres Vaterlandes an uns gerichtet werden, und die fast ausnahuislos erfreulichen Berichte, welche wir über das pflichttreue Berhauen und die ftgcnsrcichc Wirksamkeit der ans unserer Anstalt hervorgegangenen Lehrer empfangen, bezeugen die nachhaltig heilbringende Wirkung des in derselben waltenden ans dem Born unseres hei« llgen SchriftthlNtts geschöpften jüdisch-religiösen Geistes ans die Ehgrakterblldnng der ihrer Fnhrnng und llntmveisnng anvertranten Jünglinge. — Mit dem Beginne des Wintersemesters sind wiederum ia junge Leute cingetreten, so daß die Anstalt jetzt von U2 Schülern besucht wird. Da alljährlich aus verschiedenen liegenden neue Zöglinge zngeführt werden, deren bisheriger Bildungsgang selbstverständlich sehr verschieden und bezüglich einzelner TiSciplineu oft sehr nngleichuläßig war, so begegnet die Unterweisung derselben besonder» Schwierigkeiten und es bedarf einer geraumen Zeit, um dieselben zum Zwecke der nunmehrigen gemeinsamen gleichmäßigen Fortbildung in unserer Anstalt allmählich zu assimiliren. Das Seminar würde ein ungleich besseres Unterrichtscrgcbniß erzielen und doch den Zöglingen die Lösung ihrer Aufgabe wesentlich erleichtern können, wenn wir eine Präparandcnanftalt mit zweijährigem Eursus besäßen, in welche dieselben in einem früheren bildungsfähigeren Lebensalter cintreteu könnten, um für das Seminar und im Sinne desselben nach einheitlichem Plane vorgebildet zu werden. Da unser neuerrichtetcs Seminargebäude die dazu erforderlichen Lehrräume bereits darbietet, so steht der Verwirklichung unseres Wunsches, dieselben zu benutzen, um dem Seminar den untcrrichtlichen Unterbau zu schaffen, nichts entgegen als der Mangel an Geldmittclu zur Beköstigung der aufzunchnrcuden Schüler sowie' zur 'Besoldung der für eine Präparandenanstalt zu gewinnenden besonderen Lehrkräfte. Aus naheliegenden Gründen muß mrse^Streben mehr auf eine intensive Stärkung der unternchtlichen und erziehlichen Leistungsfähigkeit des Seminars, als ans eine Erweiterung des Wirkungskreises desselben durch Vermehrung der Schülerzahl gerichtet sein, und es bedarf wohl nur dieses Hinweises, um den so oft und so ausdauernd betätigten hochherzigen Eifer unserer Freunde nunmehr auch zur Hcrbcischaffung der für eine so wünschenswerthe Vervollständigung unserer Lehrveranstaltung unentbehrlichen äußeren Mittel energisch anzuregen. Wir wagen diese unsere Bitte im Vertrauen auf die altbewährten Verheißungen unserer Gotteslehre und den nie ermüdenden Wohlthätigkeitssum ihrer Bekenner und Verehrer. Insbesondere aber wenden wir uns an diejenigen Brüder und Schwestern, die Gott mir Glücksgüt-rn und nicht mit Kindern gesegnet hat. — Mögen sie ihr ewiges Seelenheil durch eine fromme Stiftung begründen und sich eines ewigen ehrenden