Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 99 (20.12.1886)
- Date
- 1886-12-20
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2446951-2449600-2449693--25546-2515002- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
1726 der lör. Gemeinde von NM M. Dank dieser edlen Gabe, war nur ein Grundstein zur Cvividjliina diu** InterikateS gelegt. . Um dann so schnell als 1hnnlich>das7Interuat iii$ Leben rufen m können, veranstaltete der Großh. Oberrath bet säinmtlkchen lsr. Gemelndeu des Landes ank vergangenen Purim eine Eollckte, welche die schöne Summe von 15,675 M. ergab. Das.Internat. ijVnun seit l. November d. I. errichtet, und trägt den Name»- „Israelitisches Landesstift". Die Stiftung steht unter der Verwaltung des Großh. Negierungsrathes Oberrath Dr. Mayer in Karlsruhe; als Direktor der Anstalt ist Rabbiner Dr. Treitel ernannt. Die Seminarzöglinge erhalten nun gemeinschaftliche Pension, gegen ganz geringe Vergütung, und Unterricht zur Heranbildung tüchtiger Neligionslchrer, als auch Ehasonim, welch Letzterer Unterricht den Herrn Eantoren Rubin und Neichenbcrgcr übertragen ist; und wünschen Wir dem neuen Institute Gottes Segen. — Zu wünschen wäre es, wenn wohlhabende, namentlich kinderlose Ehegatten zu Gunsten dieses Stiftes, Verfügungen treffen; da ja Unterstütznng zur Heranbildung tüchtiger Neligionslchrer, Hebung und Fördening unserer, heiligen Religion ist. .nz D'p'jnB*? D"n yy Burgpreppach, 16. Dez. Am 19. Kislerv, denr Todestage des im vorigen Jahre verstorbenen Distrittsrabbiners Abraham Hirsch versammelte unser derzeitiger Rabbiner, Herr Dr. Deutsch, die Mitglieder der hiesigen israelitischen Cultusgcmeinde, sowie der Gemeinden des Distrikts zur Abhaltung einer Gedächtmßfeier sür den Verewigten. Dieselbe nahm um 1 Uhr Mittags in hiesiger festlich erleuchteten Synagoge ihre» Anfang und wurde durch einen Choral und Psalmrecitatiouen eingeleitet. Hierauf bestieg Herr Rabbiner Dr. Deutsch die Kanzel zur Abhaltung der Gedächtnißrcde. Dieselbe währte eine volle Stunde und wurde mit der diesem Redner eigenen Meisterschaft vorgctragcn. Wie wir hören, beabsichtigt die Verwaltung der „Talnmd-Thora-Schule" sie denr diesjährigen Rechenschaftsberichte verdrucken zu lassen. Erwähnenswerth ist, daß die Geistlichkeit des hiesigen und benachbarten Ortes. derVürgermeister, sowie zahlreiche angesehene christliche Familien der Feier bis zum Schluffe untanwohnten und mit Begeisterung von derselben schieden. M.-Gladbach, im Dezember. Mit Freuden beeile ich uiich, den Lesern Ihrer geschätzte» Zeitung von einer Festlichkeit zu berichten, die am 12. d. M. abgehaltcn wurde. Tie cncn PYyrj rn-n feierte nämlich ihr «urjähriges Stiftungsfest. Me mußte doch da das Herz vor Freude schwellen, als sich schon bei Beginn dieses schonen Festes eine so heitere utib doch so würdige Stimmung aller Anwesendcn bemächtigt hatte. Vor Beginn des Festmahles stattete der Vorsitzende Bericht ab über die Leistungen des Vereins im verflossene» Jahr und schloß mit der Bitte, auch ferner den Verein i» seinem edlen Strebet! zu unterstütze». Bei einer Anzahl von 5:r Mitgliedern betrugen die Einnahmen iix» M., die Ausgaben 115.'! M. Neben dieser nun. welche allabendlich sür einen Vortrag religiösen Inhalts sorgt und den Unbemittelten der hiesigen Gemeinde ihre Hilfe angedeihen läßt, besteht hiernach eineicn rcnx rrcn, welche auswärtige und durchreisende Arme unterstützt und eine L'L'2 mun, die in wohlthätiger Weife für beide Zwecke wirkt. In Wirklichkeit ist es diesen Vereinen auch gelungen, so manche Thräne zu trocknen, so manchen Lechzenden zn laben, so manchen Lichtstrahl der Freude auf die kummerbleichen Wangen der Armen zn locken. Im weiteren Verlauf des Festes wurden mehrere Toaste auf das Blühen und Gedeihen des Vereins ausgebracht. Alle Redner schloffen mit dem Wunsche, daß diese edle Tugend, die Wohlthätigkeit, auch ferner in diesem Maße hier geübt werden möge. Am Schluffe wurde das Tischgebet versteigert und wurden für dasselbe 225 M. erzielt. Dieser Betrag soll verwendet werden, um zwei hiesigen unbemittelten Familien einen Theil der Bedürfnisse sür den Winter zu verschaffen. So verlief denn das Fest in schönster Weise. Möge das edle Streben der hiesigen Gemeinde recht viele Nachahmung finden in Gemeinden, wo solche Vereine noch nicht bestehen, uz*} tjrr -&P npw. „Säet Euch Wohlthätigkeit ans, so werdet Ihr ernten nach dem Maße Eurer Liebe." R. Ans dem Grabfclde, 13. Dez. In einer der jüngsten Nunrmern des „Israelit" schildert cm Correspondent das Wirken unseres jetzigen Herrn Rabbiners; in dem sichtlichen Bestreben, den letzteren zu loben, werden die EulLusverwaltungen scharf getadelt, wogegen wir Protest erheben muffen. Wer die beregte Eorrespondenz Liest, muß zn der Annahme gelangen, daß in unsrem Rabbknats-Tistritte seit dem Tode unseres unvergeßlichen Rabbiners Hirsch alles außer Rand und Band gegangensei. Ties ist aber Gott sei Tank durchaus nicht der Fall. Abgesehen davon, daß sür die Wahrung der religi-