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Der Israelit · 1886-12-23 · Heft 100 (23.12.1886) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 100 (23.12.1886)
Date
1886-12-23
Page
– (sequence 18)
Language
German
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1750 bezelchneten Zeit auf Grund bestandener Prüfung die Aufnahme unter die Zahl der zum geistlichen Amt berechtigten Eandidaten erlangt, so sind sie gänzlich von der Militürdicnstpflicht befreit." — Dieser Antrag ist in der Freitagssitznug der Neichtags-Kommision zur Berathung gelangt und mit zwanzig gegen acht Stimmen angenommen worden. Gegen den Antrag stimmten die Freisinnigen, die Sozialdemokraten und zwei nationalliberalc Abgeordnete. Von ultramontaner und konservativer Seite wurde der Antrag dringend befürwortet-und hervorgehoben, wie wenig würdevoll es erscheine, daß die Geistlichen von jedem NnLerofsizier „angeranzt" würden, während der Ab-?^ordnete Richter gegen die Privilegien eines bconderen Standes Einspruch erhob. Der Kriegsminister erklärte, daß die Regierung dem Anträge sympathisch gegenüberstehe, doch stünde dieser mit der Militärvorlage in keinem Zusammenhänge. Der Antragsteller kündete für die zweite Lesung eine andere Fassung desAntrages an. Nach alledem scheint die Annahme des Antrags durch das Plenum und voraussichtlich auch durch die Negierung" gesichert. Irren wir nicht, so hat ein ähnlicher Antrag schon wiederholt dem Reichstage Vorgelegen, allerdings ohne Erfolg. Der Abgeordnete Laster erhob s. Z. princivielle Bedenken, die in der Befürchtung gipfelten, daß sich zum theologischen Studium Elemente drängen könnten, deren wissentschastlkche und sittliche Qualifikation sie vom Stande des Geistlichen ausfchließen sollte. Wir theilen diese Bedenken nicht. Allerdings werden die Direktoren der Rabbiner-Seminare bei der Aufnahme von Zöglingen mit st r e n g ft er Rigorosität Vorgehen müssen, die schon jetzt bei der Uebersülle der Aspiranten geboten erscheint. Es kommen hierbei ja fast allein das Berliner Rabbinersemiuar wie die Breslauer Anstalt in Betracht, da die dritte Anstalt zur Ausbildung von Rabbinern, die Berliner „Hochschule", in ihrer überwiegenden Mehrheit von Ausländern frequentirt wird. Auf jeden Fall dürfte es gerathen erscheinen, daß die leitenden Persönlichkeiten den Reichstag über die einschlägigen Verhältnisse genauestens informirten, damit schließlich nicht im Plenum die Unkenntniß derselben zu Beschränkungen führe, die sich unseren Interessen als schädlich erweisen könnten. Den Antrag selbst begrüßen wir mit inniger Freude. Bl. Frankfurt a. M. Freifrau Mayer Carl v. R o t h s ch i l d hat in Ausführung des Testamentes ihres verewigten Gemahls 10,000 M. dem Almosenkaften der israelitischen Gemeinde überwiesen. Freifrau M. C. von Rothschild hat weiter an folgende israelitische Wohlthätigkeitsvereine Legate vertheilt: Frauenverein M. 20.000, Volksschule M. 20.000, Gcmeindehospital 30.000, Waisenanstalt M. 6000, Ausjteuerungsverein M. 3000, Hilfsverein M. 2000, Kranken- Unterstützungskasie M. 5000, Krankenkasse M. 4500. Enjeifit tu CCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCQGQCOCQOQCXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX [ 2Abonnements- und Inseraten - Annahme für Frankfurt a.M. bei I. Kauffmann. Buchhandlung; für j j Han-Lurg brr Ä. Gsldfrhrnidt, Buchhandlung, »yhlhöfen Nr. 35: für {Söln bei Üco tivant, Stein felbagaffe I; | i für München bei N. Bettelhcim, Färbergraben LS; für Fürrh in Bayern bei M. Dornberger, hehr. u. deutsche j! Buchhandlung: in Böhmen, 2).ähren und öftere. Schlesien bei Jacob B. BrandciS» Buchhandlung in Prag. 5 CCCCC aCGCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCC0CCCCCCCCCCQgXXXXXXXXXXXXXXXX30d Für den folgenden Theil ist die Redaetion nicht verantwortlich. 6>ie Stelle eines ClementarlehrcrS, & CantorS u. Schächters iü in hiesiger Synagogen - Gemeinde sofort, evenr. per 1. April ISS*;u besetzen. Rrftecrantra wollen sich an den Unterzeichneten wenden. HannSv.-ML»den, Dezember 1886. Der Svnagogen-Vorstand (HO Löwenthal. Aür ein Landesvroducten - Geschäft in ö Frankfun a. M. wird er» Magazinier gesucht. Samstag und isr. FeieNage geschloffen. Offenen unter Chiffre W. X. 236 an die Annoncen-Expedition von I. Kasffsa»» in Frankfurt a. R. f620L Our gründlichen Erlernung der Kochfünf: suche für meine l 7 jährige Tochter, welche gesund und kräkrig und in allen Haus- und Handarbeiten erfahren ist, Stellung in einem gurrenommirren jüd. Hürel oder in einem seinen religiösen Privat- Gefall. Offenen <und Neferenzanzabe);u richten an 6t. Sender. Lehrer. 6190] Tholey TrierX

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