Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 73 (13.9.1886)
- Date
- 1886-09-13
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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xxvh. M 711* MIWHI! \) l '/ \?\r \S V' v Ein Zentral - Hrgan für das orthodo.re Iudenthnm. Herausgegeben von EPr. Lehma»» in Mainz. Montag, de u 13. ScPi cm v c r SZLG (L886). Leitender Artikel. Die Sprüche der Mter. II. Buch/ zweite Abtherlnug. XXXVIII. Mainz, 9. September, p r.na t6i n^sVcr» -py vh -nr-j* 4'-n t«n w. •£> pw: ,ronn rron mtf? ex .n:cs bui'b?T.n ,Tifes®..03».^.t&sr» ..iTCN?p..>p xir, p«r. Ä#rayi ~ :*a5~Tnj£» D'p’ü 5^ fosr’Via* pm „Er pflegte zu sagen: Nicht dir liegt es ob, die Arbeit zu vollenden; du hast aber auch nicht die Freiheit, dich ihr zu entziehen. Wenn du viel Thora gelernt hast, so gibt man dir vielen Lohn, und zuverlässig ist der Herr deiner Arbeit, das; Er dir bezahlen wird, den Lohn deines Wirkens, und wisse, daß die Verabfolgung des Lohnes der Frommen in der zukünftigen Welt statifindet." Nach - Rabbi Samuel de Ofcda bat Rabbi Tarphon befürchtet, daß die Strenge seines vorhergehenden Ausspruches Viele von der Beschäftigung mit der Gotteslchrc und von der Vollziehung der Gottesgebote abhalren würde. Wenn die Lebenszeit zu kurz ist, um die Fülle der Arbeit zu bewältigeu, so fängt man lieber gar nicht zu arbeiten an, ehe man dieselbe unvollendet läßt. Tcßhalb fügt: er in seinem zweiten Ausspruch hinzu: Dir liegt' cs nicht ob, die Arbeit zu vollenden; du hast aber auch nicht die Freiheit, dich ihr zu entziehe». — Diesen Gedanken finden wir auch in: Midrasch (Debarim Rabbah E. 8.) ausgesprochen: Der Thor kommt in das Lehrhaus und erkundigt sich. was alles er zu lernen habe. Man sagt ihm, das; er vor allen Dingen die heilige Schrift imrchabe muffe, daß sich daran die mündliche Lehre schließe, die sechs Ordnungen der Mischnah mit ihren sechszig Maßechtoth, all die Bücher des Talmud und die sich daraus ergebenden Halachoth und Agadoth. Da er sicht, daß es so außerordentlich' viel zn lernen gibt, zieht er cs vor, gar nicht anzufangcn, wie cs heißt (Mischte C. 24. V. 7.): „Dem Thoren sind die Wissenschaften unübersteigliche Höhen; dcßhalb zieht er es vor, im Lehrhause den Mund nicht zu öffnen." Der Thor! er weiß nicht, daß die Wissenschaften nach und nach erworben werden, daß man allmählich immer weiter und tiefer cindringt in das Reich des Wissens. So lehren auch die Wersen im Midrasch (Schir Harschirim Rabbah E. 1.): Verglichen sind die Worte der Gotteslehre dem Wasser. Wie der Regen Vorn Himmel tropfenweise niederflicßt und sich zu Bächen und Strömen ansammelt, so kann auch der Mensch die Worte der Gorteslehre gleichsam tropfenweise in sich aufnehmen, zwei Halachoth heute, zwei Halachoth morgen, bis er wird wie ein stets wachsender Strom." Auch Toßapoth (Menachoth 99 d.) erklären unsre Mischnah in derseben Weise. Dort heißt cs in der Gemara: rsin 7b? irr Vfr nun nsi bsycsr* Ji 'n s:n :po ~sc2b 'szn nns w „Im Lehrbause des Rabbi Jischmacl lehrte man: Tie'Worte der Thora sollen- -dir nicht sein wie eine Schuld, und du hast nicht das Recht, dich von ihnen zn befreien." Toßavoth geben zu diesen: Ausspruche drei Erklärungen; die erste ist die Rafchi's: Betrachte die Tlwra, das heißt, das Erlernen derselben, nicht wie eine Schuld, die du bezahlen mrrßr, wie ein Mensch, der eine Schuld zu tilgen har und spricht: Wann werde ich sie bezahlen und frei [eia? Mo