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Der Israelit · 1886-09-06 · Heft 71 (6.9.1886) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 71 (6.9.1886)
Date
1886-09-06
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Aeltmrnöttarhrichtett tmb (Lorrespottdenze»». (5 n fl l n ji b. Grmelchoferr in Mittelsranken, im Av (Unlieb verspätet). Die hiesige Gemeinde feierte am iLM ros? ein Fest, welches der Ehre unserer peil. Thora flalt und. den Beweis lieferte, das; die hies. Gemeinde keine Geldmittel scheut, wenn es. sich darum handelt, unsere heil. Thora zu verherrlichen. Am genannten Tage waren es 25 Jahre, daß von den Gcmeindemitgliedern ein neues ieq gestiftet und eingeweiht wurde, und sollte dieser Jubilüumstag in festlicher Weise begangen werden, -schon vor einem Jahre regte unser Enltusvorsteher Herr Hermann Oesterreicher diese Feier an, und machte den Lorschlag, an diesem neue enpn ^>3 für jenes ->so zu stiften. Es wurde ein EomitL gebildet und wurden die entstandenen Kosten meistens durch freiwillige monatliche Beiträge gedeckt. Die Feier wurde am Freitag, Abends, durch eine gesellige Unterhaltung eröffnet; Herr Lehrer Hubert begrüßte den zu dieser Feier erschienenen Herrn Tistr.-Rabbiner Grünbaum aus Ansbach, die zahlreich angekommencn fremden Gäste und den anwesenden Herrn Kgl. Bahnexpeditor Bock; er hob in seiner Rede besonders hervor, wie sehr die Gemeinde sich freue, ihren altverehrten Herrn Rabbiner bei diesem Feste in ihrer Mitte weilen zu scheu. H.Distr.-Nabiner Gr. erwiderte, wie angenehm es ihm sei, einer solchen Feier in hies. Gemeinde anwohnen zu können, gedachte der Verstorbenen, die vor 25 Jahren bei der Stiftung mitwirkteu, und hob die Einigkeit und den religiösen Sinn der, Gemeingemitglieder hervor, die die vielen Ausgaben nicht scheuten, um dieses Fest zu veranstalten; der H. kgl. Bahnexpeditor Bock dankte für die ihm zu Theil gewordene Einladung, sein Hoch galt beni verehrlichcn Herrn Distr.-Ravbiner. Am Samstag Morgen, eine Stunde nach dem NTw-Gcbete, stellte sich der Festzug vor der Synagoge auf; die Schuljugend mir dem Herrn Lehrer und II. Vorstand, die Knaben mit Fähnchen, hierauf die Festdamen, dann das 7*:d mir Begleitung von 2 Personen, der Herr Distrikts-Rabbiner, von dem I. Vorstände und dem pensionirten Herrn Lehrer Eohu begleitet, dann die hiesige politische Gemeindeverwaltung mit dem Herrn hehrer und kgl. Bahnerpeditor, die hies. Gemeindemitglieder und am Schluß die auswärtigen, zahlreich erschienenen Gäste. Der Zug bewegte sich durch das Dorf an die Friedcnslinde; dort war eine Tribüne errichtet und wurden die znpn *73 (2-.-. p7) mir einer sinnigen Ansprache von einer Festdame dem Herrn Rabbiner überreicht, mit der Bitte, dieselbe als Schnrnck »ab Zierde an dem ied iiiibriitfleii zu wollen. Herr D.-R. Gr. erwiderte in einer denr heiligen Akte entsprechenden trefflichen Rede, kam dem Aufträge nach und befestigte die unpn '73 an das 120. Der Zug ging dann in die festlich dekorirte Synagoge und fmiutc diese die zahlreich erschienenen Gäste kaum fassen; die Feier in der Synagoge begann mit ^.23 yx; es wurde» alle c-73 unter Absingnng des. 'n w« wie am rnin pnsv ausgehoben; hierauf wurden die 2^3 den 72'n zurückgebracht, und minn ntr-p geschah aus jenem 7£D, welchen! 311 Ehren das Fest gefeiert wurde. Vor Beginn des Mußaphgebets bestieg Herr Tiftr.-Rabb. Gr. die Kanzel und hob in einer ^ständigen Rede die Bedeutung des Tages hervor, mit der Mahnung au _ die Gemeiudemitglieder, wie am heutigen Tage, so auch ferner, stets die Fahne des Judenthums, die heilige Thora, hoch in Ehren zu halten; die geistreiche Rede machte auf alle Anwesenden einen feierlichen, erhebenden Eindruck. So ist nun dieses Fest auf eine würdige, unserer heiligen Thora entsprechenden Weise verlaufen und gab einen trefflichen Beweis von dem in hiesiger ^Gemeinde noch herrschenden religiösen Siun; hauptsächlich gebührt aber der Dank für das Zustandekommen des Festes unserm Herrn EnltusvorstandHr. Oe streich er; derselbe war von Anfang an bis zum Ende thätig, und ihm allein ist es znzuschrciben, daß das Fest einen solchen schönen Verlauf genommen; Dank dem Festcomitö, welches ihm hilfreich zur Seite gestanden und Dank den verehr!. Feftdamen, welche durch ihre Mitwirkung zur Verherrlichung des Festes wesentlich beitrugen. Ir. Berlin. Wie Meyerbeer auf Aufforderung Friedrich Wilhelm IV. Mustkdirektor am Opernhause wurde, darüber bringt der „Bär" interessante Angaben. Friedrich Wilhelm IV. hatte Meyerbeer schon früher ersucht, die Stelle eines General-Musikdirektors zu übernehmen. Der glänzende Erfolg, den die Hugenotten im Sommer 1S42_ erlebten, ließ den König auf seinen früheren Wunsch wieder zurückkonunen, und da Dienerbeer wegen eines Augenübels an dem Mahle nicht hatte Theil nehmen können, welches Friedrich Wilhelm in Sanssouci den nenernaunten Ordensrittern pour le merite — worunter auch Meuerbeer — gab, so wurde er eine Woche später,.als sich sein Nebel etwas gemildert harre, vom Könige zu einer Soiree eingeladen, bei welcher dieser dem Komponisten die zarte Anfmerk-

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