Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 69 (30.8.1886)
- Date
- 1886-08-30
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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tfjcf ocimiDtcu imb in so Flachlivastt'lk nach Ronr yesckileppterl Milcher» icirb Harrdschrislen bcuuwcu sich UK7 hcbr. Munuscripte. VlitHcibcm beschenkte der Herzog Maximilian von Bayern den Papst Gregor X V. mit einer Menge von.Handschriften für die vatikanische Bibliothek, die daselbst die Iliiilwtlie.ka palatina bildet. Auch während der napolconischen Mvicjic wurde ein Thcil hebe. Handschriften nach Frankreich entfuhrt, 1815 aber von der päpstlichen Regierung reklamirt. Tie letzteren gehören heute ebenfalls, mit dem Stempel der franz. Republik versehen, der Vaticana an. -) An dieser <3teftc sei auch Spmoza's gedacht, dem der pfälzische Kurfürst Karl Ludwig „der gebildetste deutsche Fürst seiner Zeit, der auch für die Juden em gewisses Wohlwollen hegte" eine Professur an der Heidelberger Universität anbot, die aber von Erstcrem abgelehnt wurde, indem er in die in Aussicht gestellte Lehrfreiheit und deren Maß einige Zweifel setzte. — Ein Heidelberger Jude, Samuel Oppenheim, (geb. 1630 gest. 1703), der mit brüderlichen Gefühlen seinen unterdrückten Glaubensgenossen zur Seite stand, gewann damals auf beide Fürsten nicht unbedeutenden Einfluß. Gegen 1684 übcrsiedelte er nach Wien, wurde kaiserlicher Hoffaktor und gelangte bald zu solchen Ansehen, das; er in wichtigen Angelegenheiten der jüdische» Gesammtheit stets mit Erfolg m die Schranken trat, wie er cs z. B. gemeinschaftlich mit dem gleich berühmten Samson Wertheimer bezweckte, daß die 2) Bekannt ist, daß Wirke», bst S40 Handschriften damals für Heidelberg reklannrle, 14 hebr. Palatina Hdsch., die ihm gleichfalls zur Verfügung standen, sich entgehen liest. So liege» diese Schätze heute noch in Rom (cf. Lebrecht, die Handschriften des dabr,!. Talmuds S. 77 ff. Lkt. Bl. der jüd. Presse 1876 S. 11). Verbreitung von Gisenmenger's berüchtigtenl Buch durch kaiserlichen Erlös; für Oesterreich verboten wurde. Von ihm wurde auch durch Vermittlung des Prinz Engen zu der berühmten Oppenheimer'schttt Bibliothek der Grund gelegt, die gegenwärtig eine Zierde der Oxforter Bodleiana bildet. 2 3i Als Rabbiner soll der durch seine Lebensschicksale bekannte gelehrte Hirsch Frankel um das Jahr 1700 in H. mehrere Jahre gelebt und eine Schule geleitet haben. 1754 wird ein Selklin Heidelberg erwähnt, der eine geachtete Stellung iu der Frankfurter jüdischen Gemeinde ciunimmt. 1763—1769 war R. Raftali Hirsch Katzenelleubogen (Sohn des 'Rabbiner Moses .Katzeuellenbogen in Ausbach, Schwiegersohn des berühmten Frankfurter Rabbiners Jakob Popers) Rabbiner in H. und der Pfalz. Um mit der Anstalt, deren Jubefeier Veranlassung zu vorliegender Skizze gegeben, mm auch zu schließen, sei noch erwähnt, daß bei einem Jndenkrawalt im September 1819 die Inden von den Heidelberger Studenten, unter Führung der Professoren Taub und Thibaut, gegen den Pöbel geschützt wurden. Möge die Ruperta-Earola auch in der neuen Acra blühen und gedeihen, zum Frommen der Wissenschaft und zum Segen der Menschheit. 3) Wer Oppenbeimcr's große Verdienste keimen lernen will, lese den ihm gewidmeten rührenden Nachruf im Wiener Memorbuch (Jetlinek, Worms und Wien S. 10.) Wocheilkakerrdcr. Freitag, 3. September. 3. Eknl. Samstag» 1. September, 4. Elul. '2 pnc Sabbat-Ausgang 7 Uhr 2L Min. (Mainzer Uhr). n rr 0 st t e rr. Für de« folgende» Theil ist die Rcdactiou nicht vrantwortlich. CYd) suche möglichst sofort oder später ein <%} ordentliches tüchtiges Mädchen, Jüdin, welches kochen kann und Hausarbeit mit besorgt. 4472 Frau M. Frohnhausen, Nordhausern fC*l\ junges Mädchen (mos.) wünscht Stellung als Gesellschafterin. Vnerreu unter Nr. 4 45»3 an die (>rp. dis. Bl. erd. fC9n i M., It'.h. eines grrrc» TctailrEeschäneS in einem Städtchen Bayerns, w. ei» junges Mädchen guten Ebarakrers zu heirathen. Offerten unrcr L. I» 4464 an die irrpeb. dfs. Bl. erb. /^in Israel. Tienstmädchen für Küche u. '1- Hausbakr sucht Rurich (Sstfriesl.) 4446 M. Goldschmidt. Für einen fniigen Mann, der die Schule mir gutem Erfolge adfolvirr Lar. wird in einem größeren Produkrengeschäfir. am liebsten in Frankfurt oder Mannheim. daS am Saöbär- und isracl. Feienagen streng geschloffen ist. eine Stelle als Lehrling gesucht. B stcrren unter L. F. 4400 an die Erpcd. dss. Bl. erberen. <7^ür mein Manufaklurwaare» - Geschäft, ö welches Samstage und Feiertage geschlossen ist. suche einen Lehrling. D. Goldschmidt, 4448 Wikcnhausen d. Gaffel. V^ia Lehrling aus guter .Zannlie mit ZUrer Schulbildung nuder in meinem Eisenu.Nobledergeschäir. welches Samstags und Feierrage geschloffen ist. unrer günstigen Bedingungen sogleich Rninabme. jrost und Logis im "Hauie. 3762) A. Bloch» Floß, Bayern.