Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 69 (30.8.1886)
- Date
- 1886-08-30
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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mciiibcn; für Errichtung und (Svfjaüiuifl guter, gesetzestren flclcilclcr .Oulcldjmb SpeisewirNischasten; für Uiitcrbi'iuflimn lum ^tellesuchenden iu solche Stellnngeti. welche ihnen die Heitighaltnug bc« Sabbats gestatten: für die Anliegen des jüdischen Pstichtlebens von Schülern, Soldaten und Gefangene»; für heilbringende Gestaltung und Entwickelung des jüdisch-religiösen Gemeindclebens durch Verbreitung richtiger £teiuit«i|7c der dasselbe betreffenden religkonsgcsetzlichen Bestimmungen. Jrgendwelches Einschreiten in die inneren Angelegenheiten einer Gemeinde oder ein Einwirken ans das amtliche Verhalten eines Angestellten, sowie die Erörterung politischer Angelegenheiten ist von der Thätigkeit der Vereinigung völlig ausgschlogen. §. 2. Die Vereinigung sucht ihre Zwecke zu erreichen durch die Wirksamkeit ihrer Organe und die Thätigkeit ihrer Mitglieder, durch Förderung der Herausgabe und Verbreitung iu gesetzestreuem Sinne abgefaßter Lehrbücher und populärer Schriften: durch Geldsubventionen. — Diese zwei (resp. 3) Paragraphen sind die eigentlich bestimmenden der iu Rede stehenden Ver- ' einigung; die übrigen beziehen sich auf die Mitgliedschaft, die Organisation, den Dcreinstag, die leitenden Organe, das Vcreinsvermögcn 2c. Möge es der Vereinigung gelingen, n"O"2 ihre hohen und edlen Zwecke zu realisiren. Iie Sprüche der Mäter. II. Buch, zweite Zlbtheilung. XXXIV. Muin5, 20. August. Rabbi Herz Wesel ist der Ansicht, daß die Sentenzen Rabbi Elasars sich anlehnen, an die Lehre Simou's. des Gerechten: Aus drei Dingen besteht die Welt: auf der Gottcslehre. aus dem Gottesdienst, und auf dem Neben von Wohlthaten. — In Bezug auf die Gotteslehre sagt Rabbi Elasar: Sei emsig, die Thora zu erlernen: iu Bezug auf das Neben von Wohlthaten: und wiffe, wie du den Epiknräer zu widerlegen hast; in Bezug auf den Gottesdienst: und erkenne vor wem du dich mühst und wer der Herr deiner Arbeit ist und dag er dir bezahlen wird den Lohn deines Wirkens. rron ts& Tpr >n. In dem Worte Tpr liegen die Begriffe des Sichsehneus, des Sichbemüheus und des Ausharrcus. crry H* -ss „Der Leopard lauert darauf, iu ihre Städte einznsalleu" (Iirm. E. 5». V. 0.). ->21 »in ipn? *3 „Denn ich bemühe mich, eiligst mein Wort anozrrftthren." (Das. E. l. V. i2.). 21^ 2v 2'.' raSn yj nipr? r->a „Heil dem Manne, der aus Mich hört, an^.uharren an Meinen Pforten. Tag für Tag" (Mischte E. 3. V. 3 t.). Rur derjenige, welcher sich nach der Thora sehnt, iu ihr das Köstlichste und Herrlichste zu sindeu hofft, nur derjenige, welcher keine Mühe scheut, die Thora zu erwerben, durch keine Schwierigkeiten sich abschrecken läßt, sondern alle feine rast eiusetzt, in ihre Tiefen eiuzudringen, nur derjenige, welcher in diesem Bemühen die größte Ausdauer entwickelt, sich nicht stören, nicht beirren läßt, sondern unablässig seine Zeit dem Thoraftudium widmet, wird Großes erlangen. wie es heißt: Heit dem Menschen, der auf Mich hört, auszuharren an Meinen Pforten Tag für Tag, zu hüten die Pfosten Meiner Thören; denn wer Blich findet, hat Leben gefunden, und wird hinwegtragen Wohlgefallen vom Ewige». (Mischte C. 8. L. 34. n. 35.) omp^Np 2'ßrnjü jm. „Und wisse, was du dem Epikuräer zu erwidern hast." Die größte Wohlthat, welche der Mensch seinen Mitmenschen zu erweisen vermag, ist die, daß er sie schützt vor der Verführung der Gottlosen. Die Verleitung zu falschen Ansichten har das größte Verderben im Gefolge. Durch sie werden die Menschen untreu ihrem Vater int Himmel, untren ihrer hohen Bestimmung, versinken iu Sünde und Laster, verlieren das diesseitige und das ewige Leben. So nun Jemand den Verführern entgegeutritt, ihre falschen Ansichten Jedem erkennbar als falsch nachweist, so rettet er dadurch feine Mitmenschen vom Verderben, schützt sie vor Sünde und Laster, beglückt sie in dieser Welt und hilft ihnen, das ewige Leben zu erringen. In Bezug auf einen solchen Mann sagt Salomo in seiner Weisheit: Bist du Leise, mein Sohn, so erfreuest du mein Herz, und durch dich gelingt es, die, so mich verlästern, zu widerlegen. (Mischle 15. 27. V. 11.) Pcy nrx 2 jm. „Und erkenne, vor wem du dich mühest." Rabbi Elasar gibt uns hier einen gediegenen Rath, wie wir Gott in Wahrheit dienen sollen. Oft ist die Erfüllung der religiösen Pflichten mir großen Lasten, Mühen und Entbehrungen verknüpft. Damit wir niemals murren oder auch nur unwillig werden, gibt uns Rabbi Elasar de» Rath, stets zu bedenken, daß es der allmächtige Schöpfer des Weltalls, der Könige aller Könige ist, der uns durch Seine Gebote geheiligt hat, und der stets gegenwärtig , ist. zu schauen, wie wir uns in Seinem Dienste mühen. Wenn der Diener eines Fürsten