Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 58 (22.7.1886)
- Date
- 1886-07-22
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
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IM Vleb, das von den tlol»erre«ton der gopresston Trauben ernährt wird. In dem Augenblicke, in welchem wir an da« heil. Werk herantreten, unser verwüstetes Heimatland wieder bewohnbar zu machen, müssen wir dieses nicht auf einem Wege, sondern auf vielen Wegen und auf bestmöglichste Weise versuchen, bis wir den Scbrlftvers zur Erfüllung bringen: »Denn es lieben Deine Diener seine Steine und seinem Staube sind sie hold* (Pu. 102,15.), und zwar in seinem richtigen Sinne, dass näkmlich jeder Fussbreit Erde im Lande unserer Vater Berücksichtigung finde. Auf Grund meiner Beobachtungen in diesem Lande unterliegt es keinem Zweifel, dass wenn die „Zionsfreunde*1 den Entschluss fassen mochten, nach meiner Klarlegung zu verfahren, dann nach wenigen Jahren schon, das ganze Land Juda voll von zahllosen, schon bebauten Weinbergen und gut versorgten Ansiedelungen sein würde. Der Zustand solcher Kolonien wird dann laut und deutlich Kunde geben von dem grossen Keichthume, der in dem Schoosse des Erdbodens verborgen war, dem Wohnsitze unserer Väter «eit unlunkliehen Seiten. ZIau mus» wissoo: Der Hauptgrund, dass bi» heute von einzelnen Männern im heil, Lande nicht viel Boden angokuuft worden ist, liegt in dem Mangel an Mitteln, die nothwendig sind um den Kolonisten freie Bewegung zu schaffen und ihnen eine bequeme und nicht knappe, eine leichte und nicht qualvolle Existenz zu sichern. Für die Gründung der Weinbau-Kolonien fordern wir von unseren Genossen eine Verhältnis« nur sehr geringe Summe. Eine solche Summe besitzen Tausende unserer Brüder, deren Herz und Augen am Lande unserer Väter hängen und die mit dem innigsten Interesse diesem heiligen Gegenstände zugewendet sind, mit dem sie mit ihrem Lebeusblute verknüpft sind. Im Namen der erhabenen Idee der Kolonisation Palästinas erlaube ich mir Ihnen, mein Herr, diese Darlegung zu unterbreiten, dem Boten und Bevollmächtigten der „Zionsfreunde*, und ich hoffe, dass meine Darlegung eine gerechte Beurtheilung und ihre geneigte Billigung finden wird. (Schluss folgt.)' ■1 V-fV Hochgeehrte Vorstände des Vereins TRffQrnsttS Hochedle „Zionsfreuhde“! Seitdem wir unsere Heimath und unsere frühere Beschäftigung verlassen haben, um auf heiligem Boden das Feld zu bauen, seitdem waren wir auch von der Ueberzeugnng durchdrungen, dass unsere edelxnüthigen Brüder, deren Herz , nach Zion sich sehnt, auch Diejenigen nicht aus dem Ange verlieren, welche dort das Land bearbeiten. Allein Lu unserem Leidwesen sahen wir uns in unseren Erwartungen getäuscht und fast erschien uns jede Bettung unmöglich, denn die Geldmittel, die wir besessen, verschwanden und Hindernisse, die wir kaum ahnten, als der hohe Gedanke der Kolonisation ans ergrifft, thürmten sich vor unseren Augen zu schrecklicher Höhe empor. Da errettete uns Euere Gnade and Liebe zum heiL Lande, die Euch in den Sinn gab, unter Euerer Fahne alle Diejenigen zu sammeln, die für unsere grosse Vergangenheit noch Sinn und Herz haben. Hättet Ihr Euch Euerer und Eueres heil Landes nicht erbarmt, so wären wir verloren gewesen und mit uns wäre der letzte Hoffnungsschimmer für unser Volk geschwunden. Ihr aber, hochgeehrte Herren, habet Euch zu unserem Beistände erhoben und den festen Willen gezeigt, die fast todten Kolomen wieder zu beleben und ihre Trümmer wieder aufzuriohten. So ist seit dem Erscheinen Eueres edlen Vertreters, des hochberühmten Herrn Wissotzki, der selbst den Grundstein zu unserer Kolonie gelegt and sich noch ein besonderes Verdienst um dieselbe dadurch erworben hat, dass er für die Administration der Kolonien im Allgemeinen und speziell unserer Kolonie *TT!pn HTS-, den geehrten Herrn Abr. Muyal*) eingesetzt hat, *) Bei Absendtmg vorstehenden Briefes dachten die Kolonisten nicht, dass nach kurzer Zeit dieser edle Mann *) Ans Mangel an B«™ unlieb verspätet. Der Brief ist wühl bereits d, J. geschrieben worden, darf aber jetztnöeh.schon mn des ober den edlen Muyal JPJ darin Bo—gtfii willen. das «nll'ilo Tiilno t* in Ariipnnh m bmf n - --— - rP. Bea. jhnm für immer entrissen werden sollte. Leider bat dieser Edle, der so Grosses für die Kolonisation geleistet, vor^knizer Zeit das Zeitliche gesegnet. Brief ans der Kolonie “iiipfl nPi2»t*) t