Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 51 (28.6.1886)
- Date
- 1886-06-28
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2446951-2449600-2449648--24536-2514343- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nichts abhaltcn das zrrzsx 772 tätlich %n besuchen iinb bürt mit einigen Fürrhem GüLfcgcn 511 lernen. fyTTTf^ yaya hflttf sr 5A hm CridllSt, iüdem er einen Gelegen LN btm vünkrlichen Verlassen dos -z:Tt2 Verbindern nullte, danelbe von innen abzuschließen und den Schläge! su verbergen. Ta crlöntcn mächtige Schläge sn die Tbüre, es mar die Hermandad, die Einlaß begehrte, da sse von dem Vorhandensein eines noch einigen Schälers erfuhr. Schrecken und Todesangst befiel die unschuldigen Jünger. Schnell verkroch fichR. (s.nntcr die Bau:, den Ändern den Ort des Scklüncls zuflüsternd. Äls geöffnet wurde und die Polizisten nach dem Grunde des Abschließens fragten, so erklärten sie, das; sie sich damit vor zudringlichen Bettlern schützen woltten und auf die weitere Frage, ob nickt noch ein Schüler da fei, lautete die bestimmte auMahröcit beruhende Antwort: „der „Schüler" ist abgereist, womit sich die Polizisten zufrieden gaben und 31. iS:, ans der augenblicklichen Gefahr befreit war. Aach diesem Falle beschwor R. W. Hamburg v" seinen treuen Schüler R. von nmt an sich solcher Gefahren und Schrecken nicht mehr suszusetzen und sich an einen anderen Ort der mm zu bcgebcu, nahm ihm aber auch das Versprechen ab, keine profane Studien zu machen. Da begab auch er sich nach Frankfurt a. M. und ward der eifrigste Schüler des b’s "ursc pin ~u Im Lllaunesalter stehend, wollte er nun auch eine Familie gründe» und um dieses zu können und die Bürgeranuahme zu erlangen, erlernte er das Uhrmacherhandwerk und lieg sich in seiner Hcimathgcmeinde Großlanghcim nieder. Er erwählte sich seine Lebensgefährtin aus einer gleichgcsinmen religiösen Familie, die ihm treulich zur Seite stand und gern alle Schwierigkeiten des Lebens mit ihm theilte. Doch nicht lange ließ man eine solche Kraft unbcuützt, er wurde nach Zell als Rabbi und Lehrer berufen. Hier zeigte sich, wie fruchtbringend sein Unterricht und wie heilsam seine Wirksamkeit war. Später gewann ihn Familie Schlenker für sich allein und er siedelte mit dieser nach Hcidingsfcld über, woselbst er länger als 60 Jahre uls £p still und bescheiden, aber eben so segensreich für hnt*« mm wirkte. Obwohl auf sein Ende vorbereitet, war doch die Trauer über seinen Hintritt eine allgemeine, tiefgehende. Da die rrra kurz vor rn^-Eingaug cingctretcn, so konnte die Nachricht nicht mehr verbreitet werden und nur Wenige in der Ferne erfuhren davon und wann die m*-p, welche letztcrwillig m*.?3 in Rödelsee stattsiudcn sollte. Dennoch fand sich Sonntag schon am frühen Morgen eine zahlreiche Menge im Sterbehause eine. Herr Lehrer WeißbarL-WLrzburg, sprach Hier am Sarge einige Worte der Trauer, die Größe lnib die Thängkcir des Mannes unter Anwendung des Verses n>c Nsm *r.v5 psa rrs* znn schildernd. Auch ans dem er* m zu Rödelsee hatte sich eine zahlreiche Versammlung'eingeftmden, um ihre Liebe und Achtung vor dem theuren Hingeschiedenen kund zu ihun. Hier svrach Herr Tistrikts-Raölmer Bamberger von Würzburg — Herr Rabbiner Adler von Äismgen harre von dem Tranerfall keine Nachricht und hielt auswärts Schulprüfung ab — sehr ergreifende Worte. Den talmudischen Vergleich der Frommen mit Zedern, welche die Flammen ergriffen, mit dem Seenngehener, das vom Fischerhaken erfaßt und dem dahinbrausenden Strome, in de» die Angel gesenkt, gebrauchend, suchte er die drei Haupt-- eigenschaften des Dahingeschiedenen zu beleuchten; seine große Gelehrsamkeit, seine beispiellose Demuth und sein Eifer nach relig. Handlungen. Auch Herr Lehrer Schlenker widmete dem theueren Rabbi Worte des Dankes und hob er besonders das ergebene, bescheidene Benehmen anderen Thoragelehrten gegenüber hervor, an die Talmudwortc;»-i 3'psn;so m \:2~ b'rm;nbi aulehnend, welchem auch die Erfolge namentlich in eigener Familie znznschreiben seien. So ist wieder eine Säule, eine-Stütze in Israel gefallen, ein- Theurer, Geliebter aus unserer Mitte geschieden. Mögen jüngere Kräfte ciiitrefcii in die Lucke und wieder Ersatz bieten für den erlittenen Verlust, p* w fein! Ten Hinterbliebenen aber möge himmlischer Trost und Beistand werden, der nei des thcnreu Heimgangeneu ihnen und uns allen beistehen. n"3sjn! Oesterr.-Ungar. Monarchie. Bad Hall (Ober-Oester.) Seit ungefähr 15 Jahren bestand dahier eine jüdische Restauration, die nach dem Tode des jüd. Hausbesitzers nicht mebr weiter geführt werden konnte. Damit dieselbe dem Namen nach -,22 doch weiter bestehen sollte, wurde mit einem christlichen Pächter die sehr interessante Vereinbarung getroffen, unter Leitung des Pächters einen vmV und eine jüdische Köchin aufzunehmen und das Geschäft als jüd. Restauration weiter zu betreibe''. Indessen hatte der Pächter eine bessere Einsicht und wollte das jüdische Publikum nicht täuschen; er ließ zur Vorsicht ein Schild . mit der Aufschrift „christliche Küche" öffentlich anbringcn, welches aber aus Veranlassung der toleranten (?) Gemeinde und des Bürgermeisters, welche 7-^- ■\y' - v-%