Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 50 (24.6.1886)
- Date
- 1886-06-24
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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87V Weisen im TracraL Lösch: „Sfsf 3 Dingen berühr die WekorLnung, Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden." Am 1. Tage rrrar? feierte Herr Gentor Moritz Grimderger hier fein 25jährtges Jubiläum. Ein von Herrn Rabbiner Tr. Tauber eigens verfaßter TZ? z, verichame dieser Feier die volle Weihe. Während dieser Periode hat sich Herr Eanror Grünbergcr als iss: brr? und rrarc nrrr die Liebe und Achtung der ganzen Gemeinde erworben, wir rufen ihm daher freudigen Herzens den Wunsch zu r-L'? rar* rar re, worunter wir rrs fein övjähriges Jubiläum verstehen. M. Klein, Prerau. Triest, 13. Juni. Vor einigen Tagen feierte der hier erscheinende „15orrtcre Israelincv" das Jubiläum seines 25jährigen Bestehens. Aus diesem Anlcme ließ unsere Gemeinde durch ihren auch als Bibel- und Alterthumsforscher bekannten Notar, Dr. (53. Bcrzilai, folgendes Glückwunschschreiben an den Herausgeber dieses Blattes richten: Trieft, im Mai 1886. Sehr geehrter Herr! Ich habe die Ehre, Ihnen mit Gegenwärtigem ein Geschenk zu übermitteln, welches die geehrte Vertretung der hiesigen Gemeinde samnit den mitunterfertigten Institutionen Ihnen anläßlich der 25. Jahreswende des von Ihnen geleiteten „Eorricre Israelitico" in der Gewißheit zukommen lassen, daß Sie dieses Geschenk angenehm finden werden. Indem ich zugleich meine persönlichen Glückwünsche hinzufüge, zeichnet mit vollster Hochachtung als Ihr Ergebenster: Der Kanzler der jüdischen Gemeinde Dr. G. Barzilai. Die „Alliance Jsraelite" in Wien. — Die „Alliance Jsraelite" in Paris. — Jüdische Barmherzigen-Brüderschast. — Maskil El-Dal-Brüderschaft. — Schulinstitut der jüdischen Gemeinde. — Jüdisches Kinder-Asyl. — Jüdisches Spital. — Montefiore-Stiftung. — * * . * ... Im hiesigen großen Tempel wurde jetzt quasi i:p£s na ns nsr^, um das Ansehen dieses Gotteshauses und die Andacht in demselben zu heben, ein Chor von zwölf jüdischen Mädchen errichtet, welche der Gemeinde das „Schema Jisroel", die „Keduschah" und die anderen Gebete Vorsingen. Als Ehormeister süngirtc einstweilen der jüdische Musiklehrer Windsbach, doch soll derselbe schon nächstens durch einen christlichen ersetzt werden. Auch hat unser Vorstand angeorduct, daß die Gebete von nun au, unserem rasend vorwärts elenden Zcirgciste mehr entsprechend, m einem schnelleren Tempo vorgetrageu werden sollen und dauerte daher, wie der „Eorrierc" beklagend hcrvorhcbt. das Mariögebet au deu vergangenen PcßaH-Festtagen, trotz Gesang und Chor, ungefähr eine Viertelstunde. Vielen unserer Gemeindemirglieder, die am Abend wichtige Beschäftigungen haben, z. B. das Theater zu besuchen oder einem Balle anzuwohnen, können daher vorher noch mit dem Schnellzuge ihr Maribgebet mit Ändacnt verrichten. — Aus Livorno hier emgelangte Nachrichten melden, daß nun auch in dem dortigen großen Tcmpcl eine Orgel ausgestellt wird, gleichfalls um die Andacht zu heben, rzrbr nta: DT*.s2ns nr-ip nrnp *vp ts *rjr re, wie die von Livorno, von der falschen Ansicht ausgeht, daß eine Orgel die Gebete weihevoller mache, was sollen dann erst kleinere iralienische Gemeinden machen! Gr iechenland. Korfu, 12. Mai. lieber Einschreiten unseres verehrten Oberrabbiners hat das KriegsministeriuM in Athen gestattet, daß die jüdischen Soldaten, welche in Orvchastcn garnisonirten, wo es keine jüdische Gemeinde gibt, sich während unserer eben vergangenen Feiertage nach solchen Städten begeben durften, wo eine Enltnsgcmeinde oder eine Synagoge sich befinden. Doch dursten diese Städte nicht allzuweit entfernt liegen und hing die Auswahl derselben von der Zustimmung der Offiziere ab. Diese kamen jedoch den ihnen untergeordneten jüdischen Soldaten mit größter Freundlichkeit und Nachsicht entgegen. So war es nun möglich, daß m der Stadt Sancta Maura (dem alten Leucade) sechsmtddreißig israelitische Soldaten, theils aus dieser Stadt selbst, rheils aus den benachbarten Städten Zusammenkommen und die Feiertage nach jüdischer Vorschrift feiern konnten, wobei ihnen die jüdische Gemeinde daselbst aufs Bereitwilligste entgegenkam und ihnen auch jede mögliche Unterstützung zu Theil werden ließ. Dank dieser Zuvorkommenheit konnten die sechsunddreißig Soldaten {beit Seder in einem Separatgemachc abhalten, jüdische Kost genießen und auch die Synagoge besuchen. In Anbetracht, daß die Gemeinde auf Sancta Maura eine kleine und auch nicht besonders wohlhabende ist', verdienen die. von ihr gebrachten pccuniären Opfer die größte Anerkentnmg.