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Der Israelit · 1886-08-19 · Heft 66 (19.8.1886) · page 25

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 66 (19.8.1886)
Date
1886-08-19
Page
– (sequence 25)
Language
German
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1, Herrn Leopold GoldachmidL m Frankfurt 100, ~ *1 N. N. daselbst 10. II Herrn Jwaak Pakscdiur in Berlin Jerrn Gelioirimith »Simon in i» 500,™ •1 Königsberg Herrn Hirsuhfeld Dorelmrdt in ii .100.— Königsberg 150.— 1» Herrn J.S.FeinbergsNtdif.Königsb. 75.— 1t „ Leop. Froh mann „ 50.™ 11 „ W. Lipstein „ 50.— 11 „ Laser Eichelbaum :m.— Von Herrn Moritz Frankel in Frankfurt ,, „ Rabb. Braun in Sehneideii 10.— mühl gesammelt Für den Jacob A. Franklin-Fonds von ii HO.— den Nachlasscuratoren „ 2012.50 An Herrn Dr. Hmv.hergdir. a. A rnerika „ 12:1.8» H!» II ii J! Am«(.erdum 00. - - fl. Für di») Externen: Zu«. M. 5 1 Hh.fi'f Frau A, Hoiigtnou M. 50. — He rr J. Meyer N 10.™ Beiträge n Baz.-Kabb. Dr. Salven«!! II 100.. Comm.-Rath Aron in Berlin 11 50.— Herr Moritz Frankel' 11 10.— " M. 255.— Gesamintsumme M. 5110.81 Dr. M. Horowitz, llabblner, Vorstand. Alfred Geiger, Sohriftf ührer. ieation Palästina^. «HJH- Sieben Wochen in Galiläa. Von Jechfe! Michel Plnes- (III. Fortsetzung. *) Von jeher war Safed der Mittelpunkt für die Einwanderung der Juden nach Palästina, sowohl für „P er uschi mu, als für „Chassidim“, für Wolynier wie für Lithauer, für Galizier wie für Polen; Aber seit dGm Erdbeben und der Verwüstung, die über die Stadt hereinbrach zur Zeit Jbrahim Pascha’s, verliessen sie die Nicht-C ha ssidäer und siedelten sieh theils in Jerusalem, theils in Hebron an, Und so wurde Safed Eigenthum der „Chassidim“ aus Wolynien und Galizien. Seit dieser Zeit hat die Stadt von den Chassidäern ihren Charakter erhalten. Hie Juden aus "Wolynien und Rumänien unterscheiden sich auffallend von denen aus Lithauen durch ihre Leichtlebigkeit. Sie lassen sich in Speise und Trank nichts abgehen, in dieser Beziehung sind sie überaus vornehm. Der Wolynier isst kein Schwarzbrod; er liebt einen guten Braten und ein gutes Glas Wein dazu. Andererseits ist er aber auch nicht knauserig; -r giebt mit Tollen Händen. Her Reiche aus *) §. So. 158. Wolynien misst sein Almosen nicht nach Centimes , sondern nach Francs, und er spendet diese nicht zehn-, sondern hundertweise. Der Wolynier, der das Leben zu gemessen gewöhnt ist, beugt sich nicht unter der Last des Lebens wie der Lithauer, er ist kein Weltverächter, dadurch erlangt er auch Widerstandskraft gegen unvorhergesehene Unglücksfalle. Charaktereigenschaften der Chassidäer, der Anhänger des „Beseht“*) sind: Sorglosigkeit und Abstraktion von der Zukunft. Die Folgen dieser Eigenschaften sind, dass ihnen die Gegenwart wichtiger ist, als die Zukunft, dass man nicht den augenblicklichen Vortheil vor einem grösseren, zukünftigen aufgiebt, und dass die Menschen eine gewisse Frechheit und Anmassung haben. Wichtig ist ferner der Umstand, dass die Wolynier und Rumänen die Wandlungen des Geschickes plötzlich erfahren haben. Viele, die sich arm niederlegten, standen als Reiche auf. Darum sind die Reichen aus Wolynien und **- 2-D2, die Initialen von LS *772.

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