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Der Israelit · 1886-05-13 · Heft 38 (13.5.1886) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 38 (13.5.1886)
Date
1886-05-13
Page
– (sequence 11)
Language
German
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I —icz.— Aus der Zips. (Ungarn.) Der in \ Ihrem gcfch. Blaue eingehend besprochcneMiuifteria!- erlaß hat bekaimilich nur orrh. Gemeinden stark 1 rerwundet. Auch die isr. Gemeinde zu Kesmark j Mich nicht verschont und trotzdem gar kein Grund - rochanden war, wurden alle zu Kesmark gehörenden? ^nichaften mit Ausnahme der beiden Städte Bela i und Leibix von der MuUcrgenicinde abgcrinen und l j einem entfernten Städtchen Lublo einverleibt, da»! nicht einmal in 50 Zähren noch die Aussicht hat, i eine ordentliche isr. Gemeinde zu werden. Die t i-hitiaßcmcinöc zu Kesmark wie die betreffenden s Orrfchaftcn haben dagegen beim Comitats-Berwal-! f limgsausschujje Beschwerde erhoben, wurden aber; - urrückgcwiescn. Die israelitische Gcnicinde zuKcsj n:ar! entsendete daun eine Deputation, bestehend ' ans den Herrn D. Glücksmann, David Roth und ' Icnö Horowitz, zum Kultusminister, um gegen den ' Bescheid des Verwaltungsausschuffcs zu rckurriren. i Die Deputation, geftihrt vom Herrn Abgeordneten ] v. Audahäzy, wurde vom Herrn Kultusminister! Trcsort auf's.Freundlichste empfangen und mit; der warmen Versicherung entlassen, dem gcrcchicn Ansuchen vollkommene Gewähr zu leisten; denn \ iw sagte der H. Kultusminister) Zweck dieses Er- ' lasses ist nur die Ordnung der Matrikcn, und die - Kcsmarker Israeliten sind mir als prächtige Män-! i ncr bekannt, ebenso ist die Leitung ihres Herrn Rabbiners eine musterhafte. Die Deputation sprach noch beim Herrn Staatssekretär und Herrn Referenten v. Gömöry vor, und Beide entließen f die Deputation mit vielen: Wohlwollen. Am - zweiten Tage Pcßach langte nun der ersehnte I Bescheid an, und, zur c"r nnss' der ganzen Ge- - nicmdc, mit dem günstigsten Resultate. Anerkennend; muß hcrvorgehobcn werden die sehr wesentliche; sachverständige Unterstützung in dieser Angelegenheit des Herrn Ignaz 3t eich. Derselbe, vom Krankenbette sich erhebend, fuhr mit der Deputation in seine Kanzlei und leitete die ganze Sache mit Aufopferung und gründlicher Sachkennmiß. Mögen sich noch so Biele die Aufgabe machen, die Thätigkeit des Herrn Reich zu kritisircn, das Eine steht fest: Herr Ignaz Reich ist eine sehr feste Stütze der ungarischen Or- - thodoxic! Möge es ihm vergönnt sein, noch sehr j lange uTm-pifrÄ* zu wirken! znv'. f Griechenland. 1 5rorfn, 3. Mai. Cs gereicht mir zur Freude, : Ihnen heute einen besonders schönen nnd sndcui mündlichen Zug unseres jugendlichen Kronprinzen 1 K o n st au 1 i n i'L' n melden zu können, der | nicht nur diesem Prinzen zur größten Ehre gereicht, 1 sondern auch davon zeugt, welch ein toleranter Geist Zn der Königsburg zu Athen herrscht. Das verehrte und auch gelehrte Mitglied unserer Hiesigen Gemeinde,derBuchdruckercibesitzerHerr Giuseppe N a c a m u l l i, der, obgleich seine Muttersprache das Italienische ist, auch das Neugriechische mit einer desondern Meisterschaft zu handhaben weiß, hat fest die rroft (Sprüche der Väter) in letztere Sprache übertragen und dieselben so mit Voransctznng des hebräischen Textes der Oepeutlichkeit übergeben. Gr widmete sein Werk unserem erlauchten Kronprinzen^ der dasselbe huldreich annahm und. dem 'Verfasser dafür ein schmeichelhaft und gnädig abgefaßtcs Dankschreiben zukommen ließ. Während nun viele unserer jüdischen Gcldaristokratcn für die jüdische Literatur und ihre Pfleger nur ein verächtliches Achselzucken haben, läßt sich der zukünftige Thronerbe Griechenlands, der Neffe des Ezarcn und des Prinzen von Wales, bereitwilligst herbei, sich ein jüdisches Werk widmen zu lassen. Aber auch Herrn Nacamulli, der auch schon eine italienisch-griechische Grammatik, die kürzlich die zweite Auflage erlebte, der Oeffentlichkeit übergeben hat, darf unsere Anerkennung für sein edles Bemühen, die neugriechische Sprache unter seinen Glaubensgenossen hier, die fast noch insgesammt italienisch sprechen, heimisch zu machen, nicht versagt werden. Ein Lehrer wurde von seinem Schüler gefragt: „Wie viel hat man gestern geomert?" Ter Lehrer antwortete: „Wenn Du die gestrige Omcrzahl zu der heuligcn addirst, so erhältst Du neun Mal die Differenz der beiden Omerzahlen. Wirst Du aber die gestrige Omcrzahl mit der heutigen mulüpliciren, sodann die heutige Omcrzahl davon abzichen, so erhältst Du dasselbe Resultat, als wenn Du die heutige Omcrzahl, zwölf Mal genommen, durch die gestrige dividirst. Wann war die Unterredung? Unanfechtbare Lebens-VcrsicherungS-Policen.. Wir haben heute auf dem Gebiete der Lebensversicherung eine epochemachende Neuerung zu verzeichnen. Eine unserer ältesten, größten und kavitalkrästigsten Anstalten, die „Lebens- VcrsicherungS-Ges eil schast zu Leipzigs auf Gegenseitigfeit gegründet 1830, welche stets au der Lpiye der deutschen t^escllschaslen stand, wenn es galt, zeitgemäße Verbesserungen cin-usühren. hat sich entschlossen, den leßteu wichtigsten Schritt auf der Bahn der Rcsormrn zu thun und ihre Policen unansechtdar zu machen. Die Gesellschaft stellt sich auf den Standpuuit, daß, wer sich versichert, die Gewißheit haben will nnd haben mutz, daß er den mit der Versicherung iiii.»yVif***1*^« i'-H' ijr'-'i.f inff-'-nt yj’ ni»Vgi*^*Aiatfir~

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