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Der Israelit · 1886-05-10 · Heft 37 (10.5.1886) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 37 (10.5.1886)
Date
1886-05-10
Page
– (sequence 12)
Language
German
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in 4—6 Wochen alle 60 fertig gestellt sein konnten. Jede» dieser Häuser erhält ein etwa 75 Eentimeter hohes Steinsnndament. Es ist natürlich, daß diese Bauten sehr kostspielig sind. 30 Hauser kommen inGalatz ans 30,000 Frcs. Die Fracht von Galatz bis Haifa beträgt 10.000 Frcs. Zoll, Ausschiffcn, Transport bis Samarin 8000 Frcs. Dachziegeln etwa 7500 Frcs., Fundament und Ausstcllen 5O0O Frcs. Zn Summa 60,500 Frcs. Dazu kommen dann noch verschiedene Nacharbeiten und Einrichtungen, so daß jedes Haus auf etwa 2100 Frank wird zu stehen kommen. Dabei sind solche mit Ziegeln gedeckte Holzhäuser im Somnier des Tags sehr heiß und in der Nacht und im Winter sehr kalt; welcher Uebclstand noch dadurch vergröbert wird, daß die Häuser undicht gearbeitet sind und das Holz durch die Hitze große Riffe bekommt. Auch das Ungeziefer, von dem die Emigranten ohnehin genug belästigt werden, namentlich. Flöhe und Wanzen finden in den Ritzen der Holzhäuser vortreffliche Schlupfwinkel. Gefährlich für diese Häuser sind besonders der Winterftnrm, der leicht das eine oder das andere nmwcrfen kann, und das Feuer. Es stehen in Samarin, oder in Sachron Jakob sDenkzcichen Jakobs), wie der von Baron Rothschild zu Ehren seinen Vaters umgeänderte Name heißt, 4 mit Ziegeln gedeckte Steinhäuser, von denen jedes 4 Zimmer hat und etwa auf 3000 Frank zu stehen kommt. Gegenwärtig wird außerdem der Bau einer großen Slfuagoge, zweier Schulen, eines, neuen Administrationsgebäudes und einer Wohnung für den Direktor unternommen, alle natürlich von Steinen, die als Ueberrefte früherer Bauten in großer Zahl bearbeitet vorhanden sind. Gegenwärtig sind in Sachron Jakob zwischen 60 und 70 Familienväter, etwa 15—20 haben auch ihre Familien schon dort, während die Familien der andern noch in Haifa sind. Außer der früher erwähnten Unterstützung von 12 Frank per Seele erhalten die Männer für jeden Arbeitstag 2 Piaster — 37 Ecntimes Arbeitslohn und Brod; auch die von ihnen geleisteten Fuhren werden ihnen bezahlt. Es sollen bis jetzt schon größere Anpflanzungen von 3000 bis 4500 Olivenbäumeu und 30 .Hektar Weinberg gemacht worden sein. Die besten Pflüge ans -Ulm werden den Ansiedlern zur Bersügung gestellt und so wird in jeder Weise für sie gesorgt. Erleichtert ist die Ansiedelung und das Wohnen m derselben euch dadurch, daß msn ia der Nähe auf einem Hochplateau m einer Tiefe von nur 2,- Meter Walter gefunden hat: es find schon 5 Brunnen gegraben worden, die hinlänglich Wasser liefern. Die Gcsammtanslagen firr diese Kolonie wrrdeu sich auf etwa 1'/, Millionen Frank belaufen. Die Ordnung wird bis jetzt unter dm Emigranten dadurch aufrecht erhalten, daß dem Widersetzlichen das Monatsgeld entzogen wird. Eine störrige Familie ließ man auf dieser Art in Noch gerarhen und bewirkte dadurch m chr die Bereitwilligkeit. sich nach Rumänien zurücksenden zu lassen, was auch ausgeführt wurde. - . . Wenn die im Bau begriffenen Häuser fertig sein werden, soll alles den Anfiedlem übergeben werden und dann soll die Unterstützung aufhören und die einzelnen genothigL werden, für sich selber zu sorgen. Damit sie dann aber nicht Haus und Land verkaufen und davon gehen können, bleibt alles auf den schon erwähnten Herrn Erlanger in Paris eingeschrieben. . Tie deutschen Kolonisten haben durch Fuhrwerk und Handwerk schon verschiedenen Verdienst von dieser Ansiedelung gehabt, und wenn, was freilich noch durchaus nicht sicher ist, die jüdische Kolonie^ auch ferner gedeiht und vorwärts kommt, so hilft auch dieses Unternehmen dazu, das Land zu heben und es beffcrcn Zuständen entgegenzuführm. Kaifa. Fr. Lange. Briefkasten der Redaktion. G. M. I.: Einverstanden. Herrn G. K. in T.: Ter Ausdruck .Holekreisch" bezeichn« die Beilegung des; wenn z. B. ein Kind als trr?» den Namen und als den Namen , Selig * erhält. .Hole" gleich .kreische soviel wie .kreischen", ausruftn. >@6§)SQ@(&e) '£r'&3\ßS,it Freitag, 14. Mai, ». Ijar. '12 vry Samstag, I'». Mai, 10. Isar, 'ro 1317 ,'z jra tc Sabbat Ausgang 8 Uhr 90 Min. (Mainzer Uhr). Montag, 17. Mai, 12. Ijar. »3 vny ,»:r rr*:yr>

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