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Der Israelit · 1886-05-06 · Heft 36 (6.5.1886) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 36 (6.5.1886)
Date
1886-05-06
Page
– (sequence 18)
Language
German
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630 rsnrbc dasselbk, Die chTc nenliw dort entdeckte griechische Inschrift angibt, auf Kosten einer reichen jüdischen Hausbesitzerin, Namens Tation, erbaut, die das Gebäude mir dem dasselbe umgebenden Borhof der jüdischen Gemeinde daselbst zum Geschenke machte. Wahrscheinlich war dies eine Art fromme Stiftung und wurde dafür in dem Gotteshause nach dem Tode der Gründerin für ihre und der Ihrigen Seelenruhe gebetet. Aus Dankbarkeit für diese ihre großmüthige Spende hatte die jüdische Gemeinde in Phocaea, wie die erwähnte Inschrift des Weiteren erzählt, der frommen Jüdin Tation eine goldene Krone zum Geschenke gemacht und zugleich auch ihr und ihren Nachkommen die Ehre des Proedrion (Vorsitzes) eingeräumt. Diese Auszeichnung bestand nämlich darin, daß der, dem sie ertheill wurde, auf dem vornehmsten Platze in der Synagoge Play nehmen durfte. Diese Ehre wird noch heute unter den Juden des Orients oft ertheilr und darf ein Jeder, dem sie zu Theil wurde, auf der Bank, die um den Almemor herumläuft, seinen Sitz nehmen. Für die fronnne Frau Tation, die gewiß nie in der Männerabtheilung der Synagoge erschienen ist, war diese Ehre daher nur eine singirte, ganz anders aber für deren Söhne und Enkel, die sich nun, beim Besuche des Gotteshauses auf die Bank setzen durften, auf der die Chachamim, Vorsteher, Gelehrtesten und Aeltesten saßen. Die erwähnte in Phocaea entdeckte griechisch-jüdische Inschrift gibt uns zugleich Aufklärung über eine vor etlichen Jahren in Rom entdeckte, griechischjüdische Inschrift. In derselben geschieht nämlich einer eläischen Synagoge Erwähnung und glaubte man bisher allgemein, daß darunter eine Synagoge der Oelbäume (elaios) verstanden werde, während es heute erwiesen ist, daß darunter die Synagoge von Elanos, einer römischen Eolonie in der Provinz Mysia, die vierzig Kilometer von Phocaea entfernt lag, oerstanden wird. Der Ort, wo letztere Synagoge lag, beißt noch heute „Zudeukasrell", woraus sich schließcn läßt. Laß uebeu diesem Gotteshause zugleich auch das Zudeuvierrcl lag. Die Inschrift in Phocaea gibt zugleich auch Aufklärung über die Architektur der alten griechischen Synagogen, bei denen sich überall eine Hyperhra (Vorhalle nrsp) befand, die wahrscheinlich für die Frauen uud^Mädchen der Gemeinde, für die man damals noch kerne besonderen Gallericn erbaute, bestimmt war. — Für unsere Glaubensbrüder auf der Insel Kreta ist jetzt eine schwierige Zeit herangebrochen,' da sie nicht wissen, mit welcher Partei sie es halten sollen, ob mit den Türken oder mit den Griechen. Sie sind treue llnterthanen des Sultans Abdul Hamid, nst ov, unter dessen Scepter sie glücklich und zufrieden leben, da ihre sociale und politische Stellung nichts zu wünschen übrig läßt, und andererseits lieben sie ihre griechischen Mitbürger, die sie gleichfalls aufs Beste behandeln. Dieselben haben daher aus Auratheu des Rabbiners Ln Kanea. der Hauptstadr dieser Insel, beschlossen, in ihrer Treue gegen ihren geliebten Landesvater muthig uuszuharrcn, sich von jeder politischen Demonstration ferne zu halten und ruhig-den Laus der Dinge abzuwarter. ran -n ns'r wn vrja — Das Kriegsministerium hat jetzt drei unserer Glaubeusbrüder aus Korfu, die Herren Moistz Cefana, GinseppeKoben nndMoisLHaim. die in der Reserve dienen, zu Officieren befördert. — In .Korfu wurden auch die beiden jüdischen Lehrerinnen Ida Somino Rachmias und Sofia Belleli di Rachmias zu Schulvorfteherinuen ernannt. Brieftasten der Expedition. £\ H. in 0?.: Die Lebensbeschreibung des Akiba ist seoarar gedruckt und kostet franco geliefert 1 Rubel.;WL. n n O n o e n. Für den folgenden Theil ist die Medaction nicht verantwortlich. Mädchen - Pension in Wiesbaden. Im Hause der Unlcrzeichnkten sindeu I—2 junge Mädchen, welche den Haushalt gründlich erlernen sollen, srcuudliche Ausnahme und tVelegenheit zur sonstiger Fortbildung. Pensiondpreiö mastig. Beste Referrnzen Frau Henriette Vogel, geb. Anerbach. 2r.r>2 Ein israclit. Mädchen, welches in Hand- und Hausarbeit bewandert, sucht sofort Stelle als feines Hausmädchen oder zu einer einrelnen Dame, am liebsten auswärts. Offerten unter X. 58 an die Armonccn Srvedition von A. I. Hofmann, hebräische Buchhandlung, Franksuu a. M. Lö5v /^in tüchtiges Mädchen, das Hausarbeit 'i- und »iüche gründlich versteht wird am sofort von einer kleinen Familie, einem älteren Mevaar. gegen guten Lohn zu miethen gesucht. Selig M. Eahn, Herrnstraste 5. vschroege._2.',4i /nin braver Junge kann in meinem Nlei W der und Schuhwaaren -Geschäft bei freier Rost und Brohirnng als Lehrling sokort eintrrten. 12488 M. St ran m, oisenbach a.,M.

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