Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 36 (6.5.1886)
- Date
- 1886-05-06
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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- - Eis .. ~ . Gentrak- Hrgan für das ortöodo-ee Iudentßum. Heransgcgeben von LSr. Lehmarm ln Mainz. Dsanerftsg, des S. Mai SS^G <L88S). Leitender Artikel. Ais SprüHs der Kater. ' II. Bach, zweite Llötheilnng. III. Mainz, 3. Mai. „Fünf Schäler waren dein Rabbon Iochanan ben Sackai, und diese sind es: Kabbi Elieser. ben Horkinas, Rabbi Iosua ben Chanania, Rabbi Jose ha Kühen, RaM Schimeon den Mßanel und LübL,.. Elasar den Arach." Aus dieser Mschnah scheint hervorzußchen, daß' Rabbon Iochanan den Sackai nur fünf Schüler hatte. Dem ist jedoch nicht so. Wir wissen, daß Tausende jüdischer Jünglinge die Schüler des großen Meisters waren. Man hat daher sagen wollen, daß die fünf hier genannten Männer seine vorzüglichsten, größten und bedeutendsten Schüler waren, welche die Tradition, die der Meister von Hillel und Schammai empfangen, auf die Nachwelt brachten. Auf drei der hier genannten großen Männer wäre das allerdings zutreffend. Rabbi Elieser den Horkinas, Rabbi Iosua den Chanania nnd Rabbi Elasar ben Arach waren sicherlich die größten Mällner ihrer Zeit und die beiden Erstgenannten auch die bedeutungsvollsten für die Folgezeit. Dagegen hatte Raöbon Iochanan noch andere Schüler, die an . Bedeutung dem Rabbi Jose ha Kohen nnd Rabbi Schimeon ben Neßanel mindestens gleichtamen; wir nennen nur Rabbon Gamliel II., Rabbi Mieser den Zadok, Abba Schau!, Rabbi Ehanina ben Antigonos, Rabbi Ehanania den Teradrion, Rabbi Mieser Hamodal, Rabbi Ehanina ben Doßa und außerdem noch viele Andere. Wir werden auf diese Frage später zurückkonnnen uitb wollen zunächst uns ein wenig tuit den hier genannten großen Männern beschäftigen. Die Größe und Bedeutung der beiden Erstgenannten, sowie ihre Lebensschickfake haben wir schon oft der Betrachtung unterzogen. Dagegen ist von den Andern sehr wcm'g bekannt geworden. Rabbi Jose ha Kohen wird außer hier in der Mifchnah nnr noch einmal erwähnt (Jdioth E. 8, Halecha 2). Auch in der Ge-' mara geschieht seiner nur sehr selten Erwähnung. Noch seltener ist in Mischuah und Gemara von LlabLASchimesn.. den.Veßauel. die.Rede. , In der Thoßephta (Abodcch Sarah E. 3) wird erzählt, daß er der Schwiegersohn des Fürste» Rabbon Gamliel I. gewesen. Er scheint demnach viel älter als Rabbi Mieser ben Horkinas gewesen zu sein.- denn dieser war bekanntlich ein Schwager des Fürsten Rabbon Gamliel II., so daß die Gemahlin Rabbi Schimeon bcn Rcßanels die Tante der Gattin des Rabbi Elieser ben Horkinas war. — Rabbi Elasar ben Arach war der vorzüglichste Schüler des Rabbon Iochanan ben Sackai; verschiedene Ursachen jedoch, die wir später noch erörtern werden, ließen ihn nicht zu der großen Bedeutung gelangen, die man hätte erwarten dürfen. Kehren wir nun zu der Frage zurück, die wir oben angeregt haben: warum werden von den vielen großen, geistvollen und bedeütungsreichen Schülern des Rabbon Iochanan ben Sackai gerade diese fünf hervorgchoben? Mn geistvoller Erklärer bringt diese Mischnah mit der folgenden in Zusammenhang. In derselben nennt uns der Lehrer die großen Eigenschaften seiner Schüler, ta"»■£ t M c*wn nipcn. Das Wörtchen v ist eigentlich überflüssig; es hätte ja gesagt werden können, va%mb /(n d'tdVh nsm Bekanntlich lernt der Schüler nicht nur von dem Lehrer; es besteht eine Wechselwirkung zwischen beiden: der Lehrer lernt auch von dem Schüler, uttb so habe