Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 63 (9.8.1886)
- Date
- 1886-08-09
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2446951-2449600-2449660--24801-2513947- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
(Sr war ein Schüler des großen Lehrers «pnn b"r arm ’aa 'i, wirkte alsbald als Rabviuer in Bresöwiy, bis er dann beim Leben des »"» D"-»"n„D hieher als s"i berufen, in dieser EigenschaftOtt Jahre hier Segen verbreitend seine Wirksamkeit am vergangenen Sabbat abschloß. Die «t£ gestattete sich auch diesmal zu einer imposanten. Zwar konnte wegen des Sabbats und wegen-des Umstandes, daß sich unzählige Rabbinen erst vor kurzem hieher bemüht hatten, nicht soweit depeschirt werden, nichtdestoweniger strömten auch heute hieher Viele aus Nah und Fern. Die e’tsdo pro waren: Sein Sohn Hr. I. Ganzfried; sein Enkel Hr. I. Biuet; sein Schwiegersohn Hr. S. Brody; der Naü'oiner zu S. A. Ujchly, der Rabbiner zu Tolcsva und der Rabbiner zu Seredno '131 *pn3 urnr« cnn ij'-db* re* nst mpon. Israel Margareihen. Aus Ungarn. Herr Bezkrksrabbiner Leopold Lemberger in Rosenau ist seit längerer Zeit dafür thätig, einen Unterstützungsverein für Rabbiner- und Lehrerwittwen Ungarns ins Leben zu rufen. Wenn auch in größern Gemeinden für die hintcrlassenen Angehörigen der Angestellten gesorgt wird, so ist das Loos derselben in den meisten kleinern Gemeinden ein höchst trauriges. Der zu crcirende Verein würde diesem Uebcl wesentlich abhclfen, und wird er daher in vielen Streifen des Landes mit Freuden begrübt. Viele der angesehensten Rabbiner des Landes haben bereits ihre Mitwirkung zugesagt. Wenn die Rabbinen und Lehrer alle oder zum großen Theile dem Vereine beitreten und auch;bic Neichen Beiträge leisten werden, was mit Sicherheit 'zu erwarten ist, dann ist ihm eine große Zukunft und ein weites wohlthätig wirkendes Feld der Thätigkeit vorauszusagen. Rußland. - ~ Wie den „Ruff. Wed." aus Um a n im Gouvernement Kiew berichtet wird, kam cs am 18. Juli in dem Flecken Torgowiza im Umanfche» Kreise während des dortigen Jahrmarkts zu Ausschreitungen, welche schließlich in eine Judenheye ausarteten. Es wurden binnen kurzer Zeit acht Verkaufsbuden jüdischer Händler ausgeplündert, die einen Verlust von 10,000 Rbl. an Waaren zu beklagen haben. Rur dem Einschreiten des dortigen russischen Geistlichen sei es zu danken, daß die Unruhen noch an demselben Tage ein Ende nahmen. Derselbe hatte eben in seiner Kirche die Liturgie beendet und begab sich nun in vollem Ornat unter die tobende Menge, welche er zur Ruhe .ermahnte. zum Glück mit Erfolg. Die Behörden sind mit Ermittelung der Veranlassung zn den llnrnhen beschäftigt. $5 c u i i i e t a tu Der erste Feldherr Dom's ist Jerusalem. (Eine historische Skizze von M. N.) (Schluß.) Zum Glücke für die Belagerten, denen es an Lebensmittel fehlte, um die Burg noch lange halten zu können, erschien zu dieser Zeit Scaunes, ein Legat des Pompejus, welcher eben siegreich den mithridatischen Feldzug beendigt hatte, in Damaskus. Aristobul schickte zu ihm Gesandte, welche seine Sache mit Worten und — was zu jener Zeit nicht mehr wirkungslos auf römische Beamte war — mit prächtigen Geschenken verfechten sollten: Hyrkan glaubte sich veranlaßt, dasselbe zu thun. Scanns entschied sich für Aristobnl. Indessen kam Pompejus selbst bald nach Damascus. Diesmal schickte das Gesammtvolk eine^us mehr als tausend Mitgliedern bestehende Massendeputation dahin, welche, indem sie die Schiedsrichterfchast des römischen Feldherrn in Anspruch nahm, die Abschabung der Könlgswürdc von demselben verlangte als einer Einrichtung, die in dem mosaischen Gefetzbuche nur als Nothbchels vorgesehen sei. Die beiden Prätendenten dagegen vertraten ihre Rechte an die Krone. Pompejus, der auf diesem Zuge einen gewissen Ruhm darin suchte, als allmächtiger Vertreter Roms in Asien zn erscheinen, hatte im Auge, den jüdischen Staat nach eigenem Belieben zu ordnen. Deshalb unternahm er zunächst einen Zug gegen die Nabathäer, die nächsten und nicht unbedeutendsten Nachbarn Palästina's, der ihm die Unabhängigkeit seiner Entscheidung sichern sollte. Aristobnl jedoch, der ihn durchschaute, eilte nach Judäa zurück und besetzte die Festung Alexandrium. Pompejus zog nun vor dieselbe und machte dem kühnen Fürsten, der ihm ohne Geleite entgegengegangen war. Vorwürfe wegen seines Mißtrauens, entließ ihn sodann auf das Versprechen, nichts fernerhin gegen die Römer unternehmen zu wollen. Trotzdem konnte sich Aristobnl nichr fügen. Er ging nach Jerusalem und betrieb neue Kriegsrüstungen, wurde aber von Pompejus, der ihnr sofort nachgezogeu war, während einer persönlichen Besprechung gefangen genommen. Das war das Signal zum Kampfe für die ln der Stadt befindlichen Anhänger des jugendlich kühnen