Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 35 (3.5.1886)
- Date
- 1886-05-03
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
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dd äst Griechen und ihrer Auaheafcmg des jüdischen VsrMGLW eia Siel setzen würde, i^finäd sieh gleichfalls noch in den bescheidenste Aefengea. ' Nachdem ich diese Bemerkungen gemacht und geo&a alles beobachtet habe, was in der ans zegefaüeaen heiligen Aufgabe zu tkim ss, frmd ich zwei Erwerbszweige, die den Söhnen unseres Volkes isa hl» Lande sa empfehlen seien: Pflege und TerwertbocgdesWeiabaaes and Zuchttier Seidenraupe. Bezüglich des Seüeab&oes brEs ich meine Ansishtea bei anderer Gdegeabdt tctsatngea, jstiä will ich sor ausführlicher und deutlicher über den Weinbau in Palästina sprechen. (Fortsetzung folgt») Im ulten Jerusalem, d. L Innerhalb der Stadtmauern, giebt es for alle möglichen Wohlthäfcigkeitszwecke, für Krankenpflege, Todtenbsstattung etc. hinreichend, ja mehr als hinreichend Vereine. In den letzten Jahren wurde von unseren Brüdern begonnen ein neues Jerusalem, eine Art Neustadt, ausserhalb der Mauern aufzurichten, in der gegenwärtig bereits eine bedeutende Zahl portugiesischer und deutscher Juden sich 'niedergelassen hat. Unter diesen befinden sich nicht wenige Arme, deren Mittel nicht ausreichen, wenn Jemand ihrer Hfiüßleute erkrankt, Arzt und Medizin zu bezahlen; die Verelnslocalitäten der "CT^IfT *T!p3,, and des 4MfT? 22M2,^-Vereins in der Stadt sind zu weit entfernt. Es hat sich deshalb vor Kurzem ein “flp3*-Verein für die Aussenstadt gebildet, dessen Zweck ist, den Armen daselbst umsonst oder für geringes Entgelt Arzt und Medicin zu stellen; mehr als vierzig Mitglieder haben sich bisher dem Vereine angeschlossen. Derselbe unterscheidet sich schon dadurch vortheHhaft von den oben genannten Vereinen, dass er im Gegensätze zu jenen einen jüdischen Arzt, den Dr. Scherschewski, angestellt hat. An einem der jüngsten Sabbathe hielt Herr Rabbiner Prag einen Vortrag zu Gunsten des Vereins und ist Aussicht, dass dieser zum Besten der Armen aufs Gedeihlichste sich entwickeln wird. Auf Eines möchten wir jedoch die Vorsteher und Leiter des Vereins besonders aufmerksam maohen, dass sie denselben zu einem allgemeinen Verein ohne Unterschied für portugiesische, deutsche und arabische Juden maohen, und so auch in dieser Beziehung zum Vorbilds für die* meisten Vereine zu Jerusalem. werden möchten. «— . \ In der Kolonie a»*T2D wurde eine Knabenschule eröffnet, worin unter Leitung des Heim Äs cheri Französisch und Hebräisch nach Sprache und Schrift gelehrt wird und das Lehrziel duM« geht, diese beiden Sprachen derart zu betreiben dass die Kinder sie gleich ihrer Muttersprache zu handhaben wissen und der schlechte Jargon nach und nach verschwindet. Unser verehrlicher Ortsvorstand hat seine beiden Kinder gfainhfhll« dieser Anstalt zum Unterricht übergeben. Jenseits des Jordan soll demnächst durch junge Leute aus 8 afed eine neue Kolonie gegründet werden. Vor einigen Monaten vereinigten sich nämlich 30 junge Männer unter der Fahne der Verbreitung des Ackerbaues und schickten Boten aus zum Ankauf eines geeigneten Terrains. Dieselben kamen bis nach Golan in Basch an, etwa 7 Stunden von hier entfernt, auf dem Wege nach Damaskus undKonath. Das Land gefiel ihnen gut, denn es ist, wie früher, sehr wasserreich und voll Wiesen und Weideplätze. Das Terrain ist eben sehr gut und bietet genügend Quellen zur Bewässerung; auch ist der Platz rings von Waldung umgeben. Sie kauften ein Stück Land von etwa 70 Dulam mit einem} alten Gebäude, das ln schönen Qo&dratsteinen aufgeführt ist, um den Preis von 420 Lires. Möge Gottes Segen auf diesem Unternehmen ruhen I rrtrÜT H amSMunlAu "i~l Vi»i! '-^’i.