Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 35 (3.5.1886)
- Date
- 1886-05-03
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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Ö2äi@®&iö& P@Ll&siiaxA*&;: ‘■HK-J** Vorschläge zar Eatwiekelaag imdEatfaltang der Kolonisation im hL Lande atirela Anlage and PMege des Weinlbaaes, gewidmet dem treaen Sendboten der „Zionsfrennde”, Herrn Kalonymos Seeb Wissotzky. Von Hen&sse Hairowitz. Vorwort. Indem wir vorliegende werthvolle Darlegung der Versammlung der „Freunde des h. Landes* und den Förderern des Bodens unterbreiten, der die Wiege unseres Glaubens ist, will ich meine Brüder auf Einiges aufmerksam machen, was für dieselben von Interesse sein muss. Der Verfasser vorliegender Arbeit gehört zu unseren Freunden, war einer der Ersten, der mit praktischem Ginn im Interesse der Kolonisation gearbeitet, und ist zugleich mit bewunderungswürdiger Ausdauer und genauer Kenntniss des heiligen, wichtigen Gegenstandes ausgerüstet, dem er sich gewidmet bat. Bevor er das b. Land betreten, bat er genau die Agrikultur und alle damit zusammenhängenden Zweige der Wissenschaft in der. höheren Ackerb&uschule zu Warscbau in der edlen Absicht ßtndirt, seine Kenntnisse seinen Ackerbau treibenden Brüdern in Palästina zu übermitteln und zu Gute kommen zu lassen. Vorliegende Darlegung ist nicht ein Augenblicks-Werk, vielmehr das Resultat eingehender Erforschung des Bodens und seiner agrarischen Beschaffenheit während all1 der Jahre, die er im Dienste der Kolonisation thätig ist Der Verfasser hat die Resultate, die er uns hier theoretisch giebt, bereits durch die Praxis erprobt, indem er selbst Weinberge im h. Lande angelegt und günstige Erfolge damit erzielt hat. Da diese Vorschläge von einem theoretisch und praktisch gebildeten Landwirtbo ausgehen, der zugleich auch den Gedanken der Kolonisation Palästinas mit ganzer Seele erfasst hat, so verdienen seine Worte unsere besondere Beachtung. Die Darlegung richtet sich namentlich an die nur mtkrig Bemittelten, die nach ihrem Stande und ihren Vcrhüiüiiccon nicht auf einmal mit grossen Kummen arbeiten können, deren Streben aber dahin geht, allmählich und im Laufe einiger Jahre das Ziel ihrer Sehnsucht langsam aber sicher zu erreichen.' ‘ Wir hoffen, dass diese wenigen einleitenden Worte genügen, um der folgenden Darlegung die Sympathie der Freunde des h. Landes und seiner Förderer zuzuwenden, und Er, der „Zions Thore liebt“, möge sie mit weisem Bathe erleuchten und auf den rechten Weg zum Ziele leiten. *) , Warschau im Elul 5645. P. Babinowits. '- - i*v;^ Nachdem ich bereits in einer Specialschrift Licht verbreitet über alle Hemmnisse und Hindernisse, die der Kolonisation Palästinas im Wege stehen und deutlich hingewiesen habe auf die Mittel, wodurch wir im Stande sind, in Zukunft Alles zu beseitigen und zu vermeiden, was unserem Unternehmen hindernd und verwirrend entgegen tritt, will ich Ihnen, sehr geehrter Herr, der Sie an der Spitze der „Zionsfreunde“ stehen, hiermit eine Schrift unterbreiten, deren Inhalt bereits unseren Brüdern inOdessaundW ar schau bekannt ist, eine Darlegung zur Ansiedelung im b. Lande nicht nur durch Acherhau allein, sondern auch durch Gründung von Industrie-Kolonien. Das grösste Hinderniss für die Kolonisation Palästinas durch Landbau allein ist der Mangel an *) Wir ballen uns verpflichtet, Freunde der Kolonisation daraut aufmerksam zu machen, dass es im Interesse der Sache erforderlich ist, dass unsere Brüder, die'sich dom Anbau widmen wollen, zuerst ihren Weg prüfen, und ihren Stand und ihre Verhältnisse genau erwRgen, in ihrem eigenen Interesse wie im Interesse der Kolon!* «allen Überhaupt, ob sie das Begonnene auch zu vollenden vermögen mul auf diese Unternehmung jährlich einige hundert Kuhol vier Jaiiro hindurch opfern können.