Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 31-32 (19.4.1886)
- Date
- 1886-04-19
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XSVfl- S-chrzm-g. ’ M M L AZ. ■ - - Ei« Kentrat - Hrgan für das orthodyXe ZudenLHum. Herausgegebeu Don Sr. Lehrmmrr m MaivH. Montag, den LS. April 5040 (1886>. , 2» Wir geben heute eine Doppelnummer, da wegen des heil. Peßachfestes die nächste Nummer : (wiederum eine Doppelnummer) Donnerstag den 29. April erscheint. Leitender Artikel. Zum Kefreiungsfeste. Don vr. H. Sänger. Das Befreiungsfest bietet uns immer neue Seiten, die der Betrachtung werth find, um so mehr, da wir, das damals befreite Volk, seit 18 Hundert Jahren nicht mehr die alte Freiheit besitzen, wir nicht mehr die Herren unseres Landes sind,.'das allein uns die volle Freiheit gewahren konnte. Andererseits ist ja das ganze Menschenleben weiter nichts als ein Kampf der Freiheit gegen die Knechtschaft; ist ja unser ganzes Streben, so lange wir sind, dahin gerichtet, uns frei zu machen von allen Fesseln und Banden, von allem Niedrigen und Kleinlichen. Und besonders unseren! Jahrhundert war es Vorbehalten, gewaltig einzugreffen in diesen Kampf, der auf physischem wie geistigem Gebiete breitere Bahnen eröffnen wollte. Wie aber bei all derartigen Kämpfen, denen zwar eine gesunde, natürliche Idee zu Grunde liegt, nur Wenige von.dieser Idee allein sich leiten lassen, ihr alle Kräfte widmen und bei der Erstrebung nur allein ihr folgen; die meisten Freiheitskämpfer selten aus Verständmß und Begeisterung, aus edler, reiner Absicht sich diesen Einzelnen anschließen und dadurch sich gar Vieles im Namen der Freiheit erlauben, was sich ganz und gar nicht damit vereinigen läßt, sondern viel eher nach Gewalt und Knechtung aussicht: so verhielt und verhält cs sich auch mit den Freihcitsbeftrcbnngen unseres Jahrhunderts, und die Folgen sind, daß wir heute als Schutz gegen jene Ausschreitungen eine scheinbar entgegengesetzte Richtung die Wett etnschlagen sehen. Nicht um jeden Preis, so hoch die Freiheit auch jedem Menschen gelten muß und so gewiß es auch ist, daß der Mensch nur in seiner Freiheit ganz und voll zur Geltung kommt, seine Kräfte und Fähigkeiten entfalten und verwegen kann; nicht' um jeden Preis darf er dieses natürlichste- Recht des Menschen, dieses sein kostbares Gut auf Erden sich zu verschaffen suchen. In herrlicher Weise führt uns das folgender Midrasch vor Augen: tray na 'Tim „Gott sah ihr Elend" .rosa mrt2 ppn ine7. rra"pn rnn - da wollte der Heilige, gelobt sei Er, das Ende (der Knechtschaft) beschleunigen durch das Verdienst der Väter. or^o ina ma uo'pQn 7"av Ü2"i2'7 ypn und Er sprach zu ihnen (den Vätern): verringert einen Buchstaben von Euren Namen und Ich werde Euren Kindern das Ende beschleunigen. 2a nvn7 'n <7 nna zw"2"! cm:x ma .: jrnwsrer mna -p mrna va v'u per» Da sprach Abraham: Herr der Welt, Du hast mir den Buchstaben 'n gegeben, damit ich zum Vater einer Menge Völker werde; wenn ich ihn Dir wieder zurückgebe, werde ich wieder sein, wie zuvor. i 'rwv ma ma v'pva ca .,2pjr noa ... :2py -ia:ra 7V Da sprach Jakob: Wenn ich meinen Namen um den Buchstaben *r"r verringere, dann bleibt nur noch 2pp — die Ferse. nrwai2Lr pnu» tryea pnL' iva np n2*pn 'rvpnr nca pn2" uw rrn nv?;3 vrm rnnn '7;nv 'avv mrt2 rrn pi '"nL p p'p jnrrr rotf jftaa pn«'