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Der Israelit · 1886-04-15 · Heft 30 (15.4.1886) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 30 (15.4.1886)
Date
1886-04-15
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Zrchre 1882 auf 1561,20 imb gingen fs langsam auf 1480,90 M. in 1885 herab. Einnahmen: l) Bestand aus dem Zähre 1884 — 1304,89 M. 2) Zinsen des Fonds durch den Vorstand der Synagogen-Gemeinde 3244,12 M. 3) Rente der Plocksschen Legats 150 M. 4) Zinsen von 4°/«, Pfandbriefen 72 M. 5) Der Frau Philippine Demuch Prämien-Stiftung 128,75 M. 6) Zinsen von in Depot gegebenen Geldern 11,65 M. 7) Beiträge der Mitglieder 1480,90 M. 8) Zuwendung von der Erholungs-Gesellschaft aus dem Feste am 14./3. 84. 9) Zurückerstattetes Verpflegungs- Geld 24 M. 10) Spenden 10579,31 M. Ausgaben: 1) Miethe für die.Anstalts-Lokalitäten 900 M. 2) Mundverpflegung der 10 Zöglinge und des Anstalts-Personals 2645,35 M. 3) Bekleidung der Zöglinge 347,97 M. 4) Schulgeld, sowie Schulbücher und Schreibmaterialien 456,24 M. 5) Kompletirung der Wirthschafts- und anderer Utensilien 59,10 M. 6) Häusliche Ausgaben für Wäsche, Kurzwaaren, Reparaturen rc. 360,61 M. 7) Beheizung und Beleuchtung 213,95 M. 8) Medicamentc 11,63 M. 9) Gehalt der Anstaltsmutter mcl. 150 M. Gratification an Fräulein Mcyscl 1000,02 M. 10) Lohn an deren Dienstpersonal 120 M. 11) Gehalt dem Boten 150 M. 12) Mobiliar-Versicherung 5,88 M. 13) Die Zinsen der Philippine Demuth, Prämien-Stiftung verthellt resp. auf die Sparkassenbücher eingezahlt, a) Malvine Berge! 64,37 M. d) Betty Berget 32,19 M. c) Mattha Kaul 32,19 M. 14) Ankauf 1800 M. Pofener 4°/0 Pfandbriefe 1848 M. 15) In Verwaltung des Vorstandes der Synagogen-Gemeinde gegeben 1000 M. 16) Drucksachen, Kopialen, Portos, Inserate rc. 91,40 M. Im Ganzen 9338,90 M. Bestand an der Kasse 1240,41. H. Wolfs. Oesterr.-Ungar. Monarchie. Wien. Herr Dr. Kopp, Verfasser der epochemachenden Schrift „Zur Judenfrage" wurde von antisemitischen Zeitungen beschuldigt, daß er sich für diese Arbeit von der „AU. isr.“ habe bezahlen lassen. Ans diese infame Verleumdung hat Herr Dr. Kopp in der „N. fr. Pr." nachstehende Erklärung veröffentlicht: „Von persönlichen Freunden und wohlwollenden Parteigenossen wurde ich wiederholt darauf aufmerksam gemacht, das; verschiedene Blätter, die ich nicht lese oder auch gar nicht kenne, aus Anlas; meines Luches „Zur Judenfrage" eine abenteuerliche Geschichte erzählen, die, von kleinen Varianten abgesehen, darauf hinauSläuft, ick hätte dieses Buch rim Aufträge der»A1L isr.4 geschrieen mck?tl i ihr mit einer ganz ersrhiramen Summe emloLm worden. Zur polittschen Kampfs alt geworden, dm! ich gegen Angriffe aller Lrt ziemlich aöMMuwn und huldige mir Vorliebe dem gurm deutschen Sprichwort: „Wer fein Haus öam an der Straße, muß die Leute reden lauen." Ich verhielt mich aber ablehnend gegen freundliche- Aufforderungen^ die erwähnte Fabel zu berichtigen, umsomehr, als ich es für eine Anmaßlichkeir und eure neue Unart hatte, eine persönliche Angelegenheit vor dem großen Publikum zu . erörtern. Wenn ich diesem Grundsätze endlich doch untreu werde, so bewegt mich hiezu ein besonderer Grund. - Es ist ganz in der Ordnung, daß der Advocar für seine rechtsfreundliche Verttetung bezahlt wird, so wie jeder Andere, der in seinem Berufe arbeitet. Die Höhe der Entlohnung wird durch Uebereiukommen oder Richterspruch bestimmt, und selbst eine glänzende Honorirung kömne nur gemeiner Neid bemängeln. Anders ist es, wenn, der Advocat als Schriftsteller anftritt und, wie ich cs in dem Vorworte gethan habe, dem Publicum erklärt, er habe mtt aller ihm zu Gebote stehenden Kraft, mit redlichem Eifer nach Wahrheit gesucht und lege nun dem Publicum das Resultat dieser Blühen vor. Wer öffentlich so spricht und insgeheim doch nur der bestellte und bezahlte Schriftenverfaner einer Partei ist, der belügt und betrügt das Publikum, der entweiht seine Feder in schmachvoller Wesse und verdient weder Achtung noch Glauben.. Zu dieser Erwägung also, um Zeugniß abzulegen für die Glaubwürdigkeit meines Buches, welches keine' Zeile enthält, von deren Wahrheit ich nicht durchdrungen wäre, trete ich jener albernen Fabel entgegen. Schon im Verlaufe des Prozesses sprachen allerlei Anzeichen dafür, daß Rohling es auf die gerichtliche Entscheidung nicht werde ankommen lassen, um nicht in öffentlichen Verhandlungen entlarvt zu werden. Ich trug mich schon im Lause des Prozesses mit dem Gedanken, im Falle der Einstellung des. Verfahrens die Ergebnisse der Untersuchung zu publiziren. Kurz vor der Schlußverhandluug. also zu einer Zeit, da ich schon das ganze Material gesichtet und ftudirt hatte, erhielt ich die gerichtliche Verständigung von der Klagsabftehung, und am selben Tage begann ich mein Buch zu schreiben. Ich faßte also diesen Plan ohne jedwede fremde Anregung und habe bei der ganzen Arbeit Rath, Mit- Hilfe oder Unterstützung materieller oder ander Art von Niemanden begehrt oder erhalten. Mit der Alliance Jsraelite bin ich weder aus Anlaß des

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