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Der Israelit · 1886-04-08 · Heft 28 (8.4.1886) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 28 (8.4.1886)
Date
1886-04-08
Page
– (sequence 18)
Language
German
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zur Hälfte dem russischen Reicht und zur Halste deu Afghane» gehört, Lebenden Juden r beginnen nun langsam nach Merw zu üdcrsicdelu und sich dort häuslich niederzulamu, Wobei ihnen die Russen kein Hinderniß in den Weg legen. Diese Juden stammen alle aus Persien, wie sie noch heute nebst dem Turkomenischen, das eine Abart des Türkischen ist, auch das Persische geläufig sprechen und auch zu schreiben verstehe». Als der große Tamcrlan (Timnr Lenk) mit dem Anfänge des 15. Jahrhunderts mit seinen Mongolen- und Tatarenhorden sengend und brennend in Persien einsiel , da verließe» viele Juden dieses Landes ihre Hcimarh und fiüchtetcn zu den zwischen Hcrat und Merw hausenden Nomadenstämmen, bei denen sie eine gastfreundliche Aufnahme fanden. Aus Dankbarkeit gegen ihre neuen Beschützer nahmen diese Juden die Sprache, die Tracht und theilwcise auch die Lebensweise der Turkomcnen an, was sie Alles bis aus den heutigen Tag getreulich beibehalten haben. In religiöser Hinsicht stellten sie sich freiwillig unter das Rabdinat von Herat, an das sie auch eine kleine Abgabe entrichteten und das sie dafür mit carm? (Schächter) und D'-ra^D (Lehrer) versah. Letzteren ertheilte das Rabbinat die Vollmacht zur Vornahme von nsn verrrp (Trauungen), dagegen mußten die Ehescheidungen und Chalizoth vor das Rabbinat selbst gebracht werden. Dafür haben aber diese Juden der Gemeinde von Herat wieder manchen Ehacham geschenkt und der nr (crrra 1633 p.) als Rabbiner (Mnley) dieser Stadt Verstorbene: ann -snar. rmx rrsrr san Tacn war der Ldkomm- Lmg einer solchen turroWeuischen Jrckerrsamilie und saß er in seiner Jugend zu Füßen des Kosch-Icschibah in Bokham -nro t*ozr* eszr p-sn Tpt'jQ rr£2 bz) irm -ttl Der jtcd (Äims) dieser turkomenischen Juden ist der von Herat oder vielmehr von Bokhara, der bekanntlich eine-Abart des scphardischen Ritus ist. Wenn uun diese Inden heute in politischer Hinsicht von ihrer ÄkuLtergemeknde Herat losgerreunt sind, ihre religiöse Verbindung mit derselben wird jedoch hoffentlich noch weiter aufrecht erhalten bleiben, da in dem ganzen Gebiete zwischen dem Kaspisee und dem Amudarja mit Ausnahme des Khanats von Khiwa, das aber durch eine große Wüste von Merw geschieden ist, sonst keine jüdische Gemeinde mit einem Rabbinate zu finden ist. Diese turkomenischen Juden sind ein neuer Beweis für die Lebensfähigkeit unseres Volkes, das sich sogar unter den wildesten Nomadenhordeu Mittelasiens zu erhalten wußte und sich dabei zugleich auch den Glauben seiner Väter unverfälscht und rein erhielt. :-n<y 'na jwu cy -pca V2 t*nsr -psrx „Heil dir Israel, wer gleicht di^ emenr Volke, dem der Ewige hilft und der der Schild deiner Hilfe ist." ii .it o n o o rr. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. er>ie hiesige Lehrerstelle ist per I. Mai zu ** brseycn. Unverheirakhcte Bewerber, welche auch die Befähigung zum N~-.p b-z und yn haben, wollen ihre Cfffrieu nebst (ropie ihrer Zeugnisse und Beschreibung der bisherigen T hätigleit sosort gelangen lassen an I. Weyl in Bicrjen, L062) Reg.-Be;. Düsseldorf. <^ie Lehrerstelle bei einer gr. israel. t^emeinde a. R. ist am l. Juni d. neu zu besehen, (behalt p. n. 2tNN> AN. nebst freier Dienstwohnung. Günstige Prüsungszengmsse, welche am l. Mai franco retour gesandt werden, sind in Original alsbald «irter W. 757» an Original alsbald «irter W. 757» an Frankfurt a. M.» n« richten. <2o«tr» fÄiii selbständiger Bäcker gesucht. Ot'ser- >2, len besorgt dir 0rped. d. Bl. nnter Nr. L»7i. Mie stelle als emtr und e** gionslehrer in Friederiria (Dänemark) ist sogleich oder )um 1. Mai uarant. Firum Kro. 760 und für nsw mindestens Kro. 1«0, also £ro. 800 oder Wir. 000, anher LUohnung in der Synagoge. Llebeneinkünste unbrstimmt. Bewerber mit Zeugnissen von frommen Rabbincn melden sich an den siultnsvorsteher n. ir. 2006) in Friedericia (Dänenlark). ine» Lehrling sucht A. Maas,, Uhrmacher und t^oldarbtiter, .Zrirdberg in Hessen. Samstag irnd .Zeitlagk srei. ('„»«MW fSur ein Knopf - und Posamentier- O Waaren-Geschäft wird ein tüchtiger Weisender, welcher Süddeutschland oder Elsaß - Lothringen schon längere Zeit mit Erfolg bereist hat, per 1. Juli zu engagiren gesucht. Ebendaselbst ist auch eine Lehrlings-Stelle vakant. Offerten unter V. 443 an Rudolf flösse in sota) München.

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