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Der Israelit · 1886-04-01 · Heft 26 (1.4.1886) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 26 (1.4.1886)
Date
1886-04-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Pistazien von jener edlen Art, Welche wir hier zum ersten Male in ihrer blühenden Schöhnheit sahen.-) Wir nahmen jetzt nuferen Weg mchr zur Linken, nach einem Grnnrren, der den Namen des Vaters Abraham führt, sowie zwei andere im Hcbronthale gelegen, der eine nach Isaak, der andere nach Jakob benannt sind. Viele steinerne Stufen fuhren zu dem klaren, frischen Wasser des kunstrcich gemauerten Abrahamsbrunncu hinab. Da schöpften so eben Frauen und Jungfrauen die großen irdnen Krüge voll, die sie auf dem Kopfe zur Stadt trugen, einzelne Männer füllten große Schläuche, womit sie ihre Esel beluden. Noch muß ich bemerken, daß in der Nähe von Hebron viele Dörfer liegen, in denen man in «eurer Zeit Spuren alter im Buche Josna entdeckten Dörfer zu finden glaubt. So Bethzur (2 Chronik 11, 7), welcher Ort von Rehabcam befestigt wurde, Gedor (Josna 15, 58) 2c. rc. Wir hielten uns nicht bei den einzelnen Oertlichkciten ans. Der Gedanke an Jerusalem beflügelte unseren Schritt. Ich konnte den anbrechendcn Tag kaum erwarten. Wie einst der Priester dem Wächter, wen» das Morgcnopfer dargebracht werden sollte, znries: Cs fängt an Licht zu werden bis nach Hebron," so sagte ich mir in ähnlicher Weise und war glücklich als der Morgen anbrach. . DerWeg ging nördlich und bergaufwärts zwischen Wein- und Oclgärtcn, durch das Traubcnthal Eskol, von dem die Kundschafter Trauben nach .Kadeschs) brachten. Wir fanden hier neben Wein- und Oclgärten, welche letztere tcrassenförmig in den Abhängen angebracht sind, auch Feigen, Granatäpfel und Aprikosen, die im Ucberfluß gebaut werde». Ueber einer felsigen unebenen Gegend, wo hie und da am Wege links oder rechts die Ruinen ehemaliger Städte, Dörfer, Thünne rc. 2c. zu sehen ist, kommen wir in eine freie Gegend, in fruchtbare weite Wadns, deren Hügel mit Crdbeerbanmen nnd Zwergeichen bedeckt sind und denen man es ansieht, daß die Gegend bebaut war. Unter dem Glucken und Rufen von Rebhühnern, von denen es hier Legionen gibt, zogen wir weiter. Bald durch Olivcnbcinmc, bald durch Felder, bald bcrgnnf, bald bergab. Cndlich nach mehr als sechofliindtgem Marsche hielten wir an bei brni Teiche Sa. lomo's und eine Stunde vor Bcthlcchem. Bon einer starken in Form nnscrer Brunnen in Stein gefaßten Ü, 1. Buch Moj. 4», II. r<) 4. Buch Mot. 1». «». : Duelle, an der wir viele Leute Wasser schöpfen sahm, geht das Wasser in drei auf einanderfolgendcn vsicuen Bapins. Sic sind zum Thcil gemauert, zum ThcU in die Felsen gehauen, haben etwa 60 Fuß in der Breite, 50 Fuß in der Länge und das zweite und dritte eine Tiefe von mchr als 40 Fuß, die anderen hatten auf dem Bode» Wasser, welches m den Tcmpelhof zu Jerusalem geleitet ward. ' Der Weg gegen Bcthlcchem ist mit tiefem Staub bedeckt, der von den brausenden Stürmen nicht selten in wirbelnder Bewegung von dannen getrieben wird und der mein Auge fast blendete. Von Jerusalem aus sende ich die Fortsetzung dieses Briefes, da in Bcthlcchem keine Israeliten wohnen und ich mich diescrhalb in dieser Stadt nicht aufhlctt. Bis dahin empfanget die besten Grüße von Eurem Sohne ' Ben Joseph. Dem Jahresbericht für 188» des Instituts für Kaufm. Informationen und Incasso von SD. Echimmelpfeng in Berlin W., Behrenstr. 47 entnehmen wir: Inmitten des Treibens, bezüglich der Ereditresormvereine hat mein Institut verbältnißmaßig ruhig und ungestört seinen Ausgaben obliegen und aus den ihm vorgezeichnekrn Weg sich forteittwickeln können. Wie alljährlich so bade» auch im letzten Jahre die Beziehungen und Verbindungen des Instituts eine Ausdehnung erfahren; gleichzeitig konnte die'Methode der (Erkundigung und der Berichterstattung wieder um einige Grade pervoülomnret werden. Die Instructionen der Abtheilung' j wurden gegen Ende des Jahres einer sehr eingehenden Umarbeitung unterzogen, deren förderlicher Einfluß in dem Maße, als die Beamten des Instituts sich in dieselbe hincinleben und darnach arbeiten werden» keinem aufmerksamen Abonnenten oder Eorrcspondrnten entgehen wird. Die Höbe der Auwrdcrungen, zu welcher in dieser Umar» brilung der Instruction vorgeschritten werden konnte, beweist mehr wie irgend etwas Anderes, welcher unschätzbarer Werth dem Institut' dadrrrch bereits eigen ist, daß im Anschluß an eine 18 jährige ausgedehnteste Wirksamkeit in ihm eine groß« Anzahl erprobter und seil Jahren aus ihren Posten heimisch gswordencr Hilsskräile mit einem persönlichen (Kapital von Spezial - Erfahrungen nnd .ttenntnisirn thätig ist. Nnhe und Sicherheit in Brhrnschung deü umfassensten und verschirdenartigsten Materials, Unrsichk und Scharsbiick für die rutschridenden Punkte nnd die osl kaum merkbaren kritischen Indizien de» Erschäirslebens. instinrtive Begabung, aus der Iullr »viderslreitender 'Beobachinngen daü richtige Eesammlnr. lhrit zn stnden, Persttuidnis, nnd Ii'iblnilg (nr die S'efondrlhrit des Interesse", ans welchem berarrs dir Anfragen ergehen, dies sind Bo« tilge. die ick je mehr und mehr neben der «ardlnalltigend aller Anskrmitverthrilnng -- eitler geradezu eigeniinnigen t>'twlsl„il!at«igsei» — nieiliem Institut als ttrrnttgenjchajt v,e>' nea bioher rallloien Strebe,rS nachlnhmrn da»!. Da« Personal des Inslitllty bel>el»r ans 1 *r4 Angestellie»; lut Berliner »'ri>t,altm,entt und davon tu.l, an-nnitla be^ schiitlig«. .'lnster in den Filialen sind z. I. in linrnberg «nv Wien eigene Angestellte thätig. >

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