Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 24 (25.3.1886)
- Date
- 1886-03-25
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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r J : \ Jtntfalcm» im Adar I 564«- Edle, hochherzige Brüder! In einer Stadt, wo. wie in Jerusalem, in Folge des Klima'S und deS Elends, der Gesundheitszustand der Bevölkerung, immer gefährdet in, gehört ein Hospital unstreitig zu den größten Derlen der Humanität. Untre Weisrn lehren, daß die Krankenpflege eine der größten Pflichten des Menschen ist und daß deren Erfüllung eine der größten Mizwoth ist. r*rc) *■“ nr> ~~ H irara- ■nw rrcscr .an1; tw ru»-«a tis*j rnyrt rat rrm hs ,Sa den Kranken hilft, dem wird am letzten Gerichte jede Strafe erlassen , wie eS heißt (Psaml 41): .Vohl dem» der dem Kranke» hilft! Zur Unglückszeit errettet ihn der Herr." , Bon diesem Gedanken geleitet, haben wir vor 27 Jahren das «Dikur Eholim-HoSpital" hier gegründet. Zu unsrer Genug, thuung haben viele jüdische Autoritären. die unser Hospital besucht, die besten Urtheile über dasselbe gefällt., von denen einige nachstehend folgen. Dir, sowie dre gcsammte jüdische Bevölkerung Jerusalems, können mir Stolz auf die bisherige Thätigkeit dieses Hospitals zurückblicken. umsomehr, da cs, nach dein Rothschild'schen, das einzige jüdische Krankenhaus der Gemeinde ist. Bierhundert arme Kranke finden durchschnittlich jedes Jahr Ausnahme in das Hospital und mehr als fünftausend Rezepte werden jährlich (um den Preis von 23 Pfennige jedes, auch das theuerfle Rezept) an solche Kranke verabreicht» die unsere» Hospiralarzt dreimal wöchentlich gratis consultiren. Veibcr aber befinden sich, in Folge der riesenhaften Zunahme der Bevölkerung, die vciicr dieses Hospitals seit einigen Jahren in der schmerzlichsten Lage. Don der einen Seile die Unmöglichkeit, allen sich immer mehrenden Gesuchen um Ausnahme zu genügen und von der andern Seile der tiefe Schmer; vieler unglücklicher Kranken, die aus Mangel an Platz in unsrem Hospital an das der Mission sich zu wenden gezwungen sind, leicht eine Leute derselben werden. Die Christen sind längst zur Erkenntniß gelangt, daß die Roth ihrer hiesigen Glaubensgenossen nicht durch dir Unterstützung einzelner Elenden. sondern nur durch heilsame Anstalten gelinden werden kann und unterhalten, unter anderen auch großaNig eingerichtete Hospitäler. Unsre Brüder begnügen sich damit, die Elenden zu unterstützen, ohne daran zu denken, daß gerade dadurch das Elend selbst erhalten bleibt. --- . . . Es ist Zeit. das; auch unsre Brüder zu der Erkennung gelangen, daß nur durch die kräftige Unterstützung heilsamer Anstalten hier Gmcs, wahrhaft Gutes gestiftet werden kann. Und welche Anstalt ist hier wohl heilsamer als ein Hospital, das Hunderten elenden Kranken jährlich nicht blos das Leben, sondern auch die Seele rettet. Edle, hochherzige Brüder? - Im Namen dieser Unglücklichen flehen wir Euch um Hilfe an! Gatt verleihe Euch ein fühlendes Herz für unsre Worte, daß Ihr die Lehre unsrer Weisen beherzigen möget: (n"? sn an-*;) T.yr yx cvr-n -ras d. i.: Jeder muß nach Kräften und sooft als möglich die Mizwe der Krankenpflege ansüben. Und welche Stadt der Erde hat wohl das Recht, an Eure Dohlrhätigkeit größeren Anspruch zu erheben als Irrnfalrm, das Ihr dreimal täglich in Euer Gebet einschließet. Darum, tlieure Brüder, in wessen Her; noch ein Funke für Jerusalem glüht, eilet dieser heiligen Anstalt zu Hilfe, und möge Jeder, der diese heil. Sache unterstützt, es erleben, wie die Bitte unsres Dolles *ot nem a^arrn tvk abstvV» in Erfüllung gehen wird. , Die Leiter beS Bikur Eholim-Hospirals: (L. S.) Sch. Gottmann. Cb. Wekfchner. .pOTw^wio Zeugnisse. Von vielen Zeugnissen über unser Krankenhaus, die von fremden Besucher» in unser Tagebuch eingeschriebe» wurden, wollen wir hier folgende wirdergkbrn: . I- Wir (Abgesandte des Erntral-Eomitk in Amsterdam zur Gründung eines neuen Hospitals in Jerusalem) besuchte» die Anstalt .Bikur Eholiin-Hospital- und finden, daß dieselbe sich bemüht, Gutes zu leisten und durch ihre Einrichtung daffekbe wirklich vollsührt. Jerusalem, Ehanuka 5645. A. Roos auS Amsterdam. A. Grünbaum aus Schwabach. II. Ich habe das «Bikur Eholim-HoSpital* besucht und war mit dessen Einrichtungen und Leistungen im höchsten Grade zusrieden. Gespendet für dasselbe .... Francs. Rabbiner Dr. N. H. Adler Jerusalem, Trja J. 5(145. (Cohn deS Oberrabbiner von England). III Ich habe viel Dergnügen gehabt, das vorzüglich geleitete «Bikur Eholim-HoSpitalzu besuchen und die guten Erfolge deS dort instaUirlkn Arztes zn ronstatiren. Jerusalem, Attgust 1 »75. Edward Aikin. L V. Mit großem '4*erflttflgrn habe ich 'Borst,hende» gelesen und hege den Wunsch, daß diese» Institut mit gleichen Erfolgen auch in der Zukuntt wltleu möge. Jerusalem. August l«75.' Mose» Montesiore. Wir sind bereit, Wnbmeutgegetlzuuehmett uud weite,zubrsötdrru. Ibke ^Kpktllllviz de» ••i»rarUt**. " i.'-ifi»' -~fT fiitr'--'