Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 20 (11.3.1886)
- Date
- 1886-03-11
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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xcnb ferner ersten AnrseserLeil ra Wien 1873, wg er doch der Saft des Lüfters Franz Loses ©er mb auch in der rmserlichm Vnrg wohnrr, sich wekgsLe die Laiscrin vM Oesterreich Zn empfsnZm, well ihm scm Lftrviog noch nicht die dazu günstige Smnde btzcichuct hatte, oder daß der Sultan in Konstantinopel noch hcnre keines wichtigen Schritt unternimmt ohne vorher die Meinung des Hsfastrologen darüber emgcholt Zn haben, der wird es auch begreiflich finden, wenn der minder gebildete Emir von Lothars sich weigert, den Juden seiner Hauptstadt, gegen den Rath der Hofastrologen, die Erlaubnis Zum Neubau einer Synagoge zu ertheilen. Am Hofe cmes orientalischen Fürsten ist eben der Astrolog Alles, dem sich auch die Minister und die Räche des Fürsten beugen muffen. Das vierte Leiden der Juden Bokharas besteht wieder darin, daß sie auf Eseln . nicht reiten dürfen. Nun benöthigen sie aber diese Thiere ungemein zu ihrem Hausirhandel und Waarcutrausporte, denn, wahrend das Kamecl zu groß nnd zu schwerfällig ist, um mit demselben von einem Hause zum andern ziehen zu können, ist das turkowemsche Pferd wieder zu lebhaft und zu feurig dazu. srr daß dessen Reiter es kaum im. Zaum halten kann. Nur der Esel ist für den Handel, besonders für den Hausirer geschaffen, und dieses sanfte Thier darf eben der Jude nicht benützen. Eine Ausnahme wird nur dann gemacht, wenn der Jude das Zcugniß eines rnobamedanischen Arztes oder Barbiers prodncirt, in welchem bestätigt wird, daß derselbe in Folge eines Körperleideus der Beihilfe eines Langohrigen nicht enttathen könne. Die Erlangung eines solchen Zeugnisses ist aber stets mit großen Geldauslagen nnd Laufereien verbunden, so daß der arme Hausirer lieber ans ein solches Zeugniß verzichtet und noch weiter mit seinem schweren Pack auf dem Rücken von einer Stadt zur andern und von einem Hause zum andern keucht. * ' 1 fltü c c o. Tanger (Marokko), 18. Februar. Durch den Ausgang eines soeben beendigten Verleumdungsproceffes ist die Ehre nnd das Ansehen des schwer gekränkten österreichischen Konsuls -Dr. Schmidt voll restituirt worden, nachdem er jahrelang den ärgsten Verleumdungen, ausgesetzt war.. Er stand nämlich auf die Denunciation eines früher bei ihm bediensieten Marokkaner«, Namens Ehouali unterdem Verdachte, er hatte die Nothlage der Araber in der Zeit, da der Ackerbarl im Argen lag rmd der Fruchtertrag kaum zur Stillung des Hungers reichte, dazu benützt, den armen Leuten ihre Felder am ein Spoügeld und selbst durch die Anwendung der Folter abMwtzeu. Selbstverständlich hatte der Er-Esnsn!, der unter einer solchen schweren Anklage stand, schon nn Interesse der Regierung, in deren Diensten er gewesen, auf die genaueste Untersuchung der Sachlage gedrungen und die Folgcu eines Prorcnes, den er gegen die Verleumd^ au* strengte, guten Gewissens Nicht gescheut. Das Verdick. das endlich gefällt wurde, sprach ihn von allen Beschuldigungen ft ei und traf mit aller Schwere die Attentäter auf seine Ehre, in erster Linie den schon genannten Ehouali. Die Zeugenaussagen kanteten sämurtlich für ihn günstig und bezeichneteu ihn vielmehr als Wohlthäter der Umgegend von Tanger, wo er zur Zeit der Hungersuoth in jeder Weise hilfreich gewaltet hatte. WiU&iigz ITöfiroge« Tsrofcf^n jei«: Lehrer und Vorsänger Schlesinger in Mergentheim. Lehrer Rüben Leermeeflcr in Kestrich. Haüprlchrer Mayer inNonnenweier. Wittwe Goudchaux in Saargemünd. Frau Adele Goldschmidr in Dörnach. Lehrer und Vorsänger Leopold Marx in . Bacourt. Caroline Rosenfelder in Aidhausen. Lehrer Nathan Nicdcrmann in Ncckarbischossheim. Lehrer Lazard Marx in Havingcn. Moritz Spiro in Rheinberg. Lehrer S. Gutmann in Wcstheim. Moise Drcyfus in Senheim. Heinrich Dienermann in München. Daniel Drevfuß in Usiheim. Adolf Stein s in Mcsiclhausen. Karl Wolf in LangwcUer. Jsaac Rosentbal in Wronke. Z. Reckendorf in Heidelberg. Jacob Heß in Bunde. S. M. Bachrach in Clmshorn. Joseph Werner in Strasburg. Fräulein Hedwig Levi in Dehrn. I. L. Zobel in Boskowitz. David Kohn in Wien. Abraham Paskyzwe in Prcßburg. Lehrer A. Levi in Verwangcn. Lehrer Leopold Agulnik in Mcssä. Lehrer A. Ovpenheinier und Fräulein Rosa Hirsch in Wehrheim. Fräulein Sara Liebmann, Fräulein Aohanna Winkclstein, Frau Salomo» Winlelstcin und Fräulein Ietrchcn Mange in Hadamar. Fräul. Bertha Dppenhcimer in Villmar. Moriv Hirschfeld in Waitzen. Hugo (lohn in Zirtc. H. Emhorn in Bochuia. Lehrer N. Ritter "in Polch. N. H. F. in G. Briefkasten der Nedaction. Herrn E. A. in R.: Sehen Sie doch Rasch!;u 2. B. M. Cap.lS, V. 12 und V. 24; da werden Sie Ihre Fragen beant-" wartet finden. — Herrn Z. I. (5. in A.: Herzlichen Dank für den schönen crc. — Herrn Str. in O.: Von Nissan an sagt man nicht mehr yrc mcr?. Hier, in Mainz, wird es sogar nur an w -rm n'i gesagt; weder vorher noch später. — Abraham ' in Fi. a. M.: Ihr eigener Bruder gehl allen Bedürftigen vor; jedoch müssen Sie sich hülen, durch Ihre Mildthatigleit den Leichtsinn zu .fördern. — D. A. in 20.: Es ist in unfern Gegenden nicht üblich, die Hinterviertel zu Porsche«. Dasselbe ne»; einzutübren, hat außerordentlich viel gegen sich. Im ,I8raelil" ' sind bcleitS vor langer als L0 Jahren ausführliche Abhandlungen darüber veröffentlicht worden. Das Resultat war, e» nicht zu gestatten.