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Der Israelit · 1886-02-25 · Heft 16 (25.2.1886) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 16 (25.2.1886)
Date
1886-02-25
Page
– (sequence 7)
Language
German
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273 noch heute dort. ZH Keß Dich sogleich %a diesem Häuschen BinpBrim, Leffen Lmirpftsten ich beim Kettete« desfttbes voller Wchrmtth ur.d Rührung kWe. (Schluß folgt.) Ke» fl 1 et o tu Der Water. YIL Als Alfred nach Hause kam, suchte er zunächst den Besitzer des Hauses auf. Monsieur Grandpierre wohnte im. Eutresol; wiewohl er sehr reich war, begnügte er sich mit der geringsten Wohnung des großen Gebäudes. Die Dienerin führte den Maler hr das Zimmer des Hausherrn. Es war ein sonderbarer Anblick, der sich dem Einttetenden ' bot. Monsieur Grandpierre spielte mit seinen Katzen, zehn an der Zahl. Da waren alle Sorten von Katzen. Kleine, niedliche, schneeweiße Kätzchen, große, mächtige, graue Kater mit funkelnden Augen, schwarze und weiß und schwarz gefleckte Katzen. Sie sprangen an dem Hausherrn hinauf, setzten sich ihm aus Kopf und Schulter uud' suchten die Lcckcröipen zu erhaschen, die er ihnen bot. Der kleine, dicke Mann lachte, jubelte, kicherte; die-Katzen und Kätzchen miauten und ließen noch andere liebliche Töne vernehmen; es war ein tolles Concert. Herr Grandpierre bemerkte den Eintritt Alfreds nicht, der sofort Buch und Bleistift hcrvorholte und das sich ihm darbietcnde Bild skizzirte. Als er fettig war, machte er sich bemerklich. „Ei sich da, der Herr Maler!" rief Grandpierre, öffnete die Thüre eines Nebenzimmers und jagte die. Katzen hinein. „Was fühtt Sie zu mir, mein Herr?" „„Herr Durand schuldet Ihnen noch 750 Frs., die ich in seinem Aufträge bezahlen möchte."" „Ha, ha, ha! In seinem Aufträge! Sie sollten Ihr Geld besser zu Rathe halten, junger Herr! Doch, was gcht's mich an? Geben Sie her!" Wfred gab ein Tausendftankbillet, Monsieur Grandpierre gab ihm den Rest heraus und schrieb die Quittung. „„Sie lieben die Katzen wohl sehr?"" fragte Alfted. „Meine einzige Freude ans der Welt! Ich habe weder Frau nach Kinder, weder Brüder noch Schwestern. Ich liebe nicht Theater, Eircns, Kaffee- oder Weinhäuser. Die lieben Thierchen versüßen mir die Einsamkeit." „„Tuch ich liebe icke Katzen,"" sagte Alfred lächelnd, „„erlauben Sie, daß ich orauHWel Ihrer amüsanten Unterhaltung zusche?"" - „Sie lieben die Katzen? Wackerer, junger Mann! Kommen Sie, so oft es Ihnen beliebt!" „„Wollten Sie mir nicht gleich das schöne i Schauspiel gönnen?"" Der Hausherr öffnete die Thüre des Nebenzimmers, und die Katzen stürmten herein. Das Spiel dop vorhin wiederholte sich. Alfted war ein aufmerksamer Zuschauer, was Grandpierre dankbar anerkannte. „Sie sind ein wackerer Herr! Sie spotten nicht über mich Einsamen, der diese hübschen Kreaturen sp sehr liebt!" „Du weißt nicht, alter Narr,"^dachte Alfted, „wie dankbar ich Dir für das.prachtvolle Sujet sein sollte." Nachdem er eine halbe Stunde zugefchaut und alle Bewegungen der Katzen genau beobachtet hatte, begab er sich in sein Atelier und fing sofort an, das Gesehene darznstellen. Es war ein dankbarer Stoff. Das Originelle desselben rmrßre packen, mußte Eindruck auf den Beschauer machen. — Am andern Morgen begab sich Alfted in die Wohnung Durands, der sich gerade anschickte, ins Geschäft zu gehen. Alfted überreichte ihm die Quittung des Hausherrn. Durand war sprachlos vor Erstaunen. „Nein," sagte er, „das kann ich nicht annehmen! Ich bedarf dessen auch nicht; mein Geschäft geht jetzt, Gott sei Dank, gut, und ich erwerbe, was ich' brauche." „„Ich bitte Sie, lieber Herr Durand, betrüben Sie mich nicht durch Ihre Weigerung. Ich verdiene jetzt Geld' in Hülle und Fülle.' Sehen Sie, hier habe ich 2250 Frs. Dreitausend Franken habe ich für ein kleines Gemälde bekommen . „So sparen Sie Ihr Geld und ..." „„Ich verlange ein Gegengeschenk von Ihnen."". „Das wäre?" * „„Die Hand Ihrer Tochter!"" Frau Durand war ins Zimmer gefteten. „Hast Du gehört, Efperance?" ftagte ihr Gatte. Frau Durand trocknete die Augen, die ihr naß geworden waren. „So rufe Rosette herein!" Rosette kam. ' „Mein Kind," sagte ihr Vater, „unser lieber Freund da hat unscrm Hairstyrannen den Rest meiner Schuld bezahlt, und da ich mich weigette,

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