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Der Israelit · 1886-02-25 · Heft 16 (25.2.1886) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 16 (25.2.1886)
Date
1886-02-25
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXVII. LchrgLLZ. KlkMOM & ^V’ yrm ßentrak - Hrgan für das ortßodoLe IudenLHum. Herausgegebeu von LehWLvv m Msivz. Douaerftag, dev 25. Februar 5646 (1886). Leitende Artikel. Wachazitö Kasch ekel. ii. Mainz, 22. Februar. Unsre Weifen lehren im Tractat Sotah 5 a.: „Rabbi Alexandrai sagte.- Jeder Mensch, der hochmüthig ist — ctu kleiner Luftzug schon trübt fein Gemöth (ein geringer Unfall verwirrt und vernichtet ihn; Raschi), wie cs heißt (Zes. C. 57, 3. 20): „Und die Frevler (die Hochmüthigen; stehe Rafchi in der Gemara) sind wie aufgewühltes Meer, das nicht ruhig werden kann; stets wühlen seine Wafferwogen Schlamm und Unrath auf." Das Meer, das so viele Rebiioth (ein Rebiith — ein Quart) hat, ein leichter. Wind kann es trüben — der Mensch, der nur ein Rebiith hat, um wie viel mehrt" — Raschi erklärt uns den Schluß der Worte des Rabbi Alexandrai, indem er sagt, daß jeder Mensch mindestens ein Rebiith Blut haben muß; denn mit weniger kann er nicht leben. Dieses Maß, sagt Raschi; ist Halachah!e Moschch mi Sinai, traditionell von Moschch her uns überkommene-Halachah, dem sie Gott auf dem Sinai offenbart hat: denn ein Rebiith Blut eines Todten verunreinigt das Haus £nN2 ndec) C0:n wn om '2, denn das Blut ist die Person, das heißt das Leben der Person, und io* *6 hd rossa bj by. — Thoßapoth (Schlagwort ein) bemerken dazu int Namen des Nabbenu Ehananel, daß mit diesem Rebiith das Blut gemeint sei, welches das Herz durch den ganzen Körper treibt; cs habe ein Gewicht von 25 Salaün, und das ist der vierte Theil eines Lug j&n rrv-i. Unsre Weisen erzählen im Midrasch Tanchnma: Als Moschch aus Gottes Mund vernahm: „Und sie sollen geben ein Jeder ein Löscgcld seiner Seele," da habe Moschch fich gefürchtet und gesprochen: Herr, der Welt, Alles, was der Mensch besitzt, gibt er, um sein Leben zu retten; wie kann er ein Lösegeld feiner Seele geben? Alles Gold und Silber der Welt erreicht den Werth einer Menschenseele nicht! — Aber Gott sprach: bpim rrsro .. urr rn „Dieses sollen sie geben . . . einen halben Schekel." Da beruhigte sich Moschch. — Wir aber fragen, wie konnte sich Moschch dabei beruhigen? Es sollte doch durch die ihm gewordene Antwort fein Staunen nicht beseitigt sein; denn, wieso repräsentirL der halbe Schek3 das Lösegeld der Seele? Nach dem Ausspruche des Rabbi Alexandrai aber ist die Antwort des allweisen Gottes vollkommen erklärend. Wir haben oben gesehen, daß der Mensch mindestens ein Rebiith Dam besitzen muß, oder noch präciser — nach der Erklärung des Rabbenu Chananel — daß das eigentliche Lebensblut des Menschen, das e®:n m ein Rebiith Lug beträgt und daß dieses , ein Gewicht von 25 Selatm hat, daß ferner ein Sela mit einem Schekel gleichbedeutend ist; demnach beträgt das Gewicht des v-un 2150 halbe Schekel. — Der Allweise nennt den Machazich Haschekel nenn, eine Hebe. Rach der Lehre der Weisen soll die Terummah den 60., den 50. oder den 40. Theil betragen; die Freigebigen geben den 40., die Geizigen den 60. und die gewöhnlichen Menschen den 50 Thell. Demnach ist die Terummah des E9;n cn der 50: Theil, also gleich dem Gewichte eines halben Schekel, und da Moschch verwundert fragt: „Wie kann der Mensch ein Lösegeld seiner Seele geben?" antwortete ihm der Altweise; rvsnD .... wr nt, es soll ein Symbol sein, der 50. Theil von rwn 21 dem Gewichte nach, eine Terummah von cn, das soll sein xr; das Lösegeid dessen, was ihm die Lebensfähigkeit gibt.

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