Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 12 (11.2.1886)
- Date
- 1886-02-11
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Ei» entrak - Hrgan für das oxWoboze ZudenLhum. HerauZgegeben von Dr. Lehrmuw m Mairrz. Dssserftag, beu U. gfeb*»*« 564$ (1886). Leitende Artikel. HottinuigKeit. IV. Mainz, 8. Februar. Aus all dem Gesagtem geht hervor, daß die Vorbedingung der Gottinnigkett die rechte Vereinigung der Gedanken und Thaten bei Ausführung der heiligen Gebote unseres Gottes ist. Dann thront Gott in unserer Mitte, und das ist der größte Schatz, das herrlichste Gut, das wir erringenWMeru^.Unsere Weisen (Talmud Jeruschalmi C. 5. Halachah 1.) empfehlen uns einm Ausspruch der heiligen Schrift, der die Gottinnigkett in wunderbar schöner Weise zum Ausdruck bringt. Dort lesen wir: PM' 020 KD» *1 KHK “Q NP)? »X! '»pffl 'l 'jay rwos 'n ,?s ‘im n nn PM7I k.t Ki> mrb')ö . :t6d sp>r nt>K ub xiVv „Rabbi Chiskijah sagte im Namen des Rabbi Jakob bar Acha, und Rabbi Jaffa sagte es im Namen des Rabbi Jochanan: Gewöhne dich, den folgenden Vers stets im Munde zu sichren: „Der Ewige Zebaoth ist mit uns, eine feste Burg ist uns der Gott Jakobs, Selah. (Psalm 46. V. 8. u. V. 12). Der angeführte Vers ist die Zusammenfaffung jedes der zwei Theile des 46. Psalms. „Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, in Röthen unsre Hilse, gegenwärtig immerdar. Deßhalb fürchten wir nicht, wenn auch der Erdball wankt, wenn Berge in der Meere Herz zu stürzen Irrohen. Seine Fluthcn brausen, stürmen, daß Berge vor Ungestüm erbeben. Jenes Stromes Bächlein, sie erquicken dennoch Gottes Stadt, des Höchsten heiligen Wohnsitz. Gott ist in ihrer Mitte, sie wird nicht wanken, Gott wird ihr helfen, wenn ihr Morgen anbricht. Völker beben, Reiche fallen, Er erhebt Seine Stimme, so daß der Erdball erzittert. Der Ewige Zebaoth ist mit uns, eine feste Burg ist uns der Gott Jakobs, Selah." Bis hierher schildert der Psalm die Gefahren, die von Setten der aufgeregten Natur drohen und die wtt in Gottinnigkett ruhig an uns vorübergehen lassen. In der zwetten HÄfte des Psalms werden, die Gefahren dargelegt, die von Setten der wild-, erregten Menschhett drohen, und vor denen uns' ebenfalls die Gottinnigkett schützt.; J „Geht, schauet das Wirken des Ewigen, der auf dem Erdkreis Umwälzungen schaW Der zur. Ruhe bringt Kriege bis an der Erde Enden, Bogen zerschmettert, Spieß zerschlägt, .Kriegswageu im Feuer verbrennt! Lasset ab und erkennet, daß Ich Gott bin, über Völker erhaben, über den Erdkreis , erhaben. Der Ewige Zebaoth ist mit uns, eine feste Burg -ist uns der Gott Jakobs, Selah." ' - Wtt wollen nun diesen Vers, der die Gottinnigkeit so recht zum Ansdruck bringt und den wtt uns gewöhnen sollen, stets im Munde zu führen, näher ins Auge fassen. „Haschöm," der Name, den wir nichts aus-, sprechen, wie er geschrieben wird! Wenn am Versöhnungstage dieser heilige Gottesname in Heiligkeit und Reinheit den Lippen des Hohenpriesters entfloß, so stürzte alles Volk in' die Kniee, bückte sich, fiel mit dem Anttitze zur Erde nieder und rief: Gepriesen sei der Name der Herrlichkeit Seiner Negierung immer und ewig! Unsre Weisen bezeichnen diesen heiligen Gottesnamen als den traon üsf, als den Namen, welcher die eigentliche Bezeichnung des Weltenschöpfers gibt, während die andern Gottesnamen, wie Barmherziger, Gnädiger, Allmächtiger, Höchster u. s. w. nur einzelne Eigenschaften Gottes zum Ausdrucke