Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 11 (8.2.1886)
- Date
- 1886-02-08
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Ji LL. Ei« GenLrat - Hrgan für das ortßodore Audenlhum. Herausgegebeu von Vr> Lehmas» in Mainz. ' ' Montag, de« 8. Febrrrar SS4S (1886). Lortender Artrket. Hottmmgkeit. ui. Mainz, 4. Februar. Wir haben oben gesehen, daß es drei Arten iu Bezug auf die Ausführung der Gottesgebote gibt: Die That ohne des Gedanken, der Gedanke ohne die That, und, die höchste Vollendung, die Vereinigung beider. Das scheint uns auch ein schöner. Zu Herzen redender Midrasch auszusprechen: nyn *3» *2x3 m* /btnsrb rD"pn erb not* *p ✓tnr njrn ,n>Ti /rvjnc;ns ’:ns jnw 'mp TErjn *pb ,D2ra< nyn tty& ayrb -n wy frü’isn fiiios *i d*d T3 "«mp tnj din .enra Turan itnpü TDiapP* dtt tb run.'wp ,-)2w »jm ,bt<iy> rva bra* .care* -can imtb nnD icrj? tbs^er '2 B3’2N *2Ki imb DHN- D’J2 'MP O2'arr ^“naai o.t2n bst* jnpa O'2av Tiaa ^bbtntsrb-wi ipasm ,o»2a '22 d'2p; mop nsi» nih pi vsz bzx wn»a b igrcn nsN3 ■pS D3'2'2 "!TTi% Dtb nn \vm nnnw n'13 ■ : oa*na ’ruaan znpo »Also hat der Heilige, gelobt sei Er, zu Israel gesprochen: Ihr seid Meine. Heerde, und Ich bin euer Hirte; Ihr seid Meine Heerde, wie es heißt: Und ihr seid Meine Heerde, die Heerde Meiner Weide (Jecheskel C. 34. V. 31). Und Ich Lin euer Hirt, wie es heißt: Hirt Israels vernimm! Malm 80. V. 2). So baut Mir eine Hirtenwchnung, damit Ich euch weide. Ihr seid Mein Weinberg, wie es Heißt: Denn ein Weinberg des Ewigen Zebaoths ist das Hans Israel (Jesaias C. s. V. 7). Ich bin der Wächter, wie es heißt: Siche, nicht schlummern und.nicht schlafen wird der Wächter Israels (Psalm 121. V. 3). So baut denn eine Hütte dem Wächter, damit er euch bewache. Ihr seid Meine Kinder, wie es heißt: Kinder seid ihr dem Ewigen eurem Götte (5. B. M. C. 14. V. 1). Und Zch Lin euer Vater, wie es heißt: Denn Ich bin für Israel der Vater (Jimirjah C. 31. L. 2). Gne Ehre ist es für die Kinder, wenn sie bei ihrem Vater find, und eine Ehre ist es für den Vater, wenn er bei seinen Kindern ist, und so heißt es auch: Eine Krone der i Alten sind Kindeskinder, und der Ruhm der Kinder sind ihre Ellern (Mifchle C. 17. V. 6). Deßhalb i baut Mir ein Haus, damit Ich unter euch wohne, und das bedeutet der Vers: Und sie sollen Mir machen ein Heiligthum, damit Ich wohne in ihrer BUttc (Mdrasch Rabbah C. 34; vergleiche auch Akeda Pforte 50,) In diesem Ausspruche unsrer Weisen ist das Verhältnis Gottes zu Seinem Volke als. ein dreifaches dargestellt, und zwar ist eine Stufenfolge dabei bemerkbar. Gott ist der Hirt, und wir sind Seine Heerde. Er führt uns auf die Trift, und wir haben nur dort zu weiden; Er führt uns den rechten Weg, und wir haben rmr zu folgen. Er schützt uns vor den wilden Thieren, die in die Heerde einzubrechen drohen; Er beschirmt uns vor Sturm und Ungegewitter, pflegt uns, wenn wir erkranken, und sorgt für alle unsre Bedürfnisse. - .Wir haben . nichts zu thun als uns willig Seiner erhabenen Leitung anzuverttauen und uns nicht störrig Seinen heiligen Anordnungen zu widersetzen. Diese Auffassung entspricht der That, der That ohne Gedanken; denn die Heerde hat keine Gedanken, kann keine haben. So der Mensch, der gedankenlos thut, was ihm obliegt. Die zweite Darstellung des erwähnten Verhältnisses ist die des Winzers zum Weinberge. Der Wein erfreut des Menschen Herz und regt seine Lebensgeister an; er ist heilig zur Lobpreisung dem Ewigen. Die wichtigsten Ereignisse des Lebens werden durch dttr