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Der Israelit · 1886-02-04 · Heft 10 (4.2.1886) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 10 (4.2.1886)
Date
1886-02-04
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XX.VIL 3sfrgßs£- ■ V- - ■ .. ■ EL« - ■ . '/ Kentrat - Hrgan für das ortßodoXe IudenLHum. - Herausgegeben von Vr. Lehma«» in Maiuz. Douuerstag, d en 4. FeSruav SS4S (L88S> ''' Leitender Artikel. HottinmgKeit. - - ». Mainz, 1. Februar. In der letzten Mschnah des Trattats pvpip, also am Schluffe sämmtlicher Mischnoth, lesen wir Folgende: pns bsb hrjrb ra"pn Tn>* nb p yenn* ->"n xrrsr&n bmrb latm racbiy rrasjn wtn vkv pnsn .vbmt crrnrnnNi „Rabbi Josua den Lew! sagte: Dereinst wird der Heilige, gelobt sei Er, jeden Frommen. 310 Welten erben lagen, wie es heißten 'brw): „Erben zu lassen meine Freunde Wesentliches, und ihre Vorrathskammern werde Ich füllen." Dieser dunkle Ausspruch unsrer Weisen ist vielfach erklärt und gedeutet worden, und auch wir wollen es versuchen, ihn dem Verständnisse näher zu bringen. Die 310 Welten sind in dem als Beweis angeführten Verse in dem Worte & angedeutet, dessen Zahlcnwerth soviel beträgt. Aber, welches sind „die Welten", von denen jeder Fromme 310 erhalten faß? Auch bleibt noch Zu erklären, was der Schlußsatz fte* Drvnrßnxi „und ihre Vorrathskammern werde Ich füllen" bedeuten soll. Rabbi Lippmann Heller, der Verfasser des v"' 'sDin, beanstandet auch den Ausdruck pnsn p”*ss tob, jedem Frommen, und erklärt ihn im Namen seines Sohnes^ Rabbi Moscheh, folgendermaßen: Es gibt zwei Arten von Frommen, einen tum p’is, einen vollkommen Frommen und einen 1122 mw p-nr, einen unvollkommen Frommen (vergleiche Berachoth f. 7); nach unserer Mischnah (in pypiy) wird also jeder Fromme, selbst der unvollkommene, mindestens 310 Welten erhalten; der vollkommen Fromme hat dagegen noch viel mehr zu erwarten. - Was sind nun das für Welten,, von denen; Rabbi Josua ben Lew! hier spricht? Der berühmte Rabbi Menascheh ben Jlsroel, der große Fürsprecher seines Volkes, erklärt in seinem Werke über die Unsterblichkeit der Seele unsre" Mschnah in geistvoller Weise. Er sagt: es gibt 55 Sabbate und Feiertage; diese sind schon letzt wn riny.n® der zukünftigen Welt vergleichbar, ohne. Sorge und Kummer, ohne Arbeit und Mühsal; so bezeichnen wir auch im Tischgebet die zukünftige Welt M jjs. to nv, re» tep or, als einen Tag, der fortlaufend Sabbat und Feiertag sein wird. Es bleiben also vom Jahre noch 310 Werktage. In der künftigen Welt werden auch diese 310 Tage lauter Sabbate und Feiertage sein; es sind demnach unter den „Welten" die Tage des Jahrs verstanden.-—So geistreich diese Erklärung auch ist, so trifft sie doch nicht ganz zu. In 365 Tagen sind allein 52 Sabbate, (manchmal auch 53); wenn wir nun noch die Feiertage hinzurechnen, so erhalten wir viel mehr als 55. Abgesehen davon sind auch die von uns oben angeregten Frage» nicht beantwortet. Rabbi Herz Scheuer V'p'W'v gibt in dem von meinem Schwiegervater, Rabbi Samuel Bondi y'p'V's":, edirten Werke nrn .mn (einem'Commentare zum hohen Liede) eine Erklärung der in Rede stehenden Mischnah, die uns der Wahrheit sehr nahe' zu kommen scheint. Er verweist auf die Erzählung im Tractat Sabbat 104 a., da Kinder ins Lehrhaus (des Rabbi Josua ben Lewi) kamen und das Aleph Beth deuteten: bw ivV m i"ni ,o*h V122 ,n"2 ,ru*3 n''2"p"n p NV17 rm dni ,y'3'v'2"n"i ,n"a"p"n laWb 1nro en** 1 -p 3*221 inw |pp. *jniN p „Lerne Erkemttuiß, sei wohlthätig gegen die Armen, dann wird der Heilige, gelobt sei Er, dich ernähren, dich begnadigen, dir Gutes erweisen und

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