Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1886-02-01 · Heft 9 (1.2.1886) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 9 (1.2.1886)
Date
1886-02-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2446951-2449600-2449610--23697-2513375
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

wir es Herr M. zu verdanken, daß die 2","-', sowie die übrigen erforderlichen Gemeindemstirutionen geordnet sind. — Dem biederen Charakter und der energischen Wirksamkeit des Herrn M. verdankt unsere imjr m? ihr Entstehen und Bestehen. Einen desto schmerzlicheren Verlust bildet für sie die Uedersiedlung des genannten Herrn nach Königsberg hiu. In einem wie hohen Maße die Erhaltung der Gemeinde auch setzt noch Herrn M. am Herren liegt, beweist die Bereitwilligkeit depelben, seinen ziemlich hohen Gemciudebcitrag auch fernerhin zu entrichten. Zn Anerkennung seines gedeihlichen Wirkens um das Wohl der irrar rry widmete dieselbe Herrn M. einen prachtvollen Tafelaufsatz, sowie eine sehr schön ausgcstattete Dankadrcsie, die demselben am Freitag Abend rorr unter herzlicher Ansprache des jetzigen Vorsitzenden Herrn IM Stern, von einer Deputation der Gemeinde überreicht wurde. Der Erfolg seiner segensreichen Thärigkeit an unserem Platz wird ein dauernder und das Andenken dieses edlen Mannes und echten i?r ein gesegnetes fein, irwsa nns ~ra. E. Aus Westphalen. Der „Israelit" brachte vor nicht langer Zeit einen Artikel aus : „Westphalen," die „Bildung und Constituirung einer orthodoxen Scparatgcmcinde in Gclscnkirchcn betreffend." Auf denselben Bezug nehmend, sind mir in jüngster^Zeit von verschiedenen Seiten Zuschriften zugegangen, zum Theil Anfragen über den Abfasser, jenes Artikels, theils Berichtigungen zu demselben otfipm rew. im Interesse der Wahrheit, die mir über Alles heilig ist, sehe ich mich zu der Erklärung veranlaßt, daß genannter Artikel aus meiner Feder geflossen und von mir mit meiner vollen Namensunterschrift versehen abgesandt worden ist, aber durch ein Versehen des Setzers' weggelassen wurde. Was nun die Berichtigungen zu meinem Artikel betrisst, so stehe ich nicht an, dieselben zur Richtigstellung desselben so wieder zu geben, wie sie mir zugegangeu sind. Demnach sollen nicht 15, sondern nur 4 Mitglieder aus der Gemeinde ausgetreten sein, von welchen Herr Nothmann, der übrigens in Kurzem von G. wegzieht, und sein Schwager der orthodoxen Richtung angehören, die andern zwei Familien sollen nicht aus religiösen Gründen, sondern nur um sich von der Steuer frei zu machen, ausgetreten sein. Ebenso wird die in meinem in Rede stehenden Artikel ausgestellte Behauptung: der Vorstand hätte gesagt, daß keine Orgel angeschafft werde, bestritten und das Factum so dargestellt: Bei Gelegenheit einer Eollekte Hütte Herr Rothvnum gesagt, er wurde geben, wen» der Vorstand ihm versprechen könnte, daß keine Orgel in die Synagoge erugrsuhrt würde. Unter diesen Umständen hätten die Eollrktanteu — die Sammlung wurde von Vorstandsmitglieder» abgehalten — die Gabe abgclehnr. und Herr Rothmann erklärte, daß höchst wahrscheinlich eine Orgel in die Synagoge ausgestellt würde. Sparer hätten dann die Repräsentanten und Vorstand die Orgel genehmigt und hätten diese es für nicht erforderlich gehalten, dieses jedem eiuzeluen Mitgliede anznzeigen. M. Rosenwald, Iserlohn. Glciwitz, 20. Januar. Heute wurde unser Rabbiner W. Münz, der vor l1/* Jahren zum geistigen Oberhaupte unserer Gemeinde gewählt wurde, vom Vorstand und Repräsentanten einstimmig de finitv angestellt. Unser Herr Rabbiner hat in der Zeit sseiner hiesigen Wirksamkeit durch seine segensreiche Thätigkeit und seine glanzende Rednergabe sich die Liebe und Hochachtung aller Gemeindemitglieder im vollsten Maße erworben, und nur diese tüchtige Kraft sich aus die Dauer zu erhalten, hat die Gemeinde schon nach einer so kurzen Frist Herrn Dr. Münz den Rabbinerposteu lebenslänglich übertrage». Die Nachricht von der definitiven Anstellung hat in der ganzen Gemeinde lebhafte Freude erwirkt. Möge es unserem geehrten Herrn Rabbiner, wie bisher, auch weiter gelingen, durch Wort und' Thal zur Förderung der wahren Interessen unserer heiligen Religion beizutrage» und im Geiste seiner großen Ahnen z« wirken. __ Oestcrr.-Ungar.Monarchie. Päpa, (Ungarn). Einen glänzenden Trinurph feierte in der vorigen Woche das hiesige orthodoxe Jndenthum, einen Triumph, der von Neuem hinlänglich Beweis bietet, daß Recht und Wahrheit den Sieg davonttagen, daß ein Sieg der Lüge nie von Dauer ist, sondern nur dazu dient, den darauffolgenden Sturz zu vervollkommnen. An der hiesigen jüdischen Gemeinde, die zu den größten und bedeutendsten Gemeinden Ungarns gehört, wirkt bereits zehn Jahre in segensreicher Thätigkcit Herr Oöerrabbincr Dr. Breuer der abgesehen davon, daß er als Lehrer seiner stark ftequentirten Jeschibah täglich mehrere talmudische Borträge hält, mit unerschütterlicher Festigkeit seine Gemeinde in den Schranken des unverfälschten orthodoxen Judenthums zu erhalten verstand. Wie überall, so fand auch hier eine solche echt orthodoxe Wallung in den neologen Kreisen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.