Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 4 (14.1.1886)
- Date
- 1886-01-14
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
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langst geschrieben; ich hege die Znversicht, dass 1 derselbe in Allem Wandel schaffen, and auch die Kolonisations-Angelegenheit im Allgemeinen, s. G. ■ w., zum Nutzen unserer Bruder sich entwickeln wird, zumal wenn Herr Star&wolski hierher kommt — dann wird sich hoffentlich Alles zu un- | serem Heile gestalten! Zur Zeit habe ich nicht die geringste Kennt- ■ nies von dem, was in TTTÜ vorgeht, und in Bezug auf nbjSin NW' bähe ich gegenwärtig nur die Hoffnung, die mir aus . dem Schreiben des Herrn 8 ebulun hervorschimmert, das ich in Copia hierneben anfalte. Es betrübt mich sehr, dass ich bis- : lang den Plan in,Betreff meiner Wirksamkeit für che drei Kolonien nicht habe voll und ganz ausführen können. Die Wahrheit zu gestehen, habe ' ich nnr den einen Trost, dass sich mir — ich halte - es für eine göttliche Fügung — der hochgeschätzte - Herr Mauel zugesellt hat, auf den ich mich in Allem verlassen kann. Gestatten Sie mir einige Worte über d esen Herrn: Er ist im b. Lande geboren, kennt d;e Landessprache vorzüglich, besitzt viel Vermögen, wie auch sein Täter, der hier lebt, zu den reichsten Leuten zahlt; er erfreut sich grossen Einflusses, da er verständnissvoll dem Zeitgeiste Bechnung trägt, ist beliebt hei den Türken, ihren Vornehmen und Angesehenen, er kennt sehr gut ihren Charakter, ihre Art und Weise. Durch sein Bemühen und Bestreben wurde die Kolonie p*1p3? angelegt, durch seine Klugheit erlangte er eine Vollmacht hierzu von der hiesigen Obrigkeit. Dabei besitzt er eine gewaltige Energie. Alle jene Geldsummen, welche der bekannte Edle für p'X1? ficftO und fnpS bergab, gingen durch seine Hände; ebenso die Mittel, die Herr Hirsch für ffipö bewilligte. Es kostete viel Anstrengung, ihn zur Annahme der Oberaufsicht über die Ansiedelungen : sowie über das Kolonisationswesen zu bewegen,! und ich ersuche Sie, auch dann, wenn Herr Stu ra» 1 woIski hierherkäme, ihn (Herrn Mauel) in dem I Posten eines Vorstehers der Administration zu bo- | lassen. Nachdem ich in Vorstehendem alle bis jetzt hier gemachten Erfahrungen den Hauptpunkten inuch dargelcgt, — die Einzelheiten habe ich Ihnen ja s. Z. regelmässig initgothoilt —• linde ich ä <*s angemessen, nieino Ansicht über den gegenwärtigen Stand der Dinge zu äussorn, sowie über die j Komi hüte, die wir erwarten dürfen, wenn wir uns 1 rechter und angemessener Mittel bedienen. 1 Die Kolonie «Tipn NND wird sich nur daun einer günstigen Entwickelung und einer festen Ordnung erfreuen, wenn alle Diejenigen, welche dort Grund und Boden besitzen, sich auf demselben ansiedeln; noch immer gehen viele Jerusalemiten, die auf nipn nns Liegenschaften haben, dieselben den Arabern in Pacht, und das hat zumeist viel Äergerniss im Gefolge; ich ersuche Sie daher, Herrn Mauel zu veranlassen, vermöge seines Einflusses, den er als Disponent über die zn vertheilenden Unterstützungsgelder besitzt, jener Verpachtung eitrigst vorzubeugen. 2. Alsbald muss der Kolonie *ttTP ihr Hecht werden und "JETTI (?) - Angelegenheit darf nicht länger zwischen Hoffnung und Verzweiflung schweben; allen an beide berechtigte Ansprüche Erhebenden muss es ehestens gelingen, eigenen Grund und Boden zu besitzen und zu bearbeiten. 3. Die Besserung des besondern Zustandes aller Kolonisten in iTipD nnShängt von der Besserang des allgemeinen-Zustandes 4ort ab; davon nämlich, ob es den „Zionsfreunden**. gelingt; dort viele Kalyptufibäume zu pflanzen, welche vorzüglich geeignet sind, [die Luft zu reinigen, und ob sie sich rectzeitig bestreben, den Kolonisten durch den Oberaufseher über die Pflanzungen Nahrungsquellen zu bieten, d. h. Weinberge, Oliven- und andere Frnchtbaumpflanzungen. Nur dann würden die Kolonisten aufleben, genügenden Unterhalt finden und ihres Lehens froh werden, sie würden wederfremder Gaben, noch fremder Darlehen bedürfen; denn im Allgemeinen können die aus Europa eingewanderten Ackerhauer hier nur in den Ertragnissen des Bodens Erwerbsquellen finden, hauptsächlich in den Gartenfrüchten; das haben die „Zionsfreunde*1, die Kolonisten und der Oberaufseher ganz besonders zu berücksichtigen. Was die Anpflanzung der Kalyptusbüume betrifft, so ist es sehr nothwendig, damit sofort nach dem ersten Kegen, der im k. Jahre hn Oh es ob w an fällt, zu beginnen, und dazu sind denn schon jetzt die Vorarbeiten anzu« fnngen. Ich ersuche Bio daher, Herrn Mauel schleunigst davon Kenntniss zu gehen. 4. Bio werden es ohne Zweifel erklärlich finden, dum», obgleich meine Ansichten Über die mir gegenüber oft heregte Hauptpflicht, die Beihilfe nicht in Held, sondein in Bedarfsgegenständen zu gewähren, Ihren diesbezüglichen Anschauungen niemals widerstritten, -- ich dennoch Lei meinem besten Willen und dem gemessensten Aufträge der »Zions-