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Der Israelit · 1886-01-07 · Heft 2 (7.1.1886) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 2 (7.1.1886)
Date
1886-01-07
Page
– (sequence 1)
Language
German
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xxvu. Jahrgang. - Jfä 2» ’ ' Der Israelit. f Ei» - r“ : ßenLrat - Hrgan für das ortbodE ZudenLHum, Herausgegcben von Dr. Lehman» in Mainz. Donnerstag, der» 7. Januar 5046 (1886). Leise «de r Artikel. ßwiges Leben. Mainz, 5. Januar. In dem Wochenabschnitte des kommenden Sabbats (rw) wird uns erzählt, daß in dem Augenblicke, da Israel sich vorbereitet, das Land der Knechtschaft zu verlassen und zur Freiheit auszuziehen, Gott mit der Gesetzgebung beginnt. „Unb es sprach der Ewige zu Moscheh und zu Aharon im Lande Mizrajim wie folgt: Dieser Monat soll euch sein das Haupt der Monate/ ber erste soll er euch sein für die Monate des Jahres." Unsere Weisen bemerken, daß hier eigentlich die Thora als Gesetzbuch beginnen sollte, da das Vorausgegangene meistens nur geschichtliche Erzählungen enthalt und daß der allmächtige Gottdie Thora dcßhalb mit der Erzählung der Schöpfung begonnen, um den Bericht über Seine Allmacht und Seine Fürsorge vorausgehen zu lassen. Im Midrasch wird an das eiste, dem Volke Israel gewordene Gebot eine merkwürdige Erzählung geknüpft, die der oberflächlichen Betrachtung ganz unverständlich erscheint, während sie beim lieferen Eingehen uns wichtige und beherzenswerthe Lehren offenbart. Die erwähnte Midraschstelle lautet: vst&o ne« n:n ennn r."3pn ienp .1P82 iwnn din by rm nzb tfay bv um n"3pn usfc mwn . p Hsw *rny r."3pn neu?men nie udd *jbr< ora 033280 by\ 2333^3 D2N Wenn hfl Wl ICK’» 'STD : nte m „Als der Heilige, gelobt sei Er, den Befehl ergehen ließ: „Dieser Monat soll euch sein das Haupt der Monate," da sprachen die Engel vor dem Heiligen, gelobt sei Er: Herr der Welt, warum hast Du dem ersten Menschen geboten: Am Tage, da du davon essen wirst, mußt du sterben? ES. sprach der Heilige, gelobt fei Er: Es wird in zukünftiger Zeit ein Sohn hervorgehen von Jifchai, der sprechen wird: Zittert und sündigt nicht; sprechet in euren Heizen und auf eurer Lagerstätte und schweiget, Selah." Jeder denkende Leser wird fragen: In welchem Zusammenhänge steht die Frage der Engel mit dem in Rede stehenden Gebote? Sonderbarer noch erscheint die ihnen gewordene Antwort. — Um diesen schwerverständlichen Midrasch zu erklären, müssen wir uns zunächst mit der den Engeln im Mund gelegten' Frage beschäftigen. Dieselbeift eine wahlberechtigte. Der allgütige Gott hat die Welt so schön und herrlich erschaffen. Er hat das Licht gesondert von der Finsternis, hat das Firmament ausgcspannt wie einen Teppich, die Gewässer gesammelt in das Bett des großen Weltmeeres und das trockene Land Hervorbringen lassen unzählige Pflanzen und Bäume, die Früchte tragen und zugleich mit der Frucht den Samen zur steten Wiedervcrjüngung der Erde. Er hat die großen Himmelskörper aufgehängt in dem uns unendlich erscheinenden Raume, die Sonne, den Mond und die Sterne, auf daß sie in immerwährender Schöne und Kraft ihre Bahnen wandeln und ihre großen Zwecke erfüllen. Er hat die Gewässer bevölkert., mit zahllosen, lebendigen Geschöpfen der verschiedensten Arten, und auf Sein Wort erhoben sich die Vögel, um die Lüfte zu durchfliegen. Dann erschuf Gott die Thiere, die auf den» Trockenen leben, die kleinen und die großen alle, lind als Meisterwerk Seiner Schöpfung bildete Er an§ Staub von der Erde den Menschen und hauchte ihm Geist von Seinem Geiste ein. Dann pflanzte Gott selbst einen Garten der Luft, der Freude und Wonne, der da ausgeftatlet war mit allem Schönt!«, Herrlichem, Begehrcnswerthcm und wies (Ijft den« Men-

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