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Der Israelit · 1886-01-04 · Heft 1 (4.1.1886) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 1 (4.1.1886)
Date
1886-01-04
Page
– (sequence 11)
Language
German
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.,ry.:,'f-s^^Basg5-iv?rvr'ff' MMiumriinmm mit 1 \ ß 11 fchäftErmkn Lyt er, m Gememschast mit seinen, großcritheils ihm vorangcgangeuen Brüdern n*p, die heute noch in Ehren bestehende, im Zn- und Anstand vielseitig dämmte Firma „Gebr. Strausgegründet, und trotz mchrfacher HmderuUe die im Laufe der vielen Jahre, dem Fortbestand und dem Gedeihen dcrsclbm in den Weg traten, erhallen. Vielfachen und schweren Schicksalsschlägen — Krankheiten und Todesfällen in eigener Familie — setzte er Geduld und Ergebung entgegen, wie es dem gläubigen Israeliten geziemt — und mit Mannesmuth und Vertrauen nahm er sobald es ging, seine gewohnte Thätigkeit von neuem wieder auf. Seme zahllcichen Kinder suchte er, kein Opfer scheuend, zu brauchbaren Bürgern, zu wahren Israeliten zu erziehen. In der Gemeinde wirkte er mit dem ihm eigenen Eifer, für Hebung des Gottesdienstes und der Schule. Bis vor wenigen Jahren war er, und das, über ein Viertel-Jahrhundert lang, Mitglied des Provinzial-Vorstcheramtes zu Marburg; die Entstehung, Verbesserung und Hebung vieler, dem Ressort desselben unterstehenden Institutionen sind das Werk seiner Initiative. . ——Wahres, unverfälschtes Judenthum waren hierin überall die Motive seines Handelns. .p,y pa nun ipodbi, bnrw2 rar irm» Dirschan, im Dezember. Am 8. d' M. (6. Tag Channka) feierten Hierselbst die Eheleute Herr Philipp Leben stein und Frau das seltene Fest der goldenen Hochzeit, welches einen glänzenden Verlauf nahm und recht deutlich bewies, welcher Liebe und Hochachtung das würdige Jubelpaar * sich erfreut. Am frühe» Morgen wurde dasselbe durch ein Ständchen, das aus Juden und Richjuden bestehenden Männergesangsvercins überrascht. Ilm l2 Uhr hielt in der prächtigen, dccorirtcn Wohnung vor einer zahlreichen Versammlung Herr Rabbiner Dr. Nordheim er eine formvollendete, gedankenreiche Rede, nachdem ein Ehorgesang die Feier eingeleitet hatte. Der Herr Redner verglich das 50jährigc Eheleben des Jubelpaares mit dem Chanukafest und dem goldenen Leuchter und seinen sieben Lichtern im Tempel, hob besonders die Wohlthätigkeit hervor, die sich auch zum Jubellage gezeigt habe (das Paar hatte für die Armen aller Eonfessionen -100 Marl gespendet) und rühmte die strenge Redlichkeit und Rechtschaffenheit. Alsdann überreichte der Herr Rabbiner unter passender Ansprache im Namen des Kaisers die Ehejubiläumvmcdaillt und verlas das Eabinetsschreiben. Hierauf gratulirte Herr Bürgermeister Wagner, an. der Spitze der Deputation des Magistrats, in einer längeren Ansprache im Namen der Stadt und betonte, dass das. Jubelpaar stets ein Protest gegen die schmachvolle Bewegung der Jetztzcit gewesen, die er niemals in hiesiger Stadt habe aufkommen lassen, und me unterstützen werde. Die Svnagogen-Gememde, vertreten durch ihren Vorstand und alle Repräsentanten, schentte eine kunstvoll ansgeführte Adresse und sämmtliche jüdische Vereine ließen durch Dcputattonen ihre Glückwünsche dardringen. Ein großer Kreis von Verwandten, Freunden und Bekannten blieb bis zmn späten Abend in froher, festlicher Sttmmung zusammen.. Möge es dem noch rüstigen Paare (Herr Lebenstciu ist 75, seme Gattin 69 Jahre alt) vergönnt fest», in Gesundheit und Frische des Geistes die diamantene Hochzeit zu feiern O t ft er r.- U n g a r. M o n ar chi e.' Wien. Die „Israelitische Allianzzü Wien versendet an die Vorstände der isr. Gemeinden m Galizien folgenden Aufruf: - Die „Israelische Allianzzu Wien hat in Gemäßheit ihrer Statuten sich die Aufgabe gestellt, nicht blos durch Förderung des Unterrichtes die galizischjüdische Jugend einer besseren Erziehung und Blldung zuzuführen, sondern dieselbe auch zum Ackerbaue und Handwerke heranzuziehcn, um sie zu nützlichen und tüchtigen Mitgliedern der Gesellschaft zu machen. Wie Ihnen aus unseren letzten „Mitthcilungen" bekannt sein dürste, haben sich im Monate Juli 1885, veranlaßt durch unsere an Ort und Stelle gegebenen Anregungen, eine beträchtliche Anzahl wackerer, jüdischer Grundbesitzer und Pächter in Galizien, anderen Spitze der eifrige und energische Großgrundbesitzer-Herr M. Kimmclmann ans Liczkowce steht, bereit erklärt, eine nicht unbedeutende Zahl junger Leute anszunehmen und sie zu praktischen Landwirthen heranzubilden. Das mit diesen Oekonomen diesbezüglich getroffene schriftliche Nebercinkommen lautet: Ulaszkowce, den 7. Juli 1885. „Die heute hier am Markte zu Ulaszkowce „versammelten gefertigten Gutsbesitzer »und Pächter begrüßen freudigst die von Seite der „Je- „raclitischcn Allianz au Wien" ängeregte segcnver- „heißende Idee betreffs Zuführung jüdischer Kua- „den im Alter von l 5 Jahren und auswärts zum „Ackerbau in der Weise, daß Jeder von uns eine „Anzahl von etwa zehn Knaben übernehmen, für „deren Erhaltung, Ueberwachnng tu moralischer i f i i ».luv ir > ii.'■

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