Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 26 (1885)
- Issue
- Heft 84 (29.10.1885)
- Date
- 1885-10-29
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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1437 nicht wissend, welchen Ausgang dieselben haben. Auch habe ich in Worms auf einem Kirchstein eine aus Stein gehackte Gaus gesehen, von welcher erzählt wird, wie durch eine von Gott zugeschickte Gaus viele Juden beim Leben erhalten wurden, welche hätten um das Leben kommen sollen. Ich bin von hier in eine wunderschöne neu gebaute Stadt gekommen, mit Namen Mannheim. Das ist eine Stadt, welche zwischen 2 schiffrciche Wasser gebaut ist, den Rhein und Neckar, welche 2 Ströme sich nahe bei der Stadt sich vereinigen, wodurch die Stadt eine starke Festung ist. Sie ist auch mit Wällen und Schanzen befestigt. Die Häuser in der Stadt sind gebaut eines nicht höher, als das andere und alle Gassen schnurgleich, so daß man in ein Thor hereinkommt und zu dem andern wieder hcraussicht und so viele Gaffen, so viele Thore. Dem hochgeehrten Herrn Emanucl Oppenheimer, sein Palast steht in der Mitte der Stadt auf dem Marktplatz und ist ein herrlich Gebäude; wie auch beim Aufenthalt des Kurfürsten von Nenburg, des Besitzers dieser Stadt, er in des Inden Palast residirt. Wenn man ans einer Kreuzgasse sieht, kann man aus 4 Thoren sehen. Sie sind noch alle Tage stark daran, um weiter zu bauen und diese Stadt zu einer Residenz zu haben, welche derzeit noch in Heidelberg ist, wohin ich jetzt kam. Dieses ist auch eine schöne Stadt, liegt unter einem Berge und oben liegt ein starkes Schloß über der Stadt auf einem Steinfclsen. Allhicr auf diesem Schloß ist zu sehen und zu bewundern ein Faß, in welches 300 Fuder Wein geht; das Faß ist in die Erde eingepaßt und wohl sehenswert!). Von hier kam ich in ein wildes Land und Wildnis;; man heißt es den Odenwald und über Berg und Thal, bis ich nach Wilmersdorf kam. Hier ist eine jüdische Buchdruckerei. Wenn man ein Dorf weiter reist, kommt man auf das berühmte schöne Torf Fürth. Hier wohnen wieder über 300 Juden und sind in ihren Sitten und Studien denen in Frankfurt gleich. Sie haben aber keine Judengasse. Hiervon eine Stunde ist die Hauptstadt Nürnberg, eine schöne, starke und wohl bemannte Handelsstadt. In dieser Stadt müssen die Juden alle Tage einen Gulden Zoll geben und müssen auch eine Christcnfrau bei sich haben, wenn sie in die Stadt gehen, ohne welche es ihnen nicht erlaubt ist, die Stadt zu betreten. (Fortsetzung folgt.) Nrrhrtgo Döfirngen s«ndkon st«: Lehrer und Vorsänger Schlesinger in Mergentheim. Joachim Rosenstein in Temcsvär. Frau Lehrer Ackermann in Wiest och. Isaac Rosenthal in Wronkc. S. M. Bachrach in Elmshorn. Neftali Koch in Prag. Abr. Eohen in Calcar. '♦ JCXX3CX2CCXXXXXKX20CXXXX3QCCDCXJCC}0QC0CX2ßaCQCGG( Abonnements- und Inseraten - Annahme für Frankfurt q. M. bei I. Kauffmann, Buchhandlung; Hamburg bei A. Goldschmidt, Buchhandlung, Kohlhöfen Nr. 35; für Eöln bei Leo Frank, Steinfcldcrgasse für München bei N. Bcttelheim, Färbergraben 29; für Fürth in Bayern bei M. Dörnberger, hebr. u. deutsche Buchhandlung; in Böhmen, Mähren und östcrr. Schlesien bei Jacob B. BrandeiS, Buchhandlung in Prag. Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. ie Stelle eines Neligionslchrcrs, Schächters und Borbelers in hiesiger Gemeinde ist vacant und sofort zn besetzen. Gehalt Mk. 660 und Ncbencinnahme von ca. 300 Mk. Geeignete Bewerber wollen ihre Zeugnisse sofort an Unterzeichneten Vorstand eiusendcn. Persönliche Vorstellung erwünscht, Reisekosten jedoch nicht vergütet. Rehden (W.-Pr.), im Cctobct 1885. Ter Vorstand der Synagogcn-Gemcinde: 5365) Wolff. Wagner. MofeS. isr. Mädchen gesetzten Alters sucht, '5' gestützt auf mehrjährige Erfahrung, eine Stelle als Haushälterin. Offerten unter Nr. 5350 an die Exped. d. Bl. £Eür ein junges Mädchen aus guter Fami- () lie, 23 Jahre, von angenehmem Aenßern und mit 10—12,000 Mk. Mitgift, sowie für einen jungen Mann, 30 Jahre, gut situirt, mit rentablem Geschäfte, werden entsprechende Partien gesucht. Franco- Offerten unter Chiffre T. Z. Nr. 5366 an die Exped. d. Dl. Diskretion Ehrensache. Q*ur mein Geschäft, das am Sonnabend O und an den Festtagen geschlossen ist, suche ich zum 1. Dezember d. I. oder i. Jan. 1866 einen mit der Buchführung und Eorrcspondcn; vertrauten Eonnnis, der schon längere Zeit inr Bankgeschäft thätig war. M. Helft, 5346) Ballkgeschäft in Halberstadt. «ür ein junges Mädchen, Anfangs der O 20cr Jahre, von angenehmem Aeuhern, gebildet und recht häuslich erzogen, mit einer Mitgift von 8000 Mark, wird eine passende Partie gesucht. Der Betreffende muß religiös sein und eine sichere Existenz haben. Offerten unter 0. 8. Nr. 5330 besorgt die Exped. d. Bl. ££ür ein Manusacturwaaren-Geschäft tu ö einer Stadt am Main, in welchem Gelegenheit zu vielseitiger katlfmätlnischer Ausbildung geboten ist, wird ein mit den nöthigcn Borkenntnisscn versehener Lehrling zu baldigem Eintritt gesucht. Näheres unter Nr. 5321 au die Exped. d. Bl.