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Der Israelit · 1885-10-29 · Heft 84 (29.10.1885) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
26 (1885)
Issue
Heft 84 (29.10.1885)
Date
1885-10-29
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXVI. Jahrgang. J\§ 84. E i n Kentrak - Grgan für das orthodoxe Iudenthum. Heransgegeben von Dr. Lehman» in Maiuz. Donnerstag, den 2S. Oktober 3646 (1888). Leitender Artikel. Aie Begründer des israeKI. Volkes. VI. Mainz, 26. Oktober. pni" nr,pi2Ni. Der größte Segen, welchen Gott unserm Vater Abraham verliehen, bestand darin, daß er ihm einen Sohn beschieden, der, des Vaters Ebenbild, das von diesem begonnene Werk sortsetzte. Das hebräische Wort „Berachah", welches wir gewöhnlich mit „Segen" übersetzen, bedeutet zunächst eine gedeihliche Fortentwickelung. Die gedeihliche Fortentwickelung Abrahams war Jizchak. Wäre Abraham gestorben, ohne einen Sohn, einen Erben seiner Ideen, seiner Wirksamkeit, seiner Tugenden hinterlassen zu haben — er wäre der Welt nicht zunl Segen geworden. .otün 'ti im ‘tw orro» ni ,’ncn »rw nnx 'vw prcr n: ,ncNt> nm nnx Wir haben oben nachgewiesen, wie die Worte des hohen Liedes: „eine ist meine Taube, meine vollkommene," ans Abraham sich beziehen; in der Fortsetzung des Satzes „einzig ist sie ihrer Mutter," soll nach dem Midrasch ein Hinweis anfJizchak liegen, welcher der einzige Sohn, das einzige Kind seiner Mutter gewesen. Abraham hatte noch einen, und zwar einen älteren Sohn, den Jischmael; aber nicht dieser konnte der rechte Abrahams-Erbe sein. Als Abraham zu Gott betete: „Möchte doch Jischmael vor Dir leben", da sprach Gott zu ihm: „Fürwahr, Sarah, deine Frau, gebiert dir einen Sohn, und du sollst nennen seinen Namen Jizchak und Ich werde errichten meinen Bund mit ihm, zum ewigen Bunde für seinen Samen nach ihm." Für die Hervorbringnng eines Sohnes wie Jizchak lvar Sarah ebenso nothwendig wie Abraham. Nicht konnte der Erbe der göttlichen Verheißung von der ägyptischen Sklavin stammen. Und in der That bewährte sich bei der Erziehung des Kindes die Mutter mehr als der Vater. „Und es sah Sarah den Sohn der ägyptischen Hagar, den diese dem Abraham geboren, als er zum siebenzehnjährigen Jüngling herangewachsen, in schlimmen Lastern befangen." Mit unerbittlicher Strenge suchte sie den bösen Einfluß des altern Bruders von ihrem Kinde zu entfernen. Da stieß sie bei dem Vater Jischmaels auf harten Widerstand. Abraham, der die ganze Menschheit mit unendlicher Liebe umfaßte, der für die größten Sünder um Erbarmen flehte, sollte den eigenen Sohn verstoßen! Aber Gott selbst trat für Sarah ein. „Und es sprach Gott zu Abraham: Nicht möge es dich verdrießen wegen des Jünglings und wegen deiner Magd. Alles, was Sarah zu dir sagen wird, gehorche ihrer Stimme, denn durch Jizchak wird dir genannt werden Samen." So wuchs denn Jizchak heran, in jeder Beziehung ein Ebenbild seines Vaters. Nicht weigerte er sich, sein junges Leben hinzugeben zur Heiligung des göttlichen Namens, und da die Zeit herankömmt, für ihn eine Gattin zu wählen, ist sein Vater ängstlich besorgt, daß nur eine würdige Gemahlin die Gehilfin des Sohnes zur Begründung des Gottesvolkes werde. Er beauftragt den treuen Diener, den Verwalter seines Hauses, in die weite Ferne zu ziehen, um diejenige zu suchen, die für eine so große Bestimmung geeignet sei. „Der Ewige, der Gott des Himmels, der mich genommen hat ans dem Hause meines Baters und aus dem Lande meiner Geburt, und der zu mir geredet hat und der mir geschworen hat, sprechend: Deinem Samen werde ich geben dieses Land, Er wird senden Seinen Engel vor dir her, auf das; du nehmest eine Frau für meinen Sohn von dort." Wir habe» hier drei verschiedene Ausdrücke y3t£'j "mn ist w?

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