Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 26 (1885)
- Issue
- Heft 83 (26.10.1885)
- Date
- 1885-10-26
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
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Stuttgart. Durch Prediger S. Abraham: G. Schloß 2, I. Vcrlmger 16 M.. wovon 15 M. für die 2"N- Straß» arg. Durch Rabbiner vr. M. Staripolsky: Sammlung bei der Verlobung des Hrn. Julius Meyer daselbst mit Frl. Bertha Fabcr aus Karlsruhe 25.25 M., abz. Porto 25 M.. wovon 12.50 M. für R. I. Straßburg. Rabb. Dr. Staripolsky: Für die n"2 2 M. Scheinfekd. Lcop. Waldmann 16M., wovon 4 M. für R. I. Stadtkeugsfekd. Durch S. L. Rosenblatt: Sammlung bei der Hochzeit des Hrn. Mayer Levistein mit Frl. Lina Weis 23.51, ,i^>ii-Geld von den Frauen daselbst gesammelt durch Landrabbiner vr. M. Salzer 18.65, Jacob Salzer 1M.. zus. abz. Porto 42.96 M.. wovon 3 M. für die Rumänier in Jerusalem, und je 3 M. für die R. VHI und IX. Sukzbach. Jacob Steinhardt 65 M.. wovon je 6 M. für die «T2 und den Verein je 1 M. für Sender Feind und Jssachar L. Pinsker, und 2 M. an Schaul Chaim Levi Hurwitz. Spangenberg. Durch Genreindeältesten H. R. Spangcntyal: Aus der Synagogenbüchse 15. aus dem H. I. L. Spangcnthal'schcn Legat für p"nx 18, zus. 33 M., wovon je 1 M. für die jüdische Volksküche und das '"2, und je 2 M. für die 3!. IV, VIII und IX. Di@ Golomsation Palästina^. -- Die vier jüdischen Colonien in Galiläa und Juda. in. Kisclion Lezijon p'£'8“l). Der Hauptgründer dieser Colonie ist Herr Hirs ch Lewantin aus 2s ikolajew, der im Sommer d. J. 5642 in der Absicht Land zu kaufen nach Palästina ging, in Jaf fa mit den Herren Sa 1. Lewantin, Feinberg, Abramowitz, Freimann und Ei sen ba n d, sämmtlich aus B u s s 1 an d, sich vereinte, mit ihnen gemeinsam den Boden Jjon Kara, l‘/2 Stunden von Jaffa entfernt auf dem AYcgc nach Asa für 42000 fr. ankaufte und ihm als der ersten von den Busssn gegründeten jüdischen Colonie den Namen „Bi schon Lezijon'1 gab. In Folge des damals weit verbreiteten Gerüchtes, dass eine grosso Menge rnssisclier Juden nach Palästina auswandern würde, war der Preis für den Grund und Boden in ganz übermassiger, fast siebenfacher AVcise gestiegen. Der Boden der Colonie ist kein besonders günstiger; da er zumeist Sandboden, ist er nur zu AVeinpflanzungen geeignet; die Luft ist jedoch vorzüglich und die Lage, durch die Nähe von Jaffa, eine sehr gesicherte. Die Hälfte des Bodens fiel Herrn Hirsch Lewantin zu, der die Hälfte des Kaufpreises gegeben hatte, in die zweite Hälfte theilten sich die übrigen genannten Herren und ein Herr Hankin au8 Judelowitz, der sich ihnen später angeschlossen hatte, nach Verliältniss der von ihnen beigesteuerten Betrage. Herr Hirsch Lewantin überliess von seinem Antheile eine Strecke im AYerthc von 350 Dünam an 6 arme Familien unter der Bedingung, dass dieselben diese Summe im A’t.laufe von fünf Jahren zu zahlen hätten, die dann zu einem Synagogenbau verwendet werden sollte. — Trotzdem bis auf diese sechs Familien sämmtliclie Colonisten mit vielen Mitteln nach Palästina gekommen waren, geriethen sie durch den hohen Kaufpreis, den sie ausgegeben, bald in Geldverlegenheit, so dass sie für den Ausbau ihrer Häuser und den Unterhalt ihrer Familien eine grössere Summe bei der Bank aufnehmen mussten; bald sahen sie sich auch gezwungen, fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen, sie sandten Herrn Feinberg nach Europa, der einen bekannten Philantropen in Paris für die Colonie zu interessiren wusste. Auf Kosten des Letzteren wurden die Häuser den sechs armen Familien ausgebaut, Vieh- und Ackergeräthschaften angeschafft und ihnen eine monatliche Unterstützung gegeben; Einigen der Gründer lieh er grossere Summen zur Tilgung ihrer Schulden und zum Ausbau ihrer Häuser und betraute Herrn Hirsch, den Aufseher der Ackerbauschule („Mikweh Jisraei“) in Jaffa mit der Leitung der Colonie. Letztere wurde mit Ausnahme des Anfcheils der Herren Frei mann und Heismann, die kein Darlehen angenommen, auf den Namen des Vertreters des erwähnten Philantropen eingetragen. In diesem Jahre kaufte derselbe auch das dem Herrn Le-