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Der Israelit · 1885-10-12 · Heft 79 (12.10.1885) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
26 (1885)
Issue
Heft 79 (12.10.1885)
Date
1885-10-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXVI. Jahrgang. Gentrat M 79. Organ für das orthodoXe Zudenttium. Herausgegeben von lir. Lehmann in Mainz. Montag, den 12. Oktober 5016 (1885). Leitende Artikel. Die Begründer des israetii. Kolkes. i. Mainz, 8. October. Die älteste Geschichte des Menschengeschlechts, die uns die heilige Schrift erzählt, hat wenig Tröstliches. Brudermord, Götzendienst, Sittenlosigkeit und Gewaltthat brachten es dahin, daß die schon zahlreich auf Erden wohnenden Menschen hinweggerafft werden mußten. Nur eine Familie entrann durch Gottes Gnade dem Verderben, und ihre Nachkommen bevölkerten die Welt auf's Neue. Auch sie verfielen bald wieder in Götzendienst und Sittenlosigkeit. Da tritt uns eine Lichtgestalt entgegen. Schon in früher Jugend erkennt Abraham den einzigen Gott, nimmt den Kampf auf mit der ganzen heidnischen Welt. Er zertrümmert die Götzen seines Vaters Therach und wird dafür von dem gewaltigen Könige Nimrod zum Feuertode verurtheilt. Der einzige Gott errettet seinen einzigen Bekenner auf Erden. Und Gott spricht zu Abraham: Geh' hinweg aus deinem Laude und aus deinem Geburtsorte und deinem Vaterhause in das Land, das Ich dir zeigen werde. Und Ich werde dich machen zu einem großen Volke, und Ich werde dich segnen, und Ich werde groß machen deinen Namen, und du sollst sein Segen; und Ich werde segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, dem werde Ich fluchen und es werden gesegnet werden durch dich alle Geschlechter der Erde. Unsere Weisen finden in diesem Segen (Pesachim 117 Ir.) auch die andern Stammväter angedeutet. omdinip “W? vrpb p 'ncx * rfcuNi ,prar onowar in; *pi2Ni ,nni2N ’t\x V'n pDD rewn in’ b'<y ,2p>" diöin» in; /per : £02 pcnin px; ponsn "p ,1212 'mi „Nabbi Simeon bcn Lakifch sagte: „Und ich werde dich machen zu einem großen Volke, das ist, daß wir (in unserem täglichen Gebete) sagen: Gott Abrahams; und ich werde dich segnen, das ist, daß wir sagen: Gott Jizchaks; und ich werde groß machen deinen Namen, das ist, daß wir sagen: Gott Jakobs; nun sollte man meinen, daß man an dem Schluffe der Berachah alte drei Namen wiederhole? Aber die heilige Schrift sagt:' Und du sollst sein Segen; mit dir soll man schließen und nicht mit allen." (Vergleiche auch Naschi zur Stelle.) Dieser Ausspruch unserer Weisen erscheint sehr dunkel und bedarf der Erklärung. Ehe wir jedoch zur Erklärung dieses dunklen Ausspruches schreiten, wollen wir eine andere Stelle anführen, in welcher in ähnlicher Weise über die Stammväter gelehrt und in welcher auch die Söhne Jakobs mitinbegriffen werden. Es heißt im hohen Liede E. 6, V. 9: „Einzig ist sic meine Taube, meine fromme, einzig ist sie ihrer Mutter, lauter ist sie ihrer Gebärerin; cs sahen sie die Töchter und priesen sie glücklich." Hierzu bemerken unsere Weisen (Bereschith Rabbah E. 94): '',i inx ienw cni2N n; /ncn »ror nm nnx tit ‘ynv pNL' ni nm nnx Sxp;rr) o,tdx Nintp iox^ ina 'rw 2pjj» n; ,nrr&r‘? X'.I .112 ,1QN> :O'v2L'.i 'ha niiL'N'i nu2 nixi ,p’is „Einzig ist sie meine Taube, meine fromme, das ist Abraham, wie cs heißt: einzig war Abraham; einzig ist sie ihrer Mutter, das ist Jizchak, der seiner Mutter einziger Sohn gewesen; lauter ist sie ihrer Gebärerin, das ist Jakob, dessen Mutter die Lauterkeit seines Charakters erkannt hatte; es sahen sie die Töchter und priesen sie, das sind die Stämme, die zwölf Söhne Jakobs." Einen nicht minder dunklen Ausspruch finden wir in demselben Eapitcl. Es heißt in der heiligen Schrift (l. B. M., E. 46, V. i): Und er opferte

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