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Der Israelit · 1885-09-22 · Heft 75-76 (22.9.1885) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
26 (1885)
Issue
Heft 75-76 (22.9.1885)
Date
1885-09-22
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXVI. Jahrgang. M 75 & V« raeltt E i i! Zentral - Hrgan für das orthodoxe Iudenthunr. Herausgegeben von l)r. Lehmann tu Mainz. Dienstag, den S2. September 8G4« (1888). Da mit dem 1. Oct. 1885 ein neues Quartal beginnt, so erlauben wir uns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. MZT* Die nächste Nummer erscheint Montag den 5. October. -WG Leitender Artikel. Aie würdige Kestesfeier. Mainz, 20. September. Das herannahcnde Freudenfest, 1200210 p?,. ist wohl dazu angethan. die Betrachtung anzuregen, wie wir unsre heiligen Sabbate und Feste würdig begehen sollen. Unsere Weisen geben uns dazu die Anleitung im Midrasch. Es heißt in der heilige» Schrift (Jesaias C. 20, V. 14) 01332 *ub odd* nA nso*. „Dn hast Feste hinzngcfügt dem Volke, o Gott, Du hast Feste verliehen.dem Volke, durch das Du verherrlicht wirst." Zu diesem Prophetcuworte bemerken unsere Weisen: 2*2* drb .1212 nns d"ooo .mx na Vw -2x2 *21 te&i oix*oio vd> 702321 737151 701101 7^3ix 0*310 Vlff* *>2X 00*2^231 2711313 -xndk ]’D’J/221 PINDplp OT12L01 7OH01 pbttt p 0*310 0*2’ DTÄ JOU OOX p ]?X 73121 750123 0*3121 010112 *03^1 01*023 *03^ 7D2321 pu tiox rmm jaip wm 0*3 Vieri ]ou nnx ,0i23ip3 i3*iio wrn p & pu nnx ,npyo ii Tieny xim 22 i- 121x1 du or bi3 71321 oisrnn »osii 01*023 *03i >711320 'l OX 1312 „Den Heidcnvolkern hat Gott Festtage verliehen — sie verwenden sie tmr zum Genuffe und leichtsinnigen Vergnügungen, bis sie Gott erzürnen mit ihren Reden und Thaten. Nicht also die Israeliten; auch sie genießen, aber ihr Genuß ist Gott geheiligt, und daun besuchen sie die Synagogen und Lehrhäuser, erheben ihre Seele im Gebet, weiheil sich der Erinnerung an den einstigen Dienst im Heiligthume, läutern ihre Seele durch Gesetzesftudinm; und hat Gott dem Israeliten ein HauS verliehen, so weiht > er dessen Schwelle dem gütigen Geber, und hat Gott ihm ein schirmendes Dach geschenkt, so umzieht er es mit der gottbefohlenen Schutzwehr, und hat der Allgütige ihn mit einem Sohne begnadigt, so erzieht er ihn zum Dienste Gottes, bis daß er spricht Tag für Tag; preiset Gott, den Hochgcpriesenen." In diesen Worten unserer Weisen wird uns angcdeutet, wie wir unsere Feste feiern sollen. Die Festeszcit soll uns Muße geben zlir Erhebung unserer Seele im Gebete, zur Bildung unserer Seele durch Thorastudium, zur Weihe unseres Lebens für die Alltagszeit, zur Weihe unseres Familiettlebens, dessen Symbol ist die Mesusah — die Heiligung der Schwelle des Hauses — zur Weihe des Verkehrs mit der Außenwelt, dessen Symbol ist das npyo, die Schntzwchr am Dache des Hauses; die Festeszeit soll uns Muße geben znr treuen und unverfälschten Fortpflanzung des von den Vätern ererbten Gottesgeistes, zur sorgfältigen.Erziehung der Kinder. Die erste Pflicht am Feiertage ist demnach die Erhebung unserer Seele im Gebete. Nicht etwa, daß wir nicht an jcdemTage verpflichtet wären, zu unserem Vater im Himmel zu beten, aber 2*310 0*2*3 0123171 2*5012 oiisoi 'ni&" 2*312. cuit Festtage sei unser Gebet ein längcrwährendcs. Frei von allen störenden Gedanken der Alltagszeit fliege unsere Seele auf den Flügel» ungetrübter Andacht empor zu unserem Later im Himmel; es feien geweiht

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