Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 26 (1885)
- Issue
- Heft 71-72 (8.9.1885)
- Date
- 1885-09-08
- Page
- – (sequence 38)
- Language
- German
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-^192 — \ weiter weg wird es spottbillig. An Arbeitskräften ist kein Mangel, der arabische Taglöhner erhält 1—l1/* M. per Tag; Kost wird nicht dazu gegeben. — Die andere Ursache ist das Weinbesteuerungssystem der türkischen Regierung. Die Steuerverbältnisse sind folgende: Vom Land wird eine massige Grundsteuer, 4°/00i bezahlt, ferner der Zehnte von Allem, was auf dem Lande wächst, welcher von Getreiden und Hülsenfrüchten in Natura, von Trauben, Baumfrüchten und Gemüse aber itfGeld nach einer Schätzung des Quantums und nach einer Taxation des Produkts erhoben wird; zum Zwecke der Schätzung geht eine aus Regierungsbeamten bestehende Commission in den Gärten und Weinbergen herum. Ueberdies ist noch eine Weinsteuer von 15 %, die vom Weinbereiter nach einer Taxation des Weinwerthes in Geld entrichtet werden muss. l)er Werth der Trauben wie des Weines wird vom Regierungsrath (Medsohlis ei Idare) jedes Jahr unter Vorsitz des Pascha festgestellt. In den letzten zwei Jahren löste der arabische Lardmann für das Gondar Trauben 300 Kilo' auf hiesigem Markte 75 — 100 Piaster Regierungskurs*), allein er musste das Gondar nach dem Wer«he von 250 Piaster per Gondar verzehnten. Der arme Fellache kann natürlich nichts machen, nur sinnt er beständig auf Schleichwege. Zehnten hatten wir bisher keinen zu geben, da die Jerusalemer als Bewohner von El Kuds (heilige Stadt) nach altem Gebrauch davon frei sind. *) 1 Piaster —18'/, Pfennig. •WH* €liien ifizwcKen ßr't&und&n, affen fiefnvt'ztfien ^xefiannien in d&z* <SfCäfie und cfzznz -vuimocfit aus JCez^^ncx^-vu nd 9«« 2$. 5645. Dsuckv©nDa7i<JI^a4Wci2Itt