Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 26 (1885)
- Issue
- Heft 71-72 (8.9.1885)
- Date
- 1885-09-08
- Page
- – (sequence 36)
- Language
- German
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bäum 1. Emanuel Rosenthal 1. Jonas Stern 1, Seligmann Joseph 1. Joseph Rosenthal 1, Satomon Prager 1, Jacob Stern 1, Gerson Borchheimer, Lehrer 1.30, zus. abz. Porto, 24 M. Htteröerg. Durch VoAand H. Marx 5 M. chöerkustadt. Durch Vorstand Aron Meier I.: Von den beiden Vereinen der Gemeinde 0T3 m-n und rra rron 15 M. Hleichmannsdorf. S. Wortsmann (Sammlung) 4.40 M. Stuttgart. Frau D. A. Gütmann 5 M. Sützöurg. Durch Vorstand H. Burger (Sammlung) 12.20 M. Stuttgart. Durch Prediger S. Abraham: I. Berlinger 5 M. Weßkfekd. Durch Vorstand Meier: Gutherz 5 M. Wiesenöronu. Durch Vorstand I. Rosenbaum (Sammlung) 22 M- Watsdorf. Israelitische Gemeinde 8.10 M. 4-t Der Weinbau auf dem Gebirge Juda. Vom hohen Alter des Weinbaus in diesem Lande zeugen viele Stellen der bibliseben Geschichte — wer denkt nicht sogleich an Josua und Kaleb — und von der grossen Ausdehnung desselben zeugen die vielen Spuren an den kahlen Bergen und Hügeln. Es sind dies in Felsen gehauene Kelterplätze und Bassins, in welche letztere der Most von der Kelter abfloss; ferner sind es zum Theil noch erhaltene Weinbergsmauern, welche die Erde vor dem Abschwemmen schützten. Obgleich nun auf diesem Gebirge alle Bedingungen vorhanden sind, die das Gedeihen des Weinstocks voraussetzt, so musste doch bei der jetzigen Bevölkerung, der das Weintrinken verboten ist, auch der entwickeltste Weinbau zu Grunde gehen. Es blieben nur so viele Weinberge erhalten, dass man Trauben zum Essen und zur Bereitung von Syrup (Dibs) und Zibeben bekam. In einigen Gegenden, wie z B. bei Hablus, ging der heilige Eifer so weit, alle Weinstöcke mit Stumpf und Stiel auszurotten. Seit der Zeit der Ansiedelung der Deutschen in Palästina ging der Weinbau beständig in die Höhe, eine Folge der grösseren Nachfrage nach Trauben, was die Preise derselben anfangs sehr in die Höhe trieb und die Fellachen, sowie auch Städter zur Anlage von Weinbergen anspornte. Der eingeborene Landmann bereitet keinen Wein; er bringt seine Trauben auf Lastthieren in Körben zum Markt, wo sie von Juden und Christen zur Weinbereitung gekauft werden. Auserlesene schöne Trauben werden zu höheren Preisen als Tafeltrauben verkauft. Für manchen deutschen Weingärtner mag es interessant sein zu erfahren, wie hier der Weinstock gepflanzt und behandelt wird. Der Araber pflanzt etwa auf 10—15 Qm. einen Stock; von einem Umreuten des Platzes vor der Anlage weiss er nichts. Er gräbt eine 3 Finger breite und etwa 40 Cm. tiefe Spalte und setzt die Hebe hinein, welche er etwa 25 Cm. aus der Erde hervorragen lässt. Einige Jahre pflanzt er dazwischen Ackerbohnen, Erbsen, Gurken u. dergl., was selbstverständlich das Wachsthum der Heben sehr hemmt, da das Land den ganzen Sommer hindurch durch keinen Hegen befeuchtet wird. Auf diese Weise braucht ein Weinberg bis zur Tragfähigkeit 8—10 Jahre. Dem Stock lässt man einen Schenkel, der auf der Erde liegt und oft 4 M. und darüber lang wird, wobei die Trauben auch auf den Boden zu liegen kommen. Es giebt nur wenige Weinberge, wo die Schenkel an Pfählen von Eichen- und Olivenholz 5—6 Fuss in die Höhe gezogen werden. In der Gegend von Hebron sieht man Weinberge, wo die Schenkel vermittelst kleiner Stützen vorne etwas in die Höhe gehalten werden, so dass die Trauben frei hängen. Die Erde wird zu Anfang und zu Ende der Hegenzeit mit dem Pfluge gelockert, wobei eine andere Person beschäftigt ist, die Schenkel auf die Seite zu ziehen, so dass der Pflüger Haum bekommt, wodurch aber manchem starker} Schenkel der Hals abgedreht wird. Zum Beschneiden der Stöcke hat der Araber eine starke, sichelgrosse Hippe, mit welcher er die Heben abgipfelt oder, wo sie ihm za dicht