Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 26 (1885)
- Issue
- Heft 60 (30.7.1885)
- Date
- 1885-07-30
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
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— 165 Ksmömg v. d.KSße. Durch Rabbiner Or.M.Appel: Josef Wohlfarth am Todestage seines scl. Vaters 5. M. Kardßeim. Durch Lehrer E. Werthcimer 4 M. KürSe«. Aus R. I. 5 M. Kaigerkoch. Durch Rabbiner vr. I. Spitz 11 M.. wovon je 3 M. für E D, 8 B. und P. 8 KamSurg. I. Fink 1.50 M. für 1. 8. KSrde. S. Möllrich 3 M. K—n. Aus SR. E 4 M. Krautßeim. Aus R. I. 5 M. Mördtingen. Ungenannt 2 M. MeäarörsHofsßeim. Ans R. I. 4.70 M.. wovon 2.70 M. für J. 6 Wrorvo. E. Fricdländer 3 M. GHtrup. I. Meyer: Iahr.;eitspc»ldcn 2 M. Wsuuglladt. Durch Or. S. Luß 1.20 M. für 'NaKosch. Durch I. MurzynSk 3 M. Bomansweiter. Durch Vorsänger Sam. Rosenbcrg 2.72 M. Poßdorf. Lehrer Zodick 3 M. HegeusSurg. Durch Cultusbcanrtcn S. I. Jacob 3 M. Schitdöerg. Durch Rabbiner I. L. Marmorstcin 8 M. Stuttgart. Durch Prediger S. Abraham 3 M. Stuttgart. I. M. Lcvi 2 M. Treysa. Durch Lehrer M. ilcothschi'.d 3 M. Weset. Wittrve PH. Harsf 3 M. Wresche» Durch Rabbiner vr. John Cvhn 3 M. Waage«. I. I. Picard 2 M. * Zur Colonisationsfrage.*) Als das Feuer der Judenverfolgungen in hellen 1 Flammen aufloderte, als das Hab und Gut ge- I plündert und der jüdische Glaube verhöhnt wurde, als man allerorts unsere Glaubensgenossen als fremde Eindringlinge, als Blutsauger an der Wohlfahrt der Völker bezeichnete, da fand man als einziges Heilmittel die Auswanderung in fremdes Land, und zwar in ein Land, wo sie unter der Regierung edler Herrscher geachtet dasteheu und nicht mehr dem allgemeinen Hohne preisgegeben sein möchten. Das heilige Land wurde als solches erkannt. Da nun der hauptsächlichste Vorwurf, der den Juden gemacht wurde, darin bestand, dass dieselben nur auf Kosten Anderer von Handel und Wucher leben, dass sie arbeitsscheu und deshalb dem Ackerbau abhold sind, so beschlossen Diejenigen, welche an der Spitze dieser Bewegung standen, Ackerbaucolonien zu gründen, damit jeder Einwanderer sofort sein Land bebaue und mit dem Schweisse des Angesichts seinen Unterhalt sich verschaffe. Wenn auch dieser gewiss löbliche Gedanke bei Manchen Ideen zeugte, welche nicht mehr auf dem Boden der Wirklichkeit standen, sondern weit mehr einer lebhaften Phantasie ihre Entstehung verdankten, die gar oft jeder reellen Grundlage ent- >) Aus der TfraDTl* behrten, so steht doch so viel fest, dass säuirntliche Anhänger und Förderer der Colonisationsbestrebungen einzig und allein das Wohl unserer 8tammesgenossen im Auge hatten. Ein gewaltiger Sturm erhob sich aus allen Himmelsgegenden und gab den Freunden Israels die feste Willenskraft, ihre Gedanken auszuführen. Die Ausführung ist vollendete Thatsache; ob sie auch glücklich vollendet ist, lässt sich schwer beantworten. Noch ist nicht Alles ausgeführt, was geplant wurde; die Ideen liegen theilweise noch in buntem Chaos und es lässt sich noch nicht übersehen, ob das Resultat den gehegten Erwartungen entspricht. Doch will es uns fast scheinen, als ob die Zionsfreunde von irrihüiulichen Ansichten ausgehen, wenn sie nur auf Ackerbau ihre Augen lenken. Zunächst dürfen wir es uns nicht verhehlen, dass die vorhandenen Geldmittel kaum zur Unterstützung auch nur einer einzigen Colonie ausreichen. Ferner ist es leicht begreiflich, dass nicht alle Einwanderer, vielleicht nicht einmal viele von ihnen zum Landbau sich eignen; was soll nun aus diesen werden? — Das Beispiel der Colonisteu auf "iTpH nnö« mag uns zur Warnung dienen, deren viele, nachdem sie ihr Vermögen aufgeopfert, in ihre Heimath zurückkehrten, um Andere vor der Aus«